NEIN zum braunen AfD-Parteitag Erfurt 4​.​7​.​2026

NEIN zum braunen AfD-Parteitag Erfurt 4​.​7​.​2026

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Bahman Ataei und 9 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Die AfD plant ihren nächsten Bundesparteitag am 4./5. Juli 2026 in Erfurt. Dies ist der 100. Jahrestag des 2. NSDAP-Reichsparteitags am 3./4. Juli 1926. Er fand ebenfalls in Thüringen statt - nebenan in Weimar - und war ein Meilenstein beim Aufstieg der Nazis in Deutschland. 

Bei Historikern wächst die Kritik an der Datumswahl. Der Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der TU Dresden, Jörg Ganzenmüller, spricht von „einem bewussten symbolischen Akt, der auf mehreren Ebenen wirkt“.  Auch die demokratischen Parteien veruteilen die Terminierung. Doch die AfD spielt diese herunter und bezeichnet den Termin als Zufall. Glaubwürdig oder nicht - das ist nicht entscheidend:  

  • Die AfD kennt den Nazi-Symbolgehalt von Ort und Termin spätestens nach der öffentlichen Kritik im Februar 2026. Jede demokratische Partei würde dann den Parteitag - peinlich verlegen - verschieben. Macht die AfD dies nicht, nutzt sie bewusst dieses Nazi-Symbol als Zeichen der geistigen Nähe. Sie bekennt sich damit mehr oder weniger offen zu nationalsozialistischen Ideen. Kein Wunder, wurde sie doch als Bundespartei und in mittlerweile 4 Ländern als gesichert rechtsextremistisch eingestuft, u.a. in Thüringen. 
  • Die Strategie der Partei scheint es zu sein, strafrechtliche Verbal-Verbote und verbotene Zeichen gezielt zu umgehen und damit diese Verbote unwirksam zu machen. Dies geschieht, indem legale politische Zeichen, z.B. indirekte Verweise auf nationalsozialistische Geschichtsereignisse, öffentlichkeitswirksam instrumentalisiert werden. Das ist gerade bei notorisch symbolversessenen Rechtsradikalen äusserst beliebt und wirksam.
  • Eine solche Verbotsumgehung scheint insbesondere Björn Höcke zu präferieren, der diesen Parteitag als Landesvorsitzender in Thüringen verantwortet: Schliesslich wurde er bereits zweimal rechtskräftig strafrechtlich verurteilt, weil er Nazi-Parolen in seinen Reden geäußert hat. 

WIR FORDERN die AfD auf, den Parteitag nicht an diesem Tag stattfinden zu lassen und zu verlegen. Ohne eine Terminabsage ist jeder Versuch einer Distanzierung von den Nazis von vornherein untauglich und ein Bekenntnis zu unserem deutschen Verfassungsstaat völlig unglaubwürdig. 

Sollte die AfD dieser Forderung nicht nachkommen, muss sie am 4. Juli 2026 in Erfurt mit dem mächtigsten Protest rechnen. Denn wir wollen nicht, dass die Rechtsextremen Deutschland noch einmal vor die Wand fahren. Nie wieder. Also wehret den Anfängen:  Kein brauner AfD-Parteitag!  

avatar of the starter
Dr. Stephan RohnPetitionsstarter*inJurist, Unternehmensberater i.R.

821

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Bahman Ataei und 9 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Die AfD plant ihren nächsten Bundesparteitag am 4./5. Juli 2026 in Erfurt. Dies ist der 100. Jahrestag des 2. NSDAP-Reichsparteitags am 3./4. Juli 1926. Er fand ebenfalls in Thüringen statt - nebenan in Weimar - und war ein Meilenstein beim Aufstieg der Nazis in Deutschland. 

Bei Historikern wächst die Kritik an der Datumswahl. Der Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der TU Dresden, Jörg Ganzenmüller, spricht von „einem bewussten symbolischen Akt, der auf mehreren Ebenen wirkt“.  Auch die demokratischen Parteien veruteilen die Terminierung. Doch die AfD spielt diese herunter und bezeichnet den Termin als Zufall. Glaubwürdig oder nicht - das ist nicht entscheidend:  

  • Die AfD kennt den Nazi-Symbolgehalt von Ort und Termin spätestens nach der öffentlichen Kritik im Februar 2026. Jede demokratische Partei würde dann den Parteitag - peinlich verlegen - verschieben. Macht die AfD dies nicht, nutzt sie bewusst dieses Nazi-Symbol als Zeichen der geistigen Nähe. Sie bekennt sich damit mehr oder weniger offen zu nationalsozialistischen Ideen. Kein Wunder, wurde sie doch als Bundespartei und in mittlerweile 4 Ländern als gesichert rechtsextremistisch eingestuft, u.a. in Thüringen. 
  • Die Strategie der Partei scheint es zu sein, strafrechtliche Verbal-Verbote und verbotene Zeichen gezielt zu umgehen und damit diese Verbote unwirksam zu machen. Dies geschieht, indem legale politische Zeichen, z.B. indirekte Verweise auf nationalsozialistische Geschichtsereignisse, öffentlichkeitswirksam instrumentalisiert werden. Das ist gerade bei notorisch symbolversessenen Rechtsradikalen äusserst beliebt und wirksam.
  • Eine solche Verbotsumgehung scheint insbesondere Björn Höcke zu präferieren, der diesen Parteitag als Landesvorsitzender in Thüringen verantwortet: Schliesslich wurde er bereits zweimal rechtskräftig strafrechtlich verurteilt, weil er Nazi-Parolen in seinen Reden geäußert hat. 

WIR FORDERN die AfD auf, den Parteitag nicht an diesem Tag stattfinden zu lassen und zu verlegen. Ohne eine Terminabsage ist jeder Versuch einer Distanzierung von den Nazis von vornherein untauglich und ein Bekenntnis zu unserem deutschen Verfassungsstaat völlig unglaubwürdig. 

Sollte die AfD dieser Forderung nicht nachkommen, muss sie am 4. Juli 2026 in Erfurt mit dem mächtigsten Protest rechnen. Denn wir wollen nicht, dass die Rechtsextremen Deutschland noch einmal vor die Wand fahren. Nie wieder. Also wehret den Anfängen:  Kein brauner AfD-Parteitag!  

avatar of the starter
Dr. Stephan RohnPetitionsstarter*inJurist, Unternehmensberater i.R.

Kommentare von Unterstützer*innen

Neuigkeiten zur Petition

Diese Petition teilen

Petition am 23. Februar 2026 erstellt