Zwangsräumung am Chapeaurougeweg HH verhindern! Michael und Tochter bleiben!

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Michael (61)  und seine Tochter im Grundschulalter sollen, ohne Mietschulden, durch den Vermieter, die Vereinigte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft e.G. (VHW), aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt werden.

Michael wohnt als alleinerziehender Vater und ALG II - Empfänger mit seiner Tochter im ELISA II Neubau, Chapeaurougeweg in Hamburg-Hamm. Seine Tochter geht noch zur Grundschule und ist im Viertel sozial verwurzelt. Sie fühlt sich wohl in der Schule in der Nachbarschaft, in der auch ihre Freundinnen dicht bei wohnen. Sie geht zur Ballettschule in der Umgebung. Durch einen "Behördlichen Kindesentzug" ist das Mädchen stark traumatisiert und in psychologischer Behandlung. Ein herausreißen aus ihrem gerade erst gefunden Zuhause, könnte lt. 2er Sachverständigengutachten biografieentscheidende Einschnitte in ihr Leben und erhebliche gesundheitliche Schäden an ihrer Seele hervorrufen.

Hintergrund der Räumung ist Folgendes: Als Michael vor zwei Jahren im Urlaub war, hat der Hausmeister sich unerlaubterweise Zugang zu seinem Briefkasten verschafft. Es kam zum Konflikt. Mit etwas Wille zum Ausgleich und einem professionelleren Umgang hätte sich der Konflikt sicher beilegen lassen. Die Situation hat sich verbal hochgeschaukelt. Michael war nicht derjenige, der am längeren Hebel saß und seine Tochter schon gar nicht. Und so konnte die VHW den beiden einfach die Wohnung kündigen und sich des „Problems“ entledigen. Die beiden haben versucht, sich gerichtlich zu wehren – leider erfolglos und ohne in wechselseitige, mündliche Verhandlungen zu treten, Würdigung deren Argumente, Beweis- und Zeugenangebote und sachverständigen Gutachten, binnen 13 Min.! Sogar deren Zustimmung auf das Vergleichsangebot des Gerichts in der Güteverhandlung wurde übergangen, während der VHW-Vertreter das gerichtliche Vergleichsangebot ablehnte. Auf mehrere Angebote zur Aussprache, auch vermittelt durch den Mieterverein zu Hamburg, wurde von der VHW gar nicht eingegangen. Nun sollen sie bald vom Gerichtsvollzieher auf die Straße gesetzt werden.

Dies ist nicht die erste Zwangsräumung durch die VHW im Viertel. Für die Genossenschaft trifft sich die Räumung nicht schlecht. Michael und seine Tochter wohnen gerade noch sehr günstig – nur 5,90€/m² zahlen sie nettokalt. Das liegt daran, dass die VHW ihre Wohnung in dem alten „ELISA Backsteinensemble“ abgerissen hatte. Nach langen Kämpfen konnte ein Teil der ELISA - Mietparteien durchsetzen, dass ihre Mieten nach dem Umzug niedrig wie zuvor bleiben – eigentlich wollte die VHW die Mieten im Neubau deutlich erhöhen (fast verdoppeln). Lt. Förderrichtlinien dürfen sie nun 8,70 EURO/qm bei Neuvermietung verlangen.

Wir meinen: Es geht nicht klar, ein Kind (und auch sonst niemanden) wegen eines geringfügigen Konflikts zu räumen.

Das ist, als würde man „mit Kanonenkugeln auf Spatzen schießen“!

Deshalb bitten wir alle, Michael und seine Tochter zu unterstützen und sich an dieser Petition zu beteiligen und sie auch weiter zu leiten.