Petition update

Eine Messlatte für Moral? #Pferdekutschenverbot

Julia Maier
Germany

Sep 26, 2016 — Am 18.09. habe ich, der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. Berlin, das PETA Streetteam Berlin, Aktion Fair Play, ehrenamtliche Mitarbeiter vom TVB / Tierschutzverein für Berlin und viele weitere Personen ein Zeichen für ein Pferdekutschenverbot in Berlin gesetzt.

Dies war sicherlich nicht die letzte Demonstration zu diesem Thema, da an diesem Tag ebenfalls in Berlin ein neuer Senat gewählt wurde. Und es ist vielleicht zu hoffen, dass der neue Berliner Senat und das Abgeordnetenhaus dem Pferdekutschenverbot offener gegenüberstehen als der bisherige Senat aus SPD/CDU, für den Tierschutz in den letzten fünf Jahren kein Thema war.

Für alle, die nicht dabei waren - hier zunächst meine Eröffnungsrede:

“Mir geht es darum, dieses Elend nicht nur zu reduzieren, so wie es die Berliner Leitlinien für Pferdekutschen aus dem Jahre 2009 vorsehen, sondern tatsächlich zu beenden. In diesem Thema muss eine Bewusstseinsänderung stattfinden. Und das kann man nicht mehr nur einzelnen Tierschützern überlassen, die sich in entsprechenden Kampagnen dafür einsetzen. Hier ist ganz klar die Politik am Zug, endlich entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Es gibt Menschen, die im Vorfeld zu mir gesagt haben: Frau Maier, warum kümmern Sie sich nicht um die wirklich wichtigen Dinge? Pferderennen, Ponykarussells, Qualtransporte in die Türkei, Blutfarmen in den USA.
Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass sich solche Menschen weder für das eine, noch für das Andere selber einsetzen. Und wir müssen uns jeden Tag daran erinnern, dass Leid nicht mit Leid vergleichbar ist. Wenn wir tatsächlich eine Messlatte für unsere Moral brauchen, haben wir uns ein Armutszeugnis ausgeschrieben”.


Meine Rede während den Die-Ins:
“Berlin- hat seine Kutschpferde vergessen.
Dies ist keine Demonstration gegen Berlin. Aber: Es ist eine Protestveranstaltung gegen das Schweigen
und die Ignoranz des Senates von Berlin was die Kutschpferde betrifft.
Es ist ein Protest gegen die Letargie.
All die Menschen und Plakate hier sind ein stummer Aufschrei für die, die nicht gehört werden.

Berlin – hat die Kutschpferde verraten.
Unsere Hauptstadt lässt alle Welt glauben, dass die Leitlinien aus dem Jahre 2009 eine Genugtuung sei.
Eine Farce; eine Utopie – die bis heute nicht korrigiert wurde.
Wie Albert Schweitzer lehrt: Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die
Leiden die es erduldet, uns ALLE an.
Ich frage Sie: Wie lange noch, wollen wir akzeptieren dass der Berliner Senat die stillen Leiden der Kutschpferde duldet und untätig zusieht, während in den lärmenden, stickigen und tierfeindlichen Straßen Berlins eingespannte Pferde vor Erschöpfung zusammenbrechen?

Berlin – hat seine Kutschpferde vergessen.
Seit der Abgabe meiner Petition im Ausschuss vor über sage und schreibe 5 Monaten; wartet die Bevölkerung auf das endgültige Verbot dieser zügellosen Tortur. Wie viel Hoffnung wurde gehegt, dass man sich nun endlich für die Pferde einsetzt? Bis zum heutigen Tag warten über 77.000 Bürger auf eine Antwort und der Befürwortung des Verbotes.

Berlin jedoch – schweigt.
Die Stadt schweigt zu den grauenhaften Missständen, die hier im Tierschutz herrschen.
Sie verschließt die Augen vor denen, die Ihre Touristen halbblind durch den Gestank ziehen.
Sie ignoriert den Tod derer, die bei hochsommerlicher Hitze oder klirrender Kälte vor Erschöpfung auf dem dreckigen, harten Asphalt zusammenbrechen.
Weil Berlin schweigt, nimmt Sie die Gefahr eines unkontrollierbaren Gespannes weiterhin letargisch in Kauf.
Pferde- als auch Menschen, wurden bereits schwerst verletzt und getötet.
Es ist so leicht- sich aus der Verantwortung zu ziehen.
Es ist bequem – andere, für die eigene Faulheit arbeiten zu lassen.
Ein Fluchttier zu zwingen, mit Menschen besetze Kutschen zu ziehen, hat nichts romantisches an sich.
Es ist und bleibt: Einfach nur grausam.
Die Kutscher wollen uns glauben machen, dass Pferde die zu müde, alt oder krank sind um schweres zu tragen auf grüne Weiden und in ein liebevolles zu Hause kommen.
Die tödliche Wahrheit ist: Profit vor Tierwohl. Die meisten, ausrangierten Kutschpferde landen auf dem Schlachthof. Oder bei Hundefutterherstellern.

ES GIBT KEINE ARTGERECHTE HALTUNG VON PFERDEN IM STRAßENVERKEHR!

Henry Baston lehrt Wahres:
Kein Mensch, hat das Recht über Pferde zu urteilen.
Sie stammen aus einer Welt, die älter und vollständiger war als unsere.
Ihre Erscheinung ist besser und vollständiger.
Sie haben Eigenschaften, die wir verloren oder nie erreicht haben.
Sie sind keine Untertanen.
Sie gehören einer ganz anderen Nation an.
Und sind nur durch Zufall mit uns zugleich ins Netz der Zeit gefallen, wo wir Plage und Glanz zugleich für die Erde sind.”

Diese Aktion war nur ein weiterer Vorstoß in Richtung endgültigem Verbot. Ich hoffe, Ihr seid weiterhin mit an Bord um diese Tierqual endlich zu beenden !

Ich bedanke mich bei all den Unterstützern vor Ort, die so viel Herzblut und Engagement gezeigt haben! Ein besonderes Dankeschön richte ich an Rolf Kohnen / BMT e.V. ; meinem Mitorganisator der sich ebenso für dieses Thema mit allen Kräften einsetzt. Ihr alle macht diese Welt zu einem besserem Ort.

Eure Julia


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