

Mir Gehör zu verschaffen, bevor es zu spät ist. Hear my voice before it's too late.


Mir Gehör zu verschaffen, bevor es zu spät ist. Hear my voice before it's too late.
Das Problem
Sehr geehrte Damen und Herren,
heute wende ich mich an Sie, weil ich mich in einer aussichtslosen Lage befinde. Mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts Hamburg vom 21.04.2022 steht mir eine Überstellung nach Frankreich im Rahmen der Dublin-III-Verordnung bevor.
Ich bitte Sie, mich zu unterstützen in dem Sie diese Petition unterschreiben.
Ich weiß nicht, wie ich es überleben soll zum zweiten mal alles zu verlieren, was mich am Leben hält.
Meine Ressourcen haben nur für einen Neuanfang gereicht.
Es ist schwer für mich die Geschehnisse und meine Gefühle auf Deutsch so präzise auszudrücken, wie ich es mir wünsche und auf meiner Muttersprache könnte. Ich möchte Sie bitten, sich meine Geschichte anzuhören:
Ich bin eine Mutter, die ihre Tochter seit vier Jahren nicht umarmen durfte. Ich bin eine Frau, die ihr Kind und ihre Heimat infolge von tagelanger Folter durch schwerste sexualisierte Gewalt verlassen musste um ihr Leben zu schützen. Und ich bin ein Mensch in Deutschland, der seit vier Jahren auf eine Perspektive wartet. Als im Januar 2019 mein Asylantrag in Deutschland als unzulässig abgewiesen wurde, habe ich eine Klage eingereicht. Ich habe drei Jahre auf das Urteil warten müssen. Und während ich wartete, baute ich mir ein Leben in Deutschland auf und meine Tochter wuchs im Iran heran zu einer Frau. Es zerbricht mir das Herz sie dabei nicht begleitet haben zu können. Ich vermisse sie jede Sekunde.
In meinem alten Leben im Iran war ich eine angesehene Frau. Ich habe eine gute Bildung genossen und ein aktives und interessantes Leben geführt - beruflich wie privat. Ich habe im Iran Fotografie und Kunst studiert und eine zweijährige Ausbildung an einer Schauspielschule absolviert. Ich habe im Iran insgesamt 17 Jahre Erfahrung in Schauspiel und Kameraführung gesammelt. Als bekannte und erfolgreiche Schauspielerin habe ich mich in der iranischen Kunst- und Kulturszene bewegt, privat war ich stets von Freundinnen und Verwandten umgeben.
Es herrschte - trotz der vielen Schwierigkeiten im Iran - eine Art Zufriedenheit in meinem Leben. Dieses Leben ist vorbei. Es endete als ich eine furchtbare Misshandlung erfuhr, die mein Leben gänzlich zerstörte. Und heute droht mir im Iran der sichere Tod.
Die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in meinem Heimatland sind sehr schwierig. Viele Menschen leiden unter diesen. Ich habe mich dem iranischen Regime als Aktivistin immer wieder mutig in den Weg gestellt. Während meiner letzten Inhaftierung durch die sogenannte Armee der Wächter der Islamischen Revolution, kurz Sepâh oder Pasdaran genannt, bin ich Vergewaltigungen durch Staatsdiener ausgesetzt gewesen. Anlass für die Inhaftierung war ein Video vom Verbrechen des Regimes, dass ich aufnahm.
Ich habe in meiner Zeit in Hamburg schon einiges dahingehend unternommen. Ich konnte und wollte nicht untätig sein. So habe ich bereits im November 2018 nach meiner Ankunft in Hamburg während eines Aufenthaltes im Frauenhaus ehrenamtlich Zeichenunterricht für die Kinder im Frauenhaus gegeben. Im Dezember 2018 begleitete ich eine Aufführung des Frauenchors beim CVJM zu Hamburg e.V. Vom November 2018 bis Dezember 2019 habe ich ehrenamtlich als Fotografin und Filmkamerafrau beim MiGu e.V. und CVJM zu Hamburg e.V. gearbeitet. Für die Europawahlen 2019 habe ich einem Werbefilm gedreht.
Im selben Jahr nahm ich teil an einem Projekt der Körber-Stiftung mit dem Titel,,Hier fühle ich mich zu Hause". Eine mir sehr wichtige Ausdrucksform sind Kurzfilme und Videos, die ich für YouTube oder Instagram produziere. Für den Kurzfilm,,Stop it" habe ich sogar eine Auszeichnung erhalten beim Sahar International Short Film Festival. Der Film zeigt eine performative Protestaktion auf dem Hamburger Rathausmarkt. Ich habe mich symbolisch hängen lassen um auf die Todesopfer der iranischen Regierung aufmerksam zu machen. Ich produziere zudem seit mehreren Jahren Videos zum Thema „Frauenrechte und gesellschaftliche Aspekte" oder wirke in Protestvideos anderer Aktivistinnen und Aktivisten mit. Im Sommer 2021 habe ich in einem Videoclip "Symphony Of Pain" und in einem Kurzfilm mit dem Titel „,7 Minuten und 31 Sekunden" mitgespielt. Das ist längst nicht alles und ich habe weitere Anfragen für politische und künstlerische Projekte erhalten. Momentan bin ich jedoch leider nicht in der psychischen Verfassung diese anzunehmen.
Ich habe Deutsch- und Integrationskurse besucht, eine eigene kleine Wohnung gefunden und einen Führerschein gemacht. Ich habe mich um Arbeit oder freiwilliges Engagement in meinem Kompetenzbereich bemüht und habe viele gute Kontakte geknüpft. Ich hätte Möglichkeiten in Hamburg Fuß zu fassen - dafür habe ich bereits gekämpft. Ich könnte sofort arbeiten, ich hätte viele gute Angebote. Aber ich darf diese Chancen nicht ergreifen.
Das Urteil hat mich - wie seit jeher erwartet worden war - in eine tiefe Krise stürzen lassen. Ich lebe in ständiger Angst.
Ich bitte Sie darum, mir zu helfen, dass ich in Deutschland bleiben könnte.
Seit Wochen habe ich kaum ein Auge zugemacht und wenn ich mal schlafe, quälen mich furchtbare Träume. Ich habe Suizidgedanken - jeden Tag. Es bleibt mir nichts weiter als mit dieser Petition um Hilfe zu schreien.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, Ihre Arbeit und Ihre Zeit.
Sanaz Safaie
(In English)
Ladies and Gentlemen,
Today I turn to you because I find myself in a hopeless situation. With the judgment of the Hamburg Administrative Court of April 21, 2022, I am about to be transferred to France under the Dublin III Regulation.
I ask you to support me by signing this petition.
I don't know how I'm going to survive losing everything that keeps me alive for the second time.
My resources were just enough for a fresh start.
It is difficult for me to express what is happening and my feelings in German as precisely as I wish and could in my mother tongue. I would like you to listen to my story:
I am a mother who has not been allowed to hug her daughter for four years. I am a woman who had to leave her child and her homeland as a result of days of torture through the most severe sexualised violence in order to protect her life. And I am a person in Germany who has been waiting for a perspective for four years. When my application for asylum in Germany was rejected as inadmissible in January 2019, I filed a lawsuit. I had to wait three years for the verdict. And while I waited, I built a life for myself in Germany and my daughter grew into a woman in Iran. It breaks my heart not to have been able to accompany her. I miss her every second.
In my old life in Iran, I was a respected woman. I enjoyed a good education and led an active and interesting life - both professionally and privately. I studied photography and art in Iran and completed a two-year training course at an acting school. I have a total of 17 years of acting and camera work experience in Iran. As a well-known and successful actress, I moved in the Iranian art and culture scene, privately I was always surrounded by friends and relatives.
Despite the many difficulties in Iran, there was a kind of contentment in my life. This life is over. It ended when I experienced horrible abuse that completely devastated my life. And today in Iran I am threatened with certain death.
The political and social conditions in my home country are very difficult. Many people suffer from these. As an activist, I have always courageously stood in the way of the Iranian regime. During my last detention by the so-called Army of Guardians of the Islamic Revolution, known as Sepâh or Pasdaran for short, I was subjected to rape by state officials. The reason for the arrest was a video I recorded of the crimes of the regime.
uring my time in Hamburg I have already done a lot to that effect. I couldn't and didn't want to be idle. In November 2018, after my arrival in Hamburg, I volunteered to give drawing lessons for the children in the women's shelter during a stay in the women's shelter. In December 2018 I accompanied a performance of the women's choir at the CVJM zu Hamburg e.V. From November 2018 to December 2019 I volunteered as a photographer and film camerawoman at MiGu e.V. and CVJM zu Hamburg e.V. I shot a commercial for the 2019 European elections.
In the same year I took part in a Körber Foundation project entitled "Here I feel at home". A form of expression that is very important to me are short films and videos that I produce for YouTube or Instagram. For the short film "Stop it" I even received an award at the Sahar International Short Film Festival. The film shows a performative protest action on Hamburg's Rathausmarkt. I hung myself symbolically to draw attention to the Iranian government's fatalities. I have also been producing videos on the subject of "Women's Rights and Social Aspects" for several years, or I have been involved in protest videos by other activists. In the summer of 2021, I participated in a video clip "Symphony Of Pain" and in a short film entitled ",7 minutes and 31 seconds" played along. That's not all, and I've received more requests for political and artistic projects. At the moment, however, I am unfortunately not in the mental state to accept this.
I attended German and integration courses, found my own small apartment and got my driver's license. I have tried to find work or volunteer work in my area of expertise and have made many good contacts. I would have opportunities to gain a foothold in Hamburg - I've already fought for that. I could work straight away, I'd have a lot of good offers. But I can't take those chances.
As had always been expected, the verdict plunged me into a deep crisis. I live in constant fear.
I ask you to help me to stay in Germany.
I haven't slept a wink for weeks, and when I sleep, I'm tormented by horrible dreams. I have suicidal thoughts - every day. I have no choice but to cry out for help with this petition.
Thank you for your attention, your work and your time.
Sanaz Safaie
46.249
Das Problem
Sehr geehrte Damen und Herren,
heute wende ich mich an Sie, weil ich mich in einer aussichtslosen Lage befinde. Mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts Hamburg vom 21.04.2022 steht mir eine Überstellung nach Frankreich im Rahmen der Dublin-III-Verordnung bevor.
Ich bitte Sie, mich zu unterstützen in dem Sie diese Petition unterschreiben.
Ich weiß nicht, wie ich es überleben soll zum zweiten mal alles zu verlieren, was mich am Leben hält.
Meine Ressourcen haben nur für einen Neuanfang gereicht.
Es ist schwer für mich die Geschehnisse und meine Gefühle auf Deutsch so präzise auszudrücken, wie ich es mir wünsche und auf meiner Muttersprache könnte. Ich möchte Sie bitten, sich meine Geschichte anzuhören:
Ich bin eine Mutter, die ihre Tochter seit vier Jahren nicht umarmen durfte. Ich bin eine Frau, die ihr Kind und ihre Heimat infolge von tagelanger Folter durch schwerste sexualisierte Gewalt verlassen musste um ihr Leben zu schützen. Und ich bin ein Mensch in Deutschland, der seit vier Jahren auf eine Perspektive wartet. Als im Januar 2019 mein Asylantrag in Deutschland als unzulässig abgewiesen wurde, habe ich eine Klage eingereicht. Ich habe drei Jahre auf das Urteil warten müssen. Und während ich wartete, baute ich mir ein Leben in Deutschland auf und meine Tochter wuchs im Iran heran zu einer Frau. Es zerbricht mir das Herz sie dabei nicht begleitet haben zu können. Ich vermisse sie jede Sekunde.
In meinem alten Leben im Iran war ich eine angesehene Frau. Ich habe eine gute Bildung genossen und ein aktives und interessantes Leben geführt - beruflich wie privat. Ich habe im Iran Fotografie und Kunst studiert und eine zweijährige Ausbildung an einer Schauspielschule absolviert. Ich habe im Iran insgesamt 17 Jahre Erfahrung in Schauspiel und Kameraführung gesammelt. Als bekannte und erfolgreiche Schauspielerin habe ich mich in der iranischen Kunst- und Kulturszene bewegt, privat war ich stets von Freundinnen und Verwandten umgeben.
Es herrschte - trotz der vielen Schwierigkeiten im Iran - eine Art Zufriedenheit in meinem Leben. Dieses Leben ist vorbei. Es endete als ich eine furchtbare Misshandlung erfuhr, die mein Leben gänzlich zerstörte. Und heute droht mir im Iran der sichere Tod.
Die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in meinem Heimatland sind sehr schwierig. Viele Menschen leiden unter diesen. Ich habe mich dem iranischen Regime als Aktivistin immer wieder mutig in den Weg gestellt. Während meiner letzten Inhaftierung durch die sogenannte Armee der Wächter der Islamischen Revolution, kurz Sepâh oder Pasdaran genannt, bin ich Vergewaltigungen durch Staatsdiener ausgesetzt gewesen. Anlass für die Inhaftierung war ein Video vom Verbrechen des Regimes, dass ich aufnahm.
Ich habe in meiner Zeit in Hamburg schon einiges dahingehend unternommen. Ich konnte und wollte nicht untätig sein. So habe ich bereits im November 2018 nach meiner Ankunft in Hamburg während eines Aufenthaltes im Frauenhaus ehrenamtlich Zeichenunterricht für die Kinder im Frauenhaus gegeben. Im Dezember 2018 begleitete ich eine Aufführung des Frauenchors beim CVJM zu Hamburg e.V. Vom November 2018 bis Dezember 2019 habe ich ehrenamtlich als Fotografin und Filmkamerafrau beim MiGu e.V. und CVJM zu Hamburg e.V. gearbeitet. Für die Europawahlen 2019 habe ich einem Werbefilm gedreht.
Im selben Jahr nahm ich teil an einem Projekt der Körber-Stiftung mit dem Titel,,Hier fühle ich mich zu Hause". Eine mir sehr wichtige Ausdrucksform sind Kurzfilme und Videos, die ich für YouTube oder Instagram produziere. Für den Kurzfilm,,Stop it" habe ich sogar eine Auszeichnung erhalten beim Sahar International Short Film Festival. Der Film zeigt eine performative Protestaktion auf dem Hamburger Rathausmarkt. Ich habe mich symbolisch hängen lassen um auf die Todesopfer der iranischen Regierung aufmerksam zu machen. Ich produziere zudem seit mehreren Jahren Videos zum Thema „Frauenrechte und gesellschaftliche Aspekte" oder wirke in Protestvideos anderer Aktivistinnen und Aktivisten mit. Im Sommer 2021 habe ich in einem Videoclip "Symphony Of Pain" und in einem Kurzfilm mit dem Titel „,7 Minuten und 31 Sekunden" mitgespielt. Das ist längst nicht alles und ich habe weitere Anfragen für politische und künstlerische Projekte erhalten. Momentan bin ich jedoch leider nicht in der psychischen Verfassung diese anzunehmen.
Ich habe Deutsch- und Integrationskurse besucht, eine eigene kleine Wohnung gefunden und einen Führerschein gemacht. Ich habe mich um Arbeit oder freiwilliges Engagement in meinem Kompetenzbereich bemüht und habe viele gute Kontakte geknüpft. Ich hätte Möglichkeiten in Hamburg Fuß zu fassen - dafür habe ich bereits gekämpft. Ich könnte sofort arbeiten, ich hätte viele gute Angebote. Aber ich darf diese Chancen nicht ergreifen.
Das Urteil hat mich - wie seit jeher erwartet worden war - in eine tiefe Krise stürzen lassen. Ich lebe in ständiger Angst.
Ich bitte Sie darum, mir zu helfen, dass ich in Deutschland bleiben könnte.
Seit Wochen habe ich kaum ein Auge zugemacht und wenn ich mal schlafe, quälen mich furchtbare Träume. Ich habe Suizidgedanken - jeden Tag. Es bleibt mir nichts weiter als mit dieser Petition um Hilfe zu schreien.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, Ihre Arbeit und Ihre Zeit.
Sanaz Safaie
(In English)
Ladies and Gentlemen,
Today I turn to you because I find myself in a hopeless situation. With the judgment of the Hamburg Administrative Court of April 21, 2022, I am about to be transferred to France under the Dublin III Regulation.
I ask you to support me by signing this petition.
I don't know how I'm going to survive losing everything that keeps me alive for the second time.
My resources were just enough for a fresh start.
It is difficult for me to express what is happening and my feelings in German as precisely as I wish and could in my mother tongue. I would like you to listen to my story:
I am a mother who has not been allowed to hug her daughter for four years. I am a woman who had to leave her child and her homeland as a result of days of torture through the most severe sexualised violence in order to protect her life. And I am a person in Germany who has been waiting for a perspective for four years. When my application for asylum in Germany was rejected as inadmissible in January 2019, I filed a lawsuit. I had to wait three years for the verdict. And while I waited, I built a life for myself in Germany and my daughter grew into a woman in Iran. It breaks my heart not to have been able to accompany her. I miss her every second.
In my old life in Iran, I was a respected woman. I enjoyed a good education and led an active and interesting life - both professionally and privately. I studied photography and art in Iran and completed a two-year training course at an acting school. I have a total of 17 years of acting and camera work experience in Iran. As a well-known and successful actress, I moved in the Iranian art and culture scene, privately I was always surrounded by friends and relatives.
Despite the many difficulties in Iran, there was a kind of contentment in my life. This life is over. It ended when I experienced horrible abuse that completely devastated my life. And today in Iran I am threatened with certain death.
The political and social conditions in my home country are very difficult. Many people suffer from these. As an activist, I have always courageously stood in the way of the Iranian regime. During my last detention by the so-called Army of Guardians of the Islamic Revolution, known as Sepâh or Pasdaran for short, I was subjected to rape by state officials. The reason for the arrest was a video I recorded of the crimes of the regime.
uring my time in Hamburg I have already done a lot to that effect. I couldn't and didn't want to be idle. In November 2018, after my arrival in Hamburg, I volunteered to give drawing lessons for the children in the women's shelter during a stay in the women's shelter. In December 2018 I accompanied a performance of the women's choir at the CVJM zu Hamburg e.V. From November 2018 to December 2019 I volunteered as a photographer and film camerawoman at MiGu e.V. and CVJM zu Hamburg e.V. I shot a commercial for the 2019 European elections.
In the same year I took part in a Körber Foundation project entitled "Here I feel at home". A form of expression that is very important to me are short films and videos that I produce for YouTube or Instagram. For the short film "Stop it" I even received an award at the Sahar International Short Film Festival. The film shows a performative protest action on Hamburg's Rathausmarkt. I hung myself symbolically to draw attention to the Iranian government's fatalities. I have also been producing videos on the subject of "Women's Rights and Social Aspects" for several years, or I have been involved in protest videos by other activists. In the summer of 2021, I participated in a video clip "Symphony Of Pain" and in a short film entitled ",7 minutes and 31 seconds" played along. That's not all, and I've received more requests for political and artistic projects. At the moment, however, I am unfortunately not in the mental state to accept this.
I attended German and integration courses, found my own small apartment and got my driver's license. I have tried to find work or volunteer work in my area of expertise and have made many good contacts. I would have opportunities to gain a foothold in Hamburg - I've already fought for that. I could work straight away, I'd have a lot of good offers. But I can't take those chances.
As had always been expected, the verdict plunged me into a deep crisis. I live in constant fear.
I ask you to help me to stay in Germany.
I haven't slept a wink for weeks, and when I sleep, I'm tormented by horrible dreams. I have suicidal thoughts - every day. I have no choice but to cry out for help with this petition.
Thank you for your attention, your work and your time.
Sanaz Safaie
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Petition am 16. September 2022 erstellt