Petition update

Hinweis auf Produzenten von Testkits

Katharina Schüller
München, Germany

Mar 24, 2020 — 

Liebe Unterstützer*innen,

herzlichen Dank für Ihre Hilfe! Ich habe einen interessanten Hinweis per Mail bekommen:

TIB Molbiol in Berlin synthetisiert und verkauft die Kits. Hier zwei Zeitungsartikel:

Ich möchte in diesem Zusammenhang klarstellen, dass es hier nicht darum geht, ein Unternehmen zu "bashen". Aus (mir) unbekannten Gründen werden offensichtlich die möglichen Kapazitäten in Deutschland nicht bereitgestellt, wer auch immer daran "schuld" ist. Ich bin allerdings der Meinung, dass die Politik hier Verantwortung übernehmen kann und muss, indem sie dafür sorgt, dass genügend Testkits für repräsentative Tests zur Verfügung stehen. Es geht nicht um Hunderttausende Tests, sondern um ein paar hundert Tests am Tag. (Flächendeckende Tests würden womöglich zu anderen Problemen führen, wenn wir viele falsch positive Ergebnisse bekämen.)

Wenn wir halbwegs geregelt wieder zu einem "normalen" Leben zurück wollen, brauchen wir diese Tests, um rasch zu erkennen, ob und wie die Maßnahmen greifen. Auch weil ich befürchte, dass sich die Menschen sonst nicht lange genug an die Maßnahmen halten und die Ausbreitung (wieder) außer Kontrolle gerät. Denn die Maßnahmen tun weh, die sieht man. Das Virus nicht.

Wenn wir ehrlich sind, können wir nur sagen, dass wir aufgrund der weitgehend unbrauchbaren Datenlage total unsicher sind, wieviele Erkrankte wir haben und wie sich das ausbreitet. Am Ende bleibt davon aber bei vielen Menschen hängen, dass die Modellrechnungen falsch sind (was wohl im strengen Sinne zutrifft) und die abgeleiteten Maßnahmen deswegen auch falsch sind (obwohl sie vermutlich richtig sind). Hätten wir systematische Tests und repräsentative Daten, könnten wir wohl viel früher wieder die Einschränkungen lockern, einfach weil wir früher Gewissheit hätten, dass und wie gut sie wirken.

Es geht dabei nicht mal nur um die Wirtschaft. Die Isolation ist eine Katastrophe für psychisch kranke Menschen und für Frauen und Kinder (und natürlich auch Männer), die von häuslicher Gewalt bedroht sind.

Danke fürs Lesen und herzliche Grüße

Katharina Schüller


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