

In Deutschland gibt es über 100 Schliefenanlagen, in denen kleine, raubwildscharfe Jagdhunde mit lebenden Füchsen die Jagd am Fuchsbau üben. Ein echtes Guantánamo für Füchse.
Die Übungen für den Jagdterrier oder den Teckel laufen so ab: Zunächst wird der Fuchs in eine Tunnelröhre "eingeschlieft". Die Jäger öffnen dann oben liegende Klappen des Tunnelsystems und treiben den Fuchs mit Stöcken vor sich her, bis er im Kessel angekommen ist. Dann folgt der Hund seiner Spur durch das Gangsystem bis zum Dreh- oder Rundkessel (siehe Abbildung oben). Der Hund soll dann, vom Fuchs durch einen Schieber getrennt, fünf Minuten lang vorliegen und den Fuchs verbellen. Danach wird die Sperre gelöst, so dass der Hund den Schieber weiter in Richtung des Fuchses drücken und ihn dadurch noch massiver bedrängen kann. Erst dann wird ein weiterer Schieber gelöst, der dem Fuchs den Fluchtweg in die Abfangbox eröffnet.
Für den Fuchs, der ein Fluchttier ist, ist das der reinste Terror. Auf Filmaufnahmen sieht man seine Angst: Die Ohren sind angelegt, er atmet schwer und schnell, der Kopf nickt pulssynchron mit schnellem Puls, die Muskulatur ist angespannt, beim Bellen des Hundes zuckt der Fuchs wiederholt zusammen. Seine Situation ist aussichtslos.
Wir haben in Zusammenarbeit mit Veterinärämtern bereits Füchse wegen nicht artgerechter Haltung aus entsprechenden Teckel- oder Terrier-Clubs in Wildtierstationen übernehmen können. Rechtsverfahren gegen einzelne Schliefenanlagenbetreiber sind bisher aber erfolglos geblieben. Wir kämpfen weiter! Deshalb unsere Bitte an Sie: Unterzeichnen Sie unsere Petition oder unterstützen Sie uns mit einer Spende für den weiteren Einsatz gegen die Baujagd und für die Schließung der Schliefenanlagen in Deutschland.
Ausführliche Information zu Schliefenanlagen und zur Baujagd auf unserer Petitionsseite.
Viele Grüße, Lovis Kauertz
Wildtierschutz Deutschland e.V.