Michael Martens (FAZ) sollte entlassen werden !!!

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Das Problem

TITEL: Michael Martens (FAZ) entlassen! 15.08.2026

Ein Journalist, der den ukrainischen Präsidenten fragt, was „wir Europäer“ tun könnten, um beim Töten weiterer russischer Soldaten zu helfen, überschreitet für mich die Grenze zwischen kritischem Journalismus und persönlicher Parteinahme.

📍 Was ist passiert?

Am 8. August 2026 stellte Michael Martens, Südosteuropa-Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), auf einer Pressekonferenz in Belgrad nach dem Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić folgende Frage:

„Was können wir Europäer konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten – natürlich mehr russische Soldaten?“

Die Klarstellung „natürlich mehr russische Soldaten“ gehört ausdrücklich zum vollständigen Wortlaut seiner Frage. Es ging damit nicht um russische Zivilisten oder um Menschen allein aufgrund ihrer Nationalität, sondern um Soldaten der russischen Streitkräfte im Krieg zwischen Russland und der Ukraine.

🔴 Wie hat Michael Martens seine Frage erklärt?

Martens räumte später ein, dass seine Formulierung mit „wir Europäer“ ein Fehler gewesen sei. Nach seiner Erklärung hätte er journalistisch korrekt fragen müssen, was die europäischen Staaten tun könnten.

Zudem erklärte Martens, seine Formulierung habe an eine Winston Churchill zugeschriebene Aussage aus dem Zweiten Weltkrieg angeknüpft.

Auch die FAZ bezeichnete die Frage später als missverständlich formuliert und bedauerte die Formulierung. Nach Darstellung der Zeitung bezog sie sich auf die Debatte darüber, wie die russische Armee durch militärische Verluste unter Druck gesetzt und Russland zu Friedensverhandlungen bewegt werden könne. Die FAZ erklärte außerdem, es sei nicht ihre redaktionelle Linie, dass möglichst viele russische Soldaten getötet werden sollten.

⚖️ Warum ich die Äußerung trotzdem für inakzeptabel halte

Zwischen Russland und der Ukraine finden militärische Kampfhandlungen statt. Unabhängig von der politischen Bewertung dieses Konflikts muss es möglich sein, die Sprache und das Rollenverständnis eines deutschen Journalisten kritisch zu hinterfragen.

Für mich liegt das zentrale Problem in den Worten „wir Europäer“ und „Ihnen zu helfen“. Ein Journalist sollte die politischen und militärischen Verantwortlichen kritisch befragen, sich aber sprachlich nicht selbst zum Teil einer Kriegspartei oder einer militärischen Zielsetzung machen.

Es besteht für mich ein erheblicher Unterschied zwischen den Fragen:

„Was können europäische Staaten zur militärischen Unterstützung der Ukraine beitragen?“

und:

„Was können wir Europäer konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr russische Soldaten zu töten?“

Auch wenn Martens die russischen Streitkräfte meinte und seinen Fehler bei der Formulierung mit „wir Europäer“ später eingeräumt hat, halte ich diese Wortwahl für unvereinbar mit der notwendigen journalistischen Distanz.

Die nachträgliche Erklärung ändert für mich nichts daran, dass ein Korrespondent eines bedeutenden deutschen Medienhauses auf einer internationalen Pressekonferenz nicht als Teil eines militärischen „Wir“ auftreten sollte.

Journalismus muss gerade in Kriegszeiten kritisch, sachlich und unabhängig bleiben. Die Aufgabe eines Journalisten besteht darin, Fragen zu stellen und politische Entscheidungen zu hinterfragen – nicht darin, sich sprachlich mit dem militärischen Ziel einer Konfliktpartei gemeinzumachen.

Kaum ein Jahrhundert nach dem Zweiten Weltkrieg wiegt es für mich besonders schwer, wenn ein deutscher Journalist öffentlich danach fragt, wie „wir Europäer“ dabei helfen können, noch mehr Soldaten eines anderen Landes zu töten.

Die Kritik dieser Petition richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Pressefreiheit und rechtfertigt keinerlei Beleidigungen, Bedrohungen oder persönlichen Angriffe gegen Michael Martens. Es geht ausschließlich um seine öffentliche Äußerung, sein journalistisches Rollenverständnis und die Frage, welche beruflichen Konsequenzen die FAZ daraus ziehen sollte.

✍️ Meine Forderung

Ich fordere die Chefredaktion und die Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf, sich unmissverständlich von dieser Formulierung zu distanzieren, personelle Konsequenzen zu ziehen und die Zusammenarbeit mit Michael Martens zu beenden.

Sein nachträgliches Eingeständnis, dass die Formulierung mit „wir Europäer“ ein Fehler gewesen sei, nehme ich zur Kenntnis. Nach meiner Auffassung reicht diese Erklärung jedoch nicht aus, um das beschädigte Vertrauen in seine journalistische Distanz wiederherzustellen.

Unterschreibe diese Petition, wenn du ebenfalls der Meinung bist:

Journalisten dürfen kritisch über Kriege berichten und jede Seite hart befragen. Sie sollten sich aber weder sprachlich noch politisch zum Bestandteil einer militärischen Zielsetzung machen.

Initiator: Deniz Karabağ

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