Für ein Sozialticket, das seinen Namen verdient!

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Bündnis Sozialticket NRW

Seit Jahren erleben wir eine wachsende Spaltung unserer Gesellschaft in Arm und Reich.
Das Beispiel Mobilität zeigt die Auswirkungen dieser Entwicklung sehr deutlich.
Während die meisten Menschen in unserem Land mit einem günstigen Flugtickets
um die halbe Welt reisen können, haben arme Menschen häufig bereits Schwierigkeiten,
auch nur die örtlichen öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

Denn trotz der Bezuschussung durch das Land NRW entfernt sich der Preis der sog.
Sozialtickets immer weiter von der Bedarfslage derer, für die das Angebot eigentlich
gedacht ist. Heute kosten die „Sozialtickets“ fast überall an die 40 Euro im Monat,
mithin deutlich mehr, als in den gesetzlichen Regelsätzen für die Nutzung öffentlicher
Verkehrsmittel vorgesehen ist. Um diesen Missstand zu beenden, müssen die
Landesmittel auf mindesten 80 Millionen Euro im Jahr aufgestockt werden.

Die Möglichkeit, Busse und Bahnen zu nutzen, ist eine wichtige Voraussetzung dafür,
soziale Kontakte aufrecht zu halten und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Zugang zu einer umweltschonender Mobilität für alle Menschen muss eine
Selbstverständlichkeit werden.

Fakten:
In NRW sind 2,1 Mio. Menschen für ihren Unterhalt ganz oder zumindest teilweise auf
Leistungen aus den gesetzlichen Mindestsicherungssystemen angewiesen.
- Im Harz IV Regelsatz sind 28,39 € im Monat für Fahrten mit dem ÖPNV vorgesehen.
Asylbewerberleistungen liegen 15% darunter. Im VRR kostet das sogenannte „Sozialticket" 38,65 €.
Es fehlen 10,26 € im Monat!
- Neben den hohen Kosten für das Ticket kommt hinzu, dass die Reichweite des Tickets nicht
ausreicht. So kommen arme Menschen mit einem teuren „Sozialticket" nicht über ihren Landkreis
oder Stadt hinaus. Verwandte und Freunde bleiben unerreichbar!
- Die Preisentwicklung für das sogenannte „Sozialticket“ ist asozial! Bei der Einführung Ende
2011 kostete es 29,90 €. Das sind knapp 30% in 7 Jahren.