Fahrradstation bleibt!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 50.000.


Seit 19 Jahren betreibe ich den kleinen Fahrradladen “Fahrradstation” auf der Bergmannstraße in Berlin.

Wegen eines versehentlichen Mietrückstandes im Winter letzten Jahres in Höhe von 160 EUR wurde mir ohne weitere Vorwarnung von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG gekündigt. Leider hat ein Gericht diese Kündigung bestätigt.

Daher brauche ich Eure Unterstützung, um die GEWOBAG doch noch zu überzeugen, die Kündigung rückgängig zu machen.

"Die Welt mit Fahrrädern glücklich machen" - Unter dem Motto "Berlin by Bike" habe ich einst die Fahrradstation im Jahr 1992 mitgegründet.

Es begann mit einer kleinen Garage im Berliner Bezirk Kreuzberg.  Eine Art "Fahrrad-Dienstleistungszentrum" in einem zentralen City-Bahnhof sollte der Ausgangspunkt sein und schrittweise zu einem flächendeckenden Netz von Stationen weiterentwickelt werden, die den Umstieg auf umwelt- und stadtverträgliche Transportformen komfortabel und angenehm machen. Dieser Grundidee fühlt sich die Fahrradstation bis heute verpflichtet: Die Förderung und Verbreitung des Fahrrades als das bessere Verkehrsmittel ist das Ziel.

Seit über 20 Jahren engagiert sich die Fahrradstation für die Erst-Ausbildung und die Inklusion von Menschen mit Einschränkungen. 72 Auszubildende in fünf Berufen und die Inklusion zahlreicher Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen in den normalen Berufsalltag - mit der brutalen und vollständig unverhältnismäßigen Kündigung der Gewobag wird dieses Engagement nicht gewürdigt, sondern bestraft.

Täglich werden inhabergeführte kleine Geschäfte geschlossen, die mit ihrem persönlichen und individuellen Angebot unser liebens- und lebenswertes Wohnumfeld ausmachen. Drastische Mietpreiserhöhungen von 20, 50 ja über 100% und willkürliche Vermieterkündigungen sind in 90% der Fälle die Ursache. Neben der Verödung unserer Stadtteile und ganzer Innenstädte mit einer Monokultur von immergleichen Gastronomien, Ketten und Ein-Euro-Shops stehen persönliche Schicksale hinter den Geschäftsschließungen: Die Lebenswerke, 20, 40 und mehr Jahre harte Arbeit der Inhaber und Ihrer Familien, die Geschichte von Traditionsanbietern, die oft schon in zweiter Generation am Ort arbeiten, werden mit willkürlichen Vermieterverhalten und drastischen Mieterhöhungen einfach weggewischt, wertlos gemacht und unwiederbringlich vernichtet.

Für eine lebenswerte Stadt und die menschenwürdige Behandlung kleiner Geschäftsbetreiber!

Gegen die Zerschlagung der Vielfalt von Nachbarschaften - Fahrradstation bleibt!

 



Heute: Stefan verlässt sich auf Sie

Stefan Neitzel benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Michael Müller: Gegen die Zerstörung gewachsener Strukturen in unserem Stadtteil - Fahrradstation bleibt! @klauslederer @RamonaPop @spdberlin”. Jetzt machen Sie Stefan und 38.317 Unterstützer/innen mit.