

"Die Gespräche mit allen Beteiligten verliefen schwierig, im Gesamtergebnis wird aber ein radiologischer Bedarf für Westerkappeln anerkannt, leider wird sich aber hinter zulassungsbezogenen Vorgaben versteckt " so Steffen Grüner, Arzt in der Gemeinschaftspraxis Westerkappeln. "Wir gehen jetzt den Weg durch alle Institutionen - so wird sich jetzt der gesundheitspolitische Sprecher und stellv. Fraktionsvorsitzende der FDP – Kreistagsfraktion, Dr. Ekkehard Grützner (Wettringen) zum Thema Teleradiologie im Gesundheitsausschusses des Kreistages über die Unterstüzungsmöglichkeiten der Kreisverwaltung informieren, nachdem die Anfrage des SPD Landtagabgeordneten Sundermann abschlägig beschieden worden ist: Im Tenor sähe die Landesregierung keine Möglichkeit zur Umsetzung des teleradiologischen Ansatzes zur Reaktivierung des sachverständlich bis 2026 geprüften Röntgenanlage an der Wilkenkampstraße 1 in Westerkappeln.
"Alle wollen die Digitalisierung und die Stärkung der ambulanten Versorung auf dem Land - jetzt haben die Entscheidungsträger die Chance, ihrer Absichtserklärungen auch Taten folgen zu lassen." so Dr. Grüner weiter. "Das Angebot von Gesundheitsminister Laumann (CDU), nur einen Röntgentag in Westerkappeln abzuhalten, halten wir allerdings für verfehlt" so Kollege Hillebrand, ebenfalls Partner der Westerkappelner Praxis. "Wenn sich Oma Schulze am Montag den Knöchel verstaucht, dann kann sie nicht bis z.B. Donnerstag warten - wir haben dreißig Jahre lang hier geröntgt, warum dürfen wir das nicht weiter tun? Wenn das dem Hausarzt von der Politik verwehrt wird, warum dürfen wir die digitalen Röntgenbilder nicht zu einem Radiologen weiterschicken?"
Ulla Kropf aus der SPD-Fraktion Westerkappeln setze sich ebenfalls für die Bearbeitung der Teleradiologiethematik in Kreistagsgremien ein und werde von der SPD Kreistagsfraktion die Regularien einer Einreichungsmöglichkeit der Petition "Modellprojekt - Teleradiologie - ermöglichen" im Kreistag des Kreises Steinfurt prüfen lassen, so Dr. Schlathölter, der den teleradiologischen Ansatz ebenfalls für praktikabler, patientenorientierter und wirtschaftlich sinnvoller hält als einen "Röntgentag".
Die Petition hat inzwischen fast 1000 Unterschriften, um zu einer größeren Meinungsfindung zu kommen, wird ab nächster Woche eine Postkartenaktion gestartet. "Die vielen Zuschriften machen uns Mut, das Projekt weiter zu verfolgen - und wir werden die Wahlversprechen der Kandidaten zu unserem Teleradiologieprojekt auch nach der Wahl genau beobachten." so die Ärzte abschließend.