Pornopornös - make LOVE. not porn.

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 100.


Liebe Männer, wir haben ein Problem!

25. % aller Aufrufe im Netz haben pornografischen Inhalt. Ein heutiger Jugendlicher schaut durchschnittlich mit 11 Jahren seinen ersten Porno. Drei von vier Jugendlichen unter 30 Jahren schauen regelmäßig Pornos.

Ich selbst wurde über Pornografie sexuell aufgeklärt. Lange Zeit habe ich gedacht, dass das was in den meisten Pornos zu sehen ist, ganz normaler sexueller Kontakt zwischen Menschen sei. Ich habe schmerzhaft erfahren müssen, dass Pornos nichts mit "Liebe machen" zu tun haben. Stattdessen habe ich durch die Bilder, die ich konsumiert habe, sexistische Rollenbilder verinnerlicht und keine echte Intimität zulassen zu können. Ich habe gemerkt, dass pornografische Bilder, in denen vor allem Frauen zu Objekten gemacht werden, mich gehindert haben, authentisch mit Ihnen in Kontakt zu gehen und nicht nur irgendetwas nachzuspielen. Und vor allem nicht nur mein Liebesleben verändert haben, sondern mein GESAMTES Frauenbild. Objektivierende Pornographie ist für mich die Spitze des Eisbergs “Patriarchat”.


Und die Bilder sind immer noch in mir. Doch ich habe gemerkt, sobald ich darüber spreche, verlieren sie ihre Macht. Deswegen, lasst uns über Pornos reden!

So wie mir geht es Millionen Jugendlichen. Ich kenne viele Jungs die täglich Pornografie konsumieren. Pornos gehören bei manchen zum Alltag wie Essen, Trinken oder Schlafen. Kann man in einem solchen Fall nicht auch schon von Sucht sprechen? Selbst wenn es pro Tag nur 15 Minuten sind?


Dabei ist keine Sucht so unerforscht wie die Pornografie. Sie ist das Tabutthema in unserer Gesellschaft. Schmuddelthema.

Aus diesem Grund habe ich mit meiner Band "Actio Grenzgänger" den Song "Pornopornös" geschrieben. Darin singen wir aus Sicht eines Vierzehnjährigen, der sich an der Vielfalt des Landes Porno erfreut. Wir haben den Song explizit überspitzt geschrieben, um auszusprechen, was viele Millionen Jugendliche teilweise täglich sehen, aufnehmen und nachspielen. Dieser Zustand macht mich sehr traurig, weil das meine gesamte Generation betrifft. Ich will keine Pornos verteufeln und auch niemanden, der welche konsumiert. Ich möchte das Schweigen brechen. Ich möchte das wir endlich über Pornografie sprechen, über echte Sexualität und Intimität und über die Rolle des Mannes im Patriarchat. Let's Talk Sex.


Liebe Männer, wo ist die Debatte über dieses Thema? Wo ist die Männerbewegung, die sich auf den Weg macht? Wo sind die Männer die den Sexismus beenden wollen? Lasst uns bitte anfangen. Jetzt. Deshalb ist diese Petition keine normale Petition. Diese Petition richtet sich an denjenigen/ diejenige, der/ die sie unterschreibt.


Überlege dir gut, ob du die Verpflichtung mit dir selbst eingehen willst.


Mit meiner Unterschrift unter dieser Petition möchte ich:


1. Menschen nicht mehr als Objekte sehen und alte Geschlechterbilder ablegen

2. Meinen Konsum pornografischer Bilder, die Menschen objektivieren verringern oder ganz beenden

3. Mit meinem/r Partner/in über die aus Pornos übernommenen Bildern in mir sprechen

4. In jedem Moment herausfinden welche Begegnung ich wirklich will: oberflächlich/schnell oder tiefgehend/authentisch

5. Die Suchtgefahr von Pornografie nicht leugnen

6. Menschen nicht ihre Gefühle absprechen und sie einladen, zu zeigen was sie fühlen, egal ob männlich, weiblich, divers.

Mit meiner Unterschrift stelle ich mich gegen Sexismus jeglicher Art. Ich verpflichte mich keinen Menschen für meine Begierde oder meine Bedürfnisse zu benutzen. Ich gehe verantwortlich mit meinen Bildern, Wünschen und Bedürfnissen um.


Es beginnt mit DEINER Unterschrift. Bist du dabei? Make LOVE, not porn.


#Pornopornös #makeLOVEnotporn #aufstandderjugend #fcksexism #notopatriarchy

Euer

Simon