

Liebe Unterstützer*innen,
wie Ihr wisst, fand am Mittwoch der bundesweite Protesttag statt. Ich bin noch immer tief bewegt und überwältigt von diesem Tag.
Allein in Berlin haben über 4.000 Menschen demonstriert und sind so laut geworden, dass ich sogar heute noch ein willkommenes Piepsen in den Ohren höre. Wir haben gemeinsam ein klares Zeichen gesetzt!
Zusammen mit einigen Berufsverbandsvorständen durfte ich die 569.104 Unterschriften unserer Petition an Dr. Christian Abt vom Bundesgesundheitsministerium übergeben. Dabei habe ich einen enormen Rückhalt erlebt, der mich sehr berührt hat. Zu spüren, wie geschlossen so viele Menschen aus unserem Berufsfeld hinter diesem Anliegen stehen, war unglaublich bestärkend. An dieser Stelle noch einmal der wichtige Hinweis: Auch wenn die Petition übergeben ist, bleibt sie weiter zur Unterzeichnung offen, bis die Forderungen erfüllt sind!
Darüber hinaus durfte ich im Regierungsviertel auf der Bühne sprechen. Das alles fühlt sich immer noch ein wenig surreal an. Die Energie, Zustimmung und Entschlossenheit vor Ort waren überwältigend und ich bin unendlich dankbar, das miterlebt haben zu dürfen.
Wenn Ihr nicht dabei sein konntet, findet Ihr hier ein paar Eindrücke aus Berlin im Instagram-Feed von Change.org:
- Redebeitrag von Dr. Enno Maaß (Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV))
- Redebeitrag von Dr. Andreas Gassen (Kassenärztliche Bundesvereinigung)
- Ich auf der Demo und auf der Bühne im Regierungsviertel
- Übergabe der Unterschriften an Dr. Christian Abt vom Bundesgesundheitsministerium
Auch über die Berichterstattung, unter anderem vom ZDF oder vom MDR, habe ich mich sehr gefreut. Zudem könnt Ihr auf meinem Instagram-Account oder dem des Aktionsbündnis Psychotherapie weitere Impressionen von den bundesweiten Protesten finden.
Doch nicht nur in Berlin waren Menschen auf der Straße. Auch in vielen weiteren Städten sind Kolleg*innen, Unterstützer*innen, Patient*innen und Mitstreiter*innen laut geworden. Ich habe Videos von Demonstrationen, Redebeiträgen und Protestaktionen aus ganz Deutschland gesehen und sie haben mich unfassbar beseelt. Überall dieselbe Entschlossenheit. Überall Menschen, die sich für das gleiche Ziel stark machen. Überall die klare Botschaft: Diese Entwicklung nehmen wir nicht stillschweigend hin.
Das macht mir Hoffnung.
Denn was wir erlebt haben, war nicht nur ein Protest an einem einzelnen Ort. Es war ein bundesweites Signal. Ein sichtbarer und hörbarer Ausdruck von Zusammenhalt, Klarheit und Widerstand gegen eine gesundheitspolitische Entscheidung, die weitreichende Folgen haben wird.
In einer Rede fiel ein Satz, der mir im Kopf geblieben ist:
„Der GKV-Spitzenverband könnte noch bereuen, sich mit uns angelegt zu haben.“
Diesem Gedanken kann ich mich nur anschließen, weil für mich sehr deutlich geworden ist, wie viele wir sind, wie entschlossen wir sind und wie groß die Bereitschaft ist, weiter sichtbar, laut und unbequem zu bleiben, wenn psychotherapeutische Versorgung abgewertet und strukturell geschwächt wird.
Deshalb geht der Protest auch weiter:
Bereits am Samstag, den 18. April, findet ab 16 Uhr eine weitere Demonstration auf dem Ulmer Münsterplatz statt. Auch dort werde ich wieder dabei sein und auf der Bühne sprechen. Wenn Ihr aus Ulm oder dem Umland kommt, seid herzlich eingeladen, dazuzukommen und gemeinsam mit uns weiter sichtbar und laut zu bleiben. Jede Stimme, jede Präsenz und jede Unterstützung zählt.
Lasst uns jetzt nicht leiser werden, denn wir haben den Kampf noch lange nicht gewonnen. Teilt die Petition weiter, sprecht mit anderen darüber, macht auf die Folgen dieser Entscheidung aufmerksam und helft mit, dass aus diesem Protest nachhaltiger Druck und Veränderung entsteht. Was am Mittwoch bundesweit sichtbar wurde, darf nicht verhallen.
Denn dieser Protesttag war nicht das Ende.
Er war ein deutliches Zeichen — und vielleicht erst der Anfang.
Ich danke Euch von Herzen für Eure Unterstützung, Eure Stimmen, Euren Rückhalt und dafür, dass Ihr diesen wichtigen Weg mitgeht. ♥️ Ohne Euch wäre all das nicht möglich.
Herzliche Grüße
Johanna Alisa Jung