Mise à jour sur la pétitionMissstände im Kinderdorf Duisburg aufklären: Für eine sichere Zukunft aller Kinder!Update zur Petition: Aufarbeitung von Missständen im Kinderdorf Duisburg e.V.
Kai Uwe DielDuisburg, Allemagne
16 oct. 2024

Liebe Unterstützer*innen,

zunächst möchte ich mich von Herzen bei Euch für Eure Unterschriften und Unterstützung bedanken! Es macht großen Mut zu sehen, dass so viele Menschen hinter diesem Anliegen stehen. Eure Solidarität zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Ich möchte Euch ein kurzes Update zur aktuellen Entwicklung geben:

Vor Kurzem hat die WAZ einen Artikel (zum Artikel) über unsere Petition veröffentlicht. Leider enthält dieser Artikel einige fehlerhafte Darstellungen. Aus diesem Grund habe ich eine Richtigstellung verfasst (siehe unten), um die Informationen zu korrigieren und unsere Anliegen klarzustellen.

Darüber hinaus hat der Geschäftsführer des Kinderdorfes nach dem Artikel die internen Akten der Einrichtung durchsucht, konnte jedoch keine Unterlagen finden. Er hat daraufhin beim Landesjugendamt angefragt, ob dort entsprechende Akten vorliegen – ein erstes positives Zeichen für die Aufarbeitung. Ich prüfe aktuell, ob ich ihm meine vorliegende Strafakte geschwärzt zur Verfügung stellen darf, um die Aufarbeitung weiter zu unterstützen.

Die Petition läuft weiterhin und wir sind auf jede Unterstützung angewiesen!
Bitte teilt die Petition mit Euren Netzwerken, um möglichst viele Menschen zu erreichen und für mehr Transparenz zu sorgen.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Liebe Grüße

Kai Uwe Diel 


Richtigstellung zum WAZ Artikel: Vorwürfe gegen Kinderdorf: „Wir haben nichts zu verbergen“

Juristischer Abschluss des Falls:
Der Artikel vermittelt den Eindruck, der Fall sei juristisch abgeschlossen. Dies betrifft jedoch nur einen Fall, nämlich meinen eigenen. Andere Betroffene hatten bisher Angst davor, Anzeige zu erstatten. Unsere Petition soll daher auch andere Betroffene ermutigen, ihre Erfahrungen öffentlich zu machen und rechtliche Schritte zu prüfen. Durch eine interne Umfrage unter ehemaligen Bewohnern sind dem Geschäftsführer mindestens 14 weitere Fälle bekannt welche nicht alle aus der AWG1 aber eben auch aus dem Kinderdorf Duisburg e.V. stammen.
Auf unserer Instagram Seite werden wir noch heute (wahrscheinlich gegen Abend) eine Umfrage veröffentlichen, welche auch dem Geschäftsführer vom Kinderdorf vorliegt und aus welcher hervorgeht, dass es weitere betroffene gibt. Zu Instagram

Weiße Ring und rechtliche Einschätzung:
Der Hinweis, dass der Weiße Ring „keine rechtlichen Möglichkeiten mehr sieht“, bezieht sich ausschließlich auf meinen individuellen Fall. Dies trifft nicht auf potenzielle neue Fälle oder weitere Betroffene zu.

Vereinsgründung:
Im Artikel wird fälschlicherweise von einem bereits gegründeten Verein gesprochen. Tatsächlich befindet sich die Vereinsgründung noch in Planung. Mehr Informationen hierzu sind auf unserer Webseite verfügbar. Zur Vereinsseite

Ziel der Petition:
Unsere Petition zielt darauf ab, eine umfassende Aufarbeitung der Missstände der Vergangenheit zu erreichen – vergleichbar mit der Aufarbeitung in der katholischen Kirche. Es geht nicht nur um Entschuldigungen, sondern um Transparenz und Verantwortung für das, was geschehen ist.

Ermittlungsfehler:
Die Staatsanwaltschaft hat damals weder alle in Frage kommenden Erzieher noch alle betroffenen Kinder umfassend befragt. Tatsächlich wurde lediglich ein weiteres Kind befragt, das zu diesem Zeitpunkt noch betreut wurde. Eine ernsthafte Ermittlung hätte anders aussehen müssen. Meine damalige Anwältin wies die Staatsanwaltschaft zudem darauf hin, dass es weitere Zeugen gibt, diese Hinweise wurden nicht ausreichend verfolgt.

Gesprächsdauer und Inhalt:
Im Artikel wird von einem „längeren Gespräch“ mit dem Geschäftsführer des Kinderdorfes gesprochen. Dieses Gespräch dauerte jedoch nur 30 Minuten und behandelte nicht die eigentlichen Vorwürfe, weshalb der öffentliche Weg über die Petition notwendig war.

Falsche Angaben zum Kontakt mit Mitbeschuldigten:
Es ist unzutreffend, dass der Geschäftsführer keinen Kontakt zu den Beschuldigten Personen habe. Eine der beschuldigten Erzieherinnen arbeitet weiterhin im Kinderdorf, wie der Artikel selbst erwähnt.

Lebensperspektiven und öffentliche Aufarbeitung:
Es wird suggeriert, dass ich „kein vorwärts gerichtetes Leben“ führen könne. Dieser Satz ist bedauerlich, da er die Wichtigkeit der Aufarbeitung meiner Erfahrungen und der Unterstützung anderer Betroffener verkennt. Es geht mir darum, die Vergangenheit aufzuarbeiten, damit wir als Betroffene endlich gehört werden und so ein Leben ohne Altlasten möglich wird.

Spenden vs. Aufarbeitung:
Es stellt sich die Frage, warum Spenden wichtiger erscheinen als eine gründliche Aufarbeitung. Der Fokus sollte auf Transparenz und Kinderschutz liegen, nicht auf Imagepflege.

Kinderparlament:
Das Kinderparlament wird im Artikel als Neuerung dargestellt. Das Kinderparlament gab es jedoch bereits damals, und ich selbst war zu meiner Zeit Präsident dieses Parlaments.

Aufruf zur Zusammenarbeit:
Es ist nicht genug, nur über uns zu sprechen – wir fordern, dass endlich mit uns gesprochen wird. Eine echte Aufarbeitung kann nur im Dialog mit Betroffenen gelingen.

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