Petition updateMonatelange Wartezeiten – und jetzt werden psychotherapeutische Leistungen gekürzt?425.459 Stimmen – wann reagiert das Bundesgesundheitsministerium?
Johanna Alisa JungUlm, Germany
Mar 20, 2026

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

wow – wir haben in etwas mehr als einer Woche 425.459 Unterschriften erreicht.

Was wir gemeinsam bewegt haben, ist für mich überwältigend.

Diese enorme Unterstützung bedeutet mir unglaublich viel. Vor allem aber zeigt sie, was möglich ist, wenn sich so viele Menschen gemeinsam für ein wichtiges Anliegen stark machen. Wir haben in kürzester Zeit ein kraftvolles Zeichen gesetzt: für die psychische Gesundheit, für eine verlässliche Versorgung und für die Frage, welchen Stellenwert psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft haben. Dieses Ergebnis zeigt nicht nur breite gesellschaftliche Unterstützung – es zeigt auch, dass wir viele sind und dass unsere Stimmen gehört werden müssen.

Ich erlebe in diesen Tagen eine große Solidarität und einen unglaublich wertvollen Zusammenschluss – innerhalb unseres Berufsstands und weit darüber hinaus. Viele Kolleginnen und Kollegen, aber auch Betroffene, Angehörige und Personen des öffentlichen Lebens positionieren sich öffentlich, teilen ihre Erfahrungen, unterstützen die Petition und machen auf die möglichen Folgen dieser Entwicklung aufmerksam.

Ein besonderer Dank gilt dabei all den Kolleginnen und Kollegen, die sich derzeit ehrenamtlich mit außerordentlichem Engagement einbringen – in der Organisation von Demonstrationen, im Aktionsbündnis Psychotherapie, in der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, in der strategischen Planung und in der Koordination und Kommunikation im Hintergrund. Ohne diesen Einsatz wäre vieles von dem, was gerade entsteht, so nicht möglich. Dieses breite gemeinsame Auftreten berührt mich sehr, macht mir Hoffnung und zeigt, wie viel gemeinsamer Wille entstanden ist, diese Entwicklung nicht einfach hinzunehmen.

In den letzten Tagen habe ich viele Interviews und Gespräche geführt. Es ist wichtig, dass das Thema sichtbar wird – und ich freue mich, dass es zunehmend in den Medien aufgegriffen wird. Weiter unten findet Ihr eine Auswahl der Berichterstattungen. Diese Aufmerksamkeit ist entscheidend – denn sie macht sichtbar, was viele von Euch täglich erleben: lange Wartezeiten, überlastete Praxen und eine Versorgung, die schon jetzt an ihre Grenzen kommt.

Was mich gleichzeitig sehr beschäftigt:

Das Bundesgesundheitsministerium hat sich nach meinem Kenntnisstand bislang nicht öffentlich zu der geplanten Honorarkürzung geäußert. Eine WDR-Anfrage ans Ministerium ist laut aktuellen Bericht des WDR immer noch unbeantwortet. Dabei geht es hier um die Sicherstellung der Versorgung. Wenn Psychotherapie schwerer zugänglich wird, betrifft das direkt den gesetzlichen Auftrag unseres Gesundheitssystems. Auch wenn die Entscheidung formal im Rahmen der Selbstverhaltung liegt, hat die Ministerin eine klare Verantwortung: Sie kann Entwicklungen öffentlich einordnen, politischen Druck aufbauen, Gespräche einberufen und gesetzliche Änderungen anstoßen. Gerade bei einem so sensiblen Thema wie psychischer Gesundheit und bereits heute vielerorts langen Wartezeiten erwarte ich eine klare politische Positionierung.

Für mich ist deshalb klar: Die Bundesgesundheitsministerin muss öffentlich Stellung beziehen.

Ich habe die Übergabe der Petition für Donnerstag, den 26. März, bei der Bundesgesundheitsministerin angefragt. An diesem Tag ist in Berlin auch eine Demonstration vor dem Bundesgesundheitsministerium angekündigt.

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Weitere Informationen zu den Kundgebungen

Für aktuelle Informationen zu den geplanten Kundgebungen und Demonstrationen folgt gerne dem Aktionsbündnis Psychotherapie auf Instagram.

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Teilt gerne auch noch das Video zur Petition:

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 Und hier noch eine Auswahl der Berichterstattung zur Petition (von A-Z):

 Herzliche Grüße

 Johanna Alisa Jung

 

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