Liebe Unterstützer*innen,
ihr habt die Antwort von Nestlé auf unsere Petition letzte Woche gesehen und zu einem großen Teil schon fleißig kommentiert. Erst einmal danke an euch alle für euer Engagement! Wir haben eure Petition gemeinsam mit Hannes Jaenicke dem Geschäftsführer von Nestlé Waters Deutschland Marc Honold am 13. März vor der Konzernzentrale in Frankfurt am Main überreicht. Wir danken Herrn Honold für die Entgegennahme der Petition und das persönliche Gespräch.
Er sagt, dass ihm die Hände gebunden sind, denn die internationale Konzernleitung ist nicht bereit etwas zu ändern!
Der Dialog ist uns wichtig und sicher ein erster Schritt in die richtige Richtung. Doch unser gemeinsames Anliegen wird international leider ignoriert!
Sagt der Konzernleitung von Nestlé, was ihr davon haltet – mit eurer Protestmail.
Französisches Wasser in Berlin, Hamburg oder München anzubieten ist weder notwendig, noch umweltfreundlich. Regionale Getränke von mehr als 150 deutschen Mineralbrunnen in bis zu 50 Mal wiederbefüllbaren Mehrwegflaschen verursachen deutlich weniger Umweltbelastungen als die ständige Neuproduktion von Einweg-Plastikflaschen, die auch noch über besonders lange Strecken transportiert werden.
Der Einsatz von Recyclingmaterial macht die ständige Neuproduktion von Einwegflaschen nicht umweltfreundlich, denn die Reinigung von geschreddertem Kunststoff, das Aufschmelzen von Plastik, die Herstellung von Recyclingmaterial und das heiße Aufblasen von Flaschen kostet ebenfalls viel Energie und Ressourcen. Bei jedem Recyclingprozess gehen erhebliche Kunststoffmengen verloren. Zudem werden Mehrwegflaschen nach ihrem langen Produktleben ebenso recycelt wie Einwegflaschen. Was bei Einwegflaschen als Innovation angepriesen wird, setzt die Mehrwegbranche bereits seit Jahrzehnten um.
Gerade in den aktuell bewegten Zeiten, die durch das Corona-Virus geprägt sind, wird offenkundig wie wichtig es ist solidarisch zu sein und vor Ort existenzbedrohte mittelständische Unternehmen zu stärken, Arbeitsplätze in der Region zu erhalten und dabei die Umwelt zu schützen. Dies gelingt am besten mit wiederbefüllbaren Mehrwegflaschen aus regionalen Quellen. Die Lösung von zu viel Plastikverpackungen kann nicht darin liegen, noch mehr Einweg-Plastik zu produzieren und aus Frankreich zu importieren.
Deshalb bleibt unsere Forderung an den internationalen Nestlé-Konzern weiterhin klar: Setzen Sie auf eine nachhaltige Produkt- und Verpackungspolitik durch regionale Getränke in vielfach wiederverwendbaren Mehrwegflaschen. Wir haben es gemeinsam in der Hand regionale Getränke in Mehrweg zu kaufen und gerade in schwierigen Zeiten der Corona-Krise existenzbedrohte Abfüller in unserer Nähe zu unterstützen. Lasst uns gemeinsam den Mehr-Weg gehen!
Sagt das auch jetzt nochmal dem Konzern.
Vielen Dank euch allen!
Eure Deutsche Umwelthilfe