

Nidderau: Plakateflut vor Wahlen verhindern
Das Problem
Vor Wahlen sind unsere Nachbarschaften und Ortskerne kaum mehr wiederzuerkennen. Plakate mit Köpfen und Slogans wohin man auch schaut. Das muss nicht sein.
Demokratie lebt vom öffentlichen Diskurs. Dazu gehören auch Plakate. Aber manchmal ist weniger mehr. Wie in anderen Kommunen sollen Wahlplakate in Nidderau zukünftig nur noch auf dafür ausgewiesenen öffentlichen Plakatwänden zugelassen werden. Wir fordern die Stadtverordnetenversammlung auf, eine entsprechende Satzung zu erlassen.
Eine solche Regelung hätte wenigstens fünf Vorteile:
Erstens: Wildplakatierung eindämmen
Schon jetzt ist geregelt, wo Parteien Plakate aufhängen dürften und wo nicht. Es bestehen jedoch Grenzfälle, und manche Helfende missachteten Regeln, meist wohl aus Unwissenheit. Klare Vorgaben sind da nützlich: Wahlplakate gehören nur auf die gekennzeichneten Flächen auf den seitens der Stadt genannten Wänden. Wenn dies die Vorgabe ist, herrscht Gewissheit.
Zweitens: Für Sicherheit im Straßenverkehr sorgen
Plakate sollen als Blickfang dienen und tun dies auch. Wenn an nahezu allen Laternenpfählen Plakate stehen oder hängen, sind alle, die ein Fahrzeug lenken, abgelenkt. Weniger Plakate führen zu mehr Sicherheit.
Drittens: Umweltbelastende Materialschlacht verhindern
Städtische Plakatwände mit einer festen Anzahl von Feldern für jede zur Wahl zugelassene Partei machen die Herstellung und den Arbeitseinsatz planbar. Derzeit kommt es darauf an, durch möglichst viele Plakate an den Stellen mit regem Publikumsverkehr auf sich aufmerksam zu machen. Wer wahrgenommen werden will, dem bleibt kaum etwas anderes übrig, als sich am Wettbewerb des „immer mehr“ zu beteiligen.
Viertens: Stadtbild bewahren
Mit öffentlichen Plakatwänden käme man denjenigen entgegen, die durch die zahlreichen Plakate an Laternenpfosten das Stadtbild verschandelt sehen.
Fünftens: Chancengleichheit der Parteien und Wählergruppen fördern
Kleinere Parteien können es sich schlicht nicht leisten, auch nur annähernd so viele Plakate herstellen zu lassen und aufzuhängen wie die großen. Dadurch haben sie im Wettstreit der Ideen und Lösungen viel geringere Gelegenheiten, gesehen zu werden.

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Das Problem
Vor Wahlen sind unsere Nachbarschaften und Ortskerne kaum mehr wiederzuerkennen. Plakate mit Köpfen und Slogans wohin man auch schaut. Das muss nicht sein.
Demokratie lebt vom öffentlichen Diskurs. Dazu gehören auch Plakate. Aber manchmal ist weniger mehr. Wie in anderen Kommunen sollen Wahlplakate in Nidderau zukünftig nur noch auf dafür ausgewiesenen öffentlichen Plakatwänden zugelassen werden. Wir fordern die Stadtverordnetenversammlung auf, eine entsprechende Satzung zu erlassen.
Eine solche Regelung hätte wenigstens fünf Vorteile:
Erstens: Wildplakatierung eindämmen
Schon jetzt ist geregelt, wo Parteien Plakate aufhängen dürften und wo nicht. Es bestehen jedoch Grenzfälle, und manche Helfende missachteten Regeln, meist wohl aus Unwissenheit. Klare Vorgaben sind da nützlich: Wahlplakate gehören nur auf die gekennzeichneten Flächen auf den seitens der Stadt genannten Wänden. Wenn dies die Vorgabe ist, herrscht Gewissheit.
Zweitens: Für Sicherheit im Straßenverkehr sorgen
Plakate sollen als Blickfang dienen und tun dies auch. Wenn an nahezu allen Laternenpfählen Plakate stehen oder hängen, sind alle, die ein Fahrzeug lenken, abgelenkt. Weniger Plakate führen zu mehr Sicherheit.
Drittens: Umweltbelastende Materialschlacht verhindern
Städtische Plakatwände mit einer festen Anzahl von Feldern für jede zur Wahl zugelassene Partei machen die Herstellung und den Arbeitseinsatz planbar. Derzeit kommt es darauf an, durch möglichst viele Plakate an den Stellen mit regem Publikumsverkehr auf sich aufmerksam zu machen. Wer wahrgenommen werden will, dem bleibt kaum etwas anderes übrig, als sich am Wettbewerb des „immer mehr“ zu beteiligen.
Viertens: Stadtbild bewahren
Mit öffentlichen Plakatwänden käme man denjenigen entgegen, die durch die zahlreichen Plakate an Laternenpfosten das Stadtbild verschandelt sehen.
Fünftens: Chancengleichheit der Parteien und Wählergruppen fördern
Kleinere Parteien können es sich schlicht nicht leisten, auch nur annähernd so viele Plakate herstellen zu lassen und aufzuhängen wie die großen. Dadurch haben sie im Wettstreit der Ideen und Lösungen viel geringere Gelegenheiten, gesehen zu werden.

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Petition am 25. September 2026 erstellt