Petition updateModellprojekt Teleradiologie ermöglichen"Nein" der KVWL gefährdet die wohnortnahe Versorgung !
Dr. Steffen GrünerOsnabrück, Germany
Oct 5, 2022

Keine guten Nachrichten aus dem Hause der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL), welche sich jetzt aus formalen Gründen gegen die Teleradiologie in Westerkappeln ausgesprochen hat. Trotz des Versprechens einen "Esels Weg" zu finden, ist es jetzt ein "Nein" mit Ansage geworden, denn bereits vor Verstreichen der 4 Wochenfrist erreichte uns ein Telefonat der Bezirksstelle Westfalen-Lippe durch den Bezirksstellensprecher Herrn Dr. Oen, in dem dieser nüchtern attestierte, dass sich das "Teleradiologieprojekt" für die Praxis nicht rechnen und man daher dies abschlägig bescheiden würde.

Über das Treffen mit dem Gesundheitsminister Karl Josef Laumann, dem KVWL Vertreter Herrn Lent und des vor Ort erstrittenen "Eselsweges" war Herr Dr. Oen allerdings gänzlich uninformiert. Auch auf unseren Hinweis, dass die neue Gesetzeslage eine Genehmigung ermöglichen könnte, man durch die Teleradiologie die wohnortnahe Versorgung stärken, die Notaufnahmen entlasten und die Digitalisierung auf dem Lande fördern würde, zeigte sich der Funktionär der KVWL eher hartleibig. Als Arzt in der überversorgten Metropole Münster hält es Herr Dr. Oen vielmehr für vertretbar, die Patienten weiterhin in die überfüllten Notaufnahmen der umliegenden Kliniken zu schicken, da so nicht die Mittel der KVWL, sondern die der stationären Töpfe beansprucht werden würden.

Wir meinen: So gefährdet und schwächt die KVWL die ambulante Versorgung auf dem Lande und schadet dem Wohle der Patienten. Jetzt können wir nur noch auf die Rechtsaufsicht hoffen oder den Klageweg beschreiten… und hoffen, dass der Gesundheitsminister, dem die wohnortnahe Versorgung am Herzen liegt, noch ein ASS im Ärmel hat.

 

 

 

https://www.ivz-aktuell.de/articles/209830/westerkappeln/freizeit-gesundheit/teleradiologie-endgueltig-gescheitert

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