Neue Lufthansa/SWISS-Kabine darf nicht auf Umweltkosten gehen - stoppt die Bleigewichte!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Undine Jung und 18 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Das Jahr 2025: Die Deutsche Lufthansa und ihre Schweizer Tochter SWISS erneuern die Langstreckenflotte mit umweltfreundlichen Jets der aktuellen Generation. Für eben diese Flugzeuge wurde auch das neue Kabinenprodukt namens Allegris/SENSES entwickelt, eine komplett neu designte First -und Business-Class soll die zahlungswillige Premium-Kundschaft zurück an die mitteleuropäischen Drehkreuze bringen. Bei dieser Gelegenheit hat sich die Lufthansa-Group unter CEO Carsten Spohr allerdings entschieden, auch die älteren Flugzeugmuster der Typen Boeing 747-8 (Lufthansa, Frankfurt) und Airbus A330-300 (SWISS, Zürich) mit der entsprechenden neuen Kabine auszustatten, obwohl diese 10-20 Jahre alten Maschinen dafür garnicht ausgelegt sind. Das Ergebnis: Die gegenüber der aktuellen Sitze viel schwereren First/Business-Class-Sitze verlagern den Schwerpunkt der entsprechenden Flugzeuge zu weit nach vorne. Die Lufthansa wäre aber natürlich nicht die Lufthansa wenn ihr für diese planerische Fehlleistung nicht eine bestechende Lösung eingefallen wäre: 

Bleiplatten.

Was sich zunächst anhört wie ein schlechter Scherz soll ab 2026 tatsächlich Realität werden. Im Heck der 14 SWISS-Maschinen werden dann jeweils 1,5 Tonnen schwere Ausgleichsgewichte montiert, bei den 19 Jumbos der Lufthansa ist von mindestens 700kg pro Flugzeug die Rede. 

Insgesamt kumuliert sich das auf 34,3 Tonnen Ballast der mindestens die nächsten 10 Jahre täglich von Deutschland und der Schweiz in alle Welt geflogen werden soll.

Nun ist es ja nicht so als würde man den Bleiblöcken ihre internationalen Erlebnisreisen nach Washington, Johannesburg oder Mumbai (etc.) missgönnen. Allerdings ist ein derartiges Mehrgewicht ein enormer Treiber für den Kerosinverbrauch. Für die 14 Maschinen in Zürich kann man gegenüber heute mit einem Kerosinmehrverbrauch von ca. 60 kg/Flugstunde rechnen, für die Lufthansa-Jets mit 25 kg/Stunde. Man kann außerdem annehmen dass ein Langstreckenflugzeug pro Jahr etwa 5000 Stunden in der Luft ist. Auf die voraussichtlich verbleibende Restlebensdauer von 10 Jahren ergibt sich also folgende Rechnung:

SWISS: 14*60*5000*10 = 42.000.000 kg

Lufthansa: 19*25*5000*10 = 23.750.000 kg

Insgesamt: 65.750 Tonnen * 3,16 (Umrechnungsfaktor in CO2) = 207.770 Tonnen CO2-Ausstoß mehr durch Bleigewichte bis 2036

Damit könnte ein durchschnittlicher Mittelklassewagen die Erde umrunden - 18.500 mal. Die gleiche Lufthansa hat übrigens noch vor wenigen Jahren Taschenlampen und Pilotenkoffer ausgetauscht, um im Vergleich geradezu lächerliche 35 kg pro Flugzeug einzusparen.

Wir erwarten von der Lufthansa-Group dass sie diesem Wahnsinn schnellstmöglich ein Ende setzt und alternative Lösungen im Flottenmanagement findet. Denkbar wäre bspw. ein Verzicht auf die neue First-Class in dieser Teilflotte oder ein früherer Ersatz durch moderne und sparsamere Muster. Solange jahrelange Planungsfehler durch halbgare und umweltschädliche Bastellösungen kompensiert werden sollen, ist jeder Werbefilm über vermeintlich nachhaltiges Fliegen mit der LHG bedeutungslos. Sehr geehrter Herr Spohr, liebe Geschäftsführung, Sie haben hier und heute die Chance zu zeigen wie wichtig ihnen umweltverträgliches Wirtschaften tatsächlich ist.

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Noah HerwigPetitionsstarter*in

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Das Problem

Das Jahr 2025: Die Deutsche Lufthansa und ihre Schweizer Tochter SWISS erneuern die Langstreckenflotte mit umweltfreundlichen Jets der aktuellen Generation. Für eben diese Flugzeuge wurde auch das neue Kabinenprodukt namens Allegris/SENSES entwickelt, eine komplett neu designte First -und Business-Class soll die zahlungswillige Premium-Kundschaft zurück an die mitteleuropäischen Drehkreuze bringen. Bei dieser Gelegenheit hat sich die Lufthansa-Group unter CEO Carsten Spohr allerdings entschieden, auch die älteren Flugzeugmuster der Typen Boeing 747-8 (Lufthansa, Frankfurt) und Airbus A330-300 (SWISS, Zürich) mit der entsprechenden neuen Kabine auszustatten, obwohl diese 10-20 Jahre alten Maschinen dafür garnicht ausgelegt sind. Das Ergebnis: Die gegenüber der aktuellen Sitze viel schwereren First/Business-Class-Sitze verlagern den Schwerpunkt der entsprechenden Flugzeuge zu weit nach vorne. Die Lufthansa wäre aber natürlich nicht die Lufthansa wenn ihr für diese planerische Fehlleistung nicht eine bestechende Lösung eingefallen wäre: 

Bleiplatten.

Was sich zunächst anhört wie ein schlechter Scherz soll ab 2026 tatsächlich Realität werden. Im Heck der 14 SWISS-Maschinen werden dann jeweils 1,5 Tonnen schwere Ausgleichsgewichte montiert, bei den 19 Jumbos der Lufthansa ist von mindestens 700kg pro Flugzeug die Rede. 

Insgesamt kumuliert sich das auf 34,3 Tonnen Ballast der mindestens die nächsten 10 Jahre täglich von Deutschland und der Schweiz in alle Welt geflogen werden soll.

Nun ist es ja nicht so als würde man den Bleiblöcken ihre internationalen Erlebnisreisen nach Washington, Johannesburg oder Mumbai (etc.) missgönnen. Allerdings ist ein derartiges Mehrgewicht ein enormer Treiber für den Kerosinverbrauch. Für die 14 Maschinen in Zürich kann man gegenüber heute mit einem Kerosinmehrverbrauch von ca. 60 kg/Flugstunde rechnen, für die Lufthansa-Jets mit 25 kg/Stunde. Man kann außerdem annehmen dass ein Langstreckenflugzeug pro Jahr etwa 5000 Stunden in der Luft ist. Auf die voraussichtlich verbleibende Restlebensdauer von 10 Jahren ergibt sich also folgende Rechnung:

SWISS: 14*60*5000*10 = 42.000.000 kg

Lufthansa: 19*25*5000*10 = 23.750.000 kg

Insgesamt: 65.750 Tonnen * 3,16 (Umrechnungsfaktor in CO2) = 207.770 Tonnen CO2-Ausstoß mehr durch Bleigewichte bis 2036

Damit könnte ein durchschnittlicher Mittelklassewagen die Erde umrunden - 18.500 mal. Die gleiche Lufthansa hat übrigens noch vor wenigen Jahren Taschenlampen und Pilotenkoffer ausgetauscht, um im Vergleich geradezu lächerliche 35 kg pro Flugzeug einzusparen.

Wir erwarten von der Lufthansa-Group dass sie diesem Wahnsinn schnellstmöglich ein Ende setzt und alternative Lösungen im Flottenmanagement findet. Denkbar wäre bspw. ein Verzicht auf die neue First-Class in dieser Teilflotte oder ein früherer Ersatz durch moderne und sparsamere Muster. Solange jahrelange Planungsfehler durch halbgare und umweltschädliche Bastellösungen kompensiert werden sollen, ist jeder Werbefilm über vermeintlich nachhaltiges Fliegen mit der LHG bedeutungslos. Sehr geehrter Herr Spohr, liebe Geschäftsführung, Sie haben hier und heute die Chance zu zeigen wie wichtig ihnen umweltverträgliches Wirtschaften tatsächlich ist.

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Swiss International Air Lines
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Deutsche Lufthansa AG
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