Petition updateKeine Abschiebung von Familie T. aus Manching! Gegen rechtsfreie Räume!Aktionstag gegen Abschiebelager! 11. April 2018 Ingolstadt
Thomas Nowotny83071 Stephanskirchen, Germany
Apr 3, 2018
Liebe UnterstützerInnen, Kaum zu glauben: Familie T. muss immer noch in Manching versuchen zu überleben. Mehr als zwei Jahre mit zwei Kleinkindern. In einem Lager, wo Verzweiflung und Gewalt regieren. Wo man sein Zimmer nicht abschließen kann. Wo man kein Essen aufbewahren oder warm machen darf. Kaum zu glauben: Dieses Lager soll bundesweit als Modell dienen für ähnliche Abschreckungs- und Abschiebelager. Gut zu wissen: Wir machen was dagegen! Mit MUT: https://www.mut-bayern.de/event/2018-04-11-kundgebung-abschiebelager-abschaffen-statt-ausweiten/ Es gibt ganz aktuelle Berichte über die Missstände in den Lagern: "Hallo zusammen, hier der letzte Bericht unserer Infomobil-Tour nach Ingolstadt: „Keiner redet hier normal mit uns“ Als wir uns mit unseren frisch gedruckten Infobroschüren vor einem der Lager in Ingolstadt positionieren, wundern wir uns zunächst, dass so viele Kinder im Hof spielen. Sollten sie an einem Dienstagvormittag um 10:45 Uhr nicht eigentlich in der Schule sein? Wir können sie nicht fragen, denn wir dürfen uns dem Zaun des Lagers nicht näher als 5 Meter nähern, sonst schickt uns der Sicherheitsdienst weg. Nachdem wir für einige Zeit draußen mit den Bewohner*innen gesprochen haben, setzt sich ein junger Mann zu uns in das Infomobil. Er leidet unter erheblichen gesundheitlichen Problemen und lebt seit Monaten mit der Angst jederzeit nach Italien abgeschoben zu werden. Er breitet seine unvollständigen Unterlagen vor uns aus. Schnell wird klar: Er braucht Zeit um sich die richtigen Atteste zu besorgen und eine Anwält*in, die ihm dabei hilft die notwendigen Unterlagen zu bekommen und sich überhaupt Klarheit über seine Situation zu verschaffen. Doch er weiß nicht wie er das machen soll: Er bekommt nur 120€ Taschengeld, kann nicht mehr so weit laufen, geschweige denn Fahrrad fahren. Eine ca. 20 –jährige schwanger Frau kommt ebenfalls auf uns zu und bittet um Hilfe. … Hier weiterlesen -> http://www.fluechtlingsrat-bayern.de/berichteeindruecke-infobus.html Außerdem gibt es hier einen Brief einiger Bewohner*innen an die Regierung mit der Bitte in Zukunft im Lager für ihre Kinder kochen zu dürfen. Auf eine Antwort warten sie nun seit Wochen. http://www.fluechtlingsrat-bayern.de/specials.html Zu finden & zu teilen ist das alles auch auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/InfomobilGegenAbschiebelager/ Voraussichtlich werden wir nächsten Freitag am 6.4. wieder nach Ingolstadt fahren. Gruß vom Infomobil M." Zum Schluss die Osterbotschaft von matteo: "Der katholische Kardinal Marx hat zu Begegnung und Freundschaft mit Andersgläubigen und Fremden aufgerufen. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Bedford-Strohm predigte in St. Matthäus zu München gegen Hass und Gewalt. Er zitierte Martin Luther King, der sagte, die Menschenliebe sei nicht naiv. Es ist Ostern. Christus ist wahrhaftig auferstanden. Erlösung und Versöhnung sind angesagt... Endlich: Viele gute österliche Stimmen am Ausgang eines grauen Winters, einem Winter, der oft mit Kälte und kalten Worten daher kam. Nun wollen manche Politiker, zurückgeblieben und verirrt in diesen kalten Tagen noch hartherzige Taten folgen lassen, aber Wir hoffen auf Umkehr - für den neuen Heimatminister in Berlin, der den zu uns Geflüchteten die neue Heimat verweigern will - für den neuen Ministerpräsidenten, der Bayern zum Abschiebeland machen, ein eigenes Abschiebeamt und Abschiebelager errichten möchte, dem rechten Rand nacheifern will... und dabei verlieren wird, sich selbst und seine christlichen Wähler - für alle Politiker in der CSU, die das christliche C in Ihrem Namen verraten und vergessen haben - für die Bürgermeister und Landräte und Bürger von Bamberg, Donauwörth, Ingolstadt und Deggendorf, die noch zu wenig Widerstand gegen die neuen Lager vor ihrer Haustüre leisten - für den neuen Außenminister, der mit einem realistischen Lagebericht die lebensbedrohlichen Abschiebungen nach Afghanistan stoppen sollte - für den Bundestag, der endlich das Bamf zu einer seriösen Entscheidungspraxis zurückbringen könnte - für die, die Mitverantwortung tragen am am Tode von Lamin in Deggendorf Möge Ihnen die Frühlingsluft die Herzen auftauen. Möge ihnen der frische Wind neue Gedanken und Wärme bringen, Ihnen das Osterlicht die Augen und die Osterglocken die Ohren öffnen für neue christliche, menschliche Konzepte und Perspektiven. Ostern 2018 - Deutschland bleibt ein Willkommensland Wir werden ihnen dabei helfen. Wir wollen unverzagt bleiben, gläubig und politisch, nicht beliebig allgemein, sondern ganz konkret: Wir werden im kommenden Frühjahr mit anderen dafür weiterarbeiten, - die lagerähnlichen Transitzentren zu schließen, die neuen sogenannten „ANKER“-Zentren zu verhindern - die Kabul-Flüge zu stoppen - die nächtlichen Abschiebungen zu verbieten - Ausbildung und Integration zu fördern und zu fordern - eine Flüchtlings- und menschenfreundliche Mehrheit in Bayern und Deutschland zu erreichen. Wir Christen und christlich Handelnden in matteo hoffen an diesem Ostermorgen, dass der Aufbruch dieses festlichen Tages neue Kraft geben möge für unsere Arbeit an einer sicheren und menschlichen Zukunft unserer neuer Mitbürger in Deutschland und auch der anderen Geflüchteten, die zurückkehren können und möchten. Am Ostersonntag, den 1. April 2018 Stephan Theo Reichel, Kurator Anne-Kathrin Kapp-Kleineidam Vorstandsvorsitzende matteo - Kirche und Asyl
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