Muhammad Faheem muss bleiben. Fachkräfte suchen, finden, dann abschieben? Nicht in NRW!

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Wir kämpfen gegen die Abschiebung unseres Mitarbeiters Muhammad Faheem und seiner Familie und fordern eine Entscheidung für ein dauerhaftes Bleiberecht. Unabhängig von seiner persönlichen Lage, die eine Abschiebung nach Pakistan mit sich bringen würde, kann und will die orca GmbH nicht auf seine qualifizierte Arbeitskraft verzichten.

Wir bitten den Petitionsausschuss NRW, den schon seit Jahren existierenden Mangel an einem praxisgerechten Integrationsgesetz und Einwanderungsgesetz, der es diesem Menschen erlauben würde, sein Arbeitsverhältnis in Deutschland bei uns fortzusetzen, durch eine Revidierung des Bescheides auszugleichen.

Begründung:

Wenn gelungene Integration bedeutet, dass sich die Zuwanderer der neuen Gemeinschaft zugehörig fühlen, die Regeln des Aufnahmelands respektieren und sich erfolgreich um die eigene Integration bemühen, dann ist Familie Faheem ein Musterbeispiel. Sie haben durch eigene Anstrengung die Chance genutzt, in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Deshalb wollen wir, dass sie bei uns bleiben dürfen und bitten alle, diese Petition zu unterschreiben und an viele Unterstützer einer offenen Gesellschaft in Deutschland weiterzugeben.

Muhammad und seine Ehefrau Samreen sind stolz auf ihre Familie sorgen für eine verantwortungsvolle Erziehung der Kinder. Das jüngste Kind Laiba wurde im Januar 2016 in Deutschland geboren, die 2 Söhne (Faris 16, Taha 10 Jahre) sprechen fließend Deutsch. Faris wird die Schule jetzt nach der 10. Klasse abschließen und im Herbst sehr wahrscheinlich eine Ausbildung als Elektriker beginnen.

Die Familie hat schon viele Freunde in der Umgebung und lebt in einem selbst angemieteten Reihenhaus, das in Eigenleistung renoviert wurde und von allen sehr gepflegt wird. Muhammad hat den deutschen Führerschein gemacht und fährt einen eigenen PKW. Durch seine Stelle ist die Familie weitestgehend unabhängig von Sozialleistungen und führt ein eigenständiges Leben. 

Die Familie ist angekommen in ihrer neuen Heimat und hat die politisch motivierten Attacken sowie die daraus resultierende Flucht aus ihrem Heimatland Pakistan hinter sich gelassen -dachte sie.

ABER seit Anfang 2017 droht die Abschiebung nach Pakistan, der Asylantrag wurde als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Das Klageverfahren läuft noch.

Ein Schock - nicht nur für die Familie und ihre Freunde, zu denen auch die Patin Gisela Meder und ihr Ehemann zählen. Sie betreuen die Familie seit der Ankunft  in Kürten Anfang 2015 und stellten auch den Kontakt zur orca GmbH her. Das Unternehmen gehört Herrn Dr. Michael Calenberg und mir, Rainer Orbach. Wir suchten einen qualifizierten Mitarbeiter, Muhammad Faheem passte genau ins Anforderungsprofil und erhielt einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Das war ein Glücksfall für beide Seiten.

Mittlerweile ist der Familienvater ein Leistungsträger in unserem Unternehmen, der von allen Kollegen und Kunden geschätzt wird und durch kreatives Improvisationstalent immer wieder positiv auffällt. Wenn andere mit ihrem Latein am Ende sind, fällt ihm noch eine Lösung ein, die er dann beharrlich ausprobiert und dann konsequent umsetzt. 

Aus unserer Sicht gehört Muhammad Faheem aufgrund seiner Fachkompetenz und Motivation zu der kleinen Gruppe von Flüchtlingen (10-15 %), die laut Frank-Jürgen Weise, dem ehemaligen Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), so gut qualifiziert sind, dass sie schnell in Jobs vermittelbar wären. 

Die deutsche Wirtschaft ist sich einig, dass gut qualifizierte Flüchtlinge dringend gebraucht werden und ein knappes Gut sind, mit dem man sorgsam umgehen muss. Doch die Realität sieht in unserem konkreten Fall ganz anders aus. Abschiebung droht, das Interesse des Arbeitgebers spielt keine Rolle.

Unberücksichtigt bleibt weiterhin, dass Muhammad seit mehr als zwei Jahren durch seine gut bezahlte Arbeit Steuern und Sozialabgaben abführt. Bedingt durch den Umstand, dass er ohne Papiere nach Deutschland kam, sogar noch deutlich mehr als ein deutscher Arbeitnehmer in vergleichbarer Situation. Sein Verdienst wird nach Steuerklasse 1 besteuert, da er als unverheiratet eingestuft wird. Auch dieser Nachteil sollte vom Petitionsausschuss geprüft und behoben werden.

Wir bedanken uns beim Fluchtpunkt Kürten (www.fluchtpunkt-kuerten.de) für die wertvolle Unterstützung.

Rainer Orbach

 



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