

Menschenwürde statt Häme: Roland Kraus soll sein Stadtratsmandat niederlegen
Das Problem
Am 27.07.2026 veröffentlichte beziehungsweise teilte das Facebook-Konto „Ro Li“, das nach unseren Informationen dem Schwandorfer Stadtratsmitglied Roland Kraus zuzuordnen ist, einen Beitrag in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit dem tödlichen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day. Dieser Beitrag wurde nun gelöscht.
Das veröffentlichte Bild zeigt eine Person mit einem blutrot gestalteten Schild und der Aufschrift:
„Ist es den Bunten jetzt bunt genug oder geht noch mehr?“
Der Beitrag wurde mit den Worten kommentiert:
„WIR SCHAFFEN DAS…..leider nicht!! – beunruhigt.“
Bei dem Anschlag auf den Berliner CSD wurde ein Mensch getötet und zahlreiche weitere Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Der Angriff richtete sich gegen eine Veranstaltung, auf der Menschen friedlich für Gleichberechtigung, gesellschaftliche Akzeptanz und ein Leben ohne Diskriminierung eintraten.
Vor diesem Hintergrund verstehen wir die Kombination aus blutiger Bildsprache, der Bezeichnung queerer Menschen beziehungsweise politischer Gegner als „die Bunten“ und der Frage, ob „noch mehr“ geschehen müsse, als geschmacklose und menschenverachtende Verhöhnung der Betroffenen.
Die Opfer eines tödlichen Anschlags dürfen nicht als Pointe, Provokation oder Mittel der politischen Stimmungsmache benutzt werden.
Kritik an islamistischem Extremismus, an Sicherheitsbehörden oder an politischen Entscheidungen ist legitim und notwendig. Sie darf jedoch nicht damit verbunden werden, die angegriffene queere Gemeinschaft herabzuwürdigen oder das Leid von Getöteten und Verletzten für Häme und politische Feindbilder zu instrumentalisieren.
Roland Kraus ist seit Mai 2026 gewähltes und vereidigtes Mitglied des Schwandorfer Stadtrats. Mit einem kommunalen Mandat geht eine besondere öffentliche Verantwortung einher. Stadtratsmitglieder vertreten nicht nur ihre eigene Partei oder ihre persönliche Anhängerschaft, sondern tragen Verantwortung gegenüber der gesamten Schwandorfer Stadtgesellschaft.
Ein Beitrag dieser Art erschüttert aus unserer Sicht das Vertrauen darin, dass Roland Kraus dieser Verantwortung mit dem erforderlichen Respekt gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern gerecht werden kann. Besonders queere Menschen in Schwandorf müssen darauf vertrauen können, dass ihre gewählten Vertreter sie nicht verspotten, entmenschlichen oder angesichts tödlicher Gewalt zum Gegenstand politischer Häme machen.
Wir fordern daher:
Roland Kraus soll sein Mandat im Schwandorfer Stadtrat unverzüglich niederlegen.
Darüber hinaus fordern wir:
eine eindeutige öffentliche Entschuldigung gegenüber den Betroffenen des Anschlags und der queeren Gemeinschaft,
die Löschung beziehungsweise öffentliche Rücknahme des Beitrags,
eine klare öffentliche Distanzierung des Schwandorfer Stadtrats, des Oberbürgermeisters und des zuständigen AfD-Kreisverbands,
die Prüfung aller rechtlich zulässigen Konsequenzen hinsichtlich seiner Funktionen in Ausschüssen, Zweckverbänden und sonstigen kommunalen Gremien.
Diese Petition ist keine Forderung nach dem Verbot einer politischen Meinung. Sie ist eine Forderung nach politischer Verantwortung.
Wer ein öffentliches Mandat ausübt, muss sich daran messen lassen, wie er über Menschen spricht, die gerade Opfer von Gewalt geworden sind. Die Verhöhnung und Instrumentalisierung dieser Opfer ist mit der Verantwortung eines Stadtratsmitglieds aus unserer Sicht nicht vereinbar.
Schwandorf muss eine Stadt bleiben, in der die Menschenwürde jedes Einzelnen geachtet wird. Unabhängig von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung.
Deshalb fordern wir Roland Kraus auf:
Legen Sie Ihr Stadtratsmandat nieder.

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Das Problem
Am 27.07.2026 veröffentlichte beziehungsweise teilte das Facebook-Konto „Ro Li“, das nach unseren Informationen dem Schwandorfer Stadtratsmitglied Roland Kraus zuzuordnen ist, einen Beitrag in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit dem tödlichen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day. Dieser Beitrag wurde nun gelöscht.
Das veröffentlichte Bild zeigt eine Person mit einem blutrot gestalteten Schild und der Aufschrift:
„Ist es den Bunten jetzt bunt genug oder geht noch mehr?“
Der Beitrag wurde mit den Worten kommentiert:
„WIR SCHAFFEN DAS…..leider nicht!! – beunruhigt.“
Bei dem Anschlag auf den Berliner CSD wurde ein Mensch getötet und zahlreiche weitere Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Der Angriff richtete sich gegen eine Veranstaltung, auf der Menschen friedlich für Gleichberechtigung, gesellschaftliche Akzeptanz und ein Leben ohne Diskriminierung eintraten.
Vor diesem Hintergrund verstehen wir die Kombination aus blutiger Bildsprache, der Bezeichnung queerer Menschen beziehungsweise politischer Gegner als „die Bunten“ und der Frage, ob „noch mehr“ geschehen müsse, als geschmacklose und menschenverachtende Verhöhnung der Betroffenen.
Die Opfer eines tödlichen Anschlags dürfen nicht als Pointe, Provokation oder Mittel der politischen Stimmungsmache benutzt werden.
Kritik an islamistischem Extremismus, an Sicherheitsbehörden oder an politischen Entscheidungen ist legitim und notwendig. Sie darf jedoch nicht damit verbunden werden, die angegriffene queere Gemeinschaft herabzuwürdigen oder das Leid von Getöteten und Verletzten für Häme und politische Feindbilder zu instrumentalisieren.
Roland Kraus ist seit Mai 2026 gewähltes und vereidigtes Mitglied des Schwandorfer Stadtrats. Mit einem kommunalen Mandat geht eine besondere öffentliche Verantwortung einher. Stadtratsmitglieder vertreten nicht nur ihre eigene Partei oder ihre persönliche Anhängerschaft, sondern tragen Verantwortung gegenüber der gesamten Schwandorfer Stadtgesellschaft.
Ein Beitrag dieser Art erschüttert aus unserer Sicht das Vertrauen darin, dass Roland Kraus dieser Verantwortung mit dem erforderlichen Respekt gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern gerecht werden kann. Besonders queere Menschen in Schwandorf müssen darauf vertrauen können, dass ihre gewählten Vertreter sie nicht verspotten, entmenschlichen oder angesichts tödlicher Gewalt zum Gegenstand politischer Häme machen.
Wir fordern daher:
Roland Kraus soll sein Mandat im Schwandorfer Stadtrat unverzüglich niederlegen.
Darüber hinaus fordern wir:
eine eindeutige öffentliche Entschuldigung gegenüber den Betroffenen des Anschlags und der queeren Gemeinschaft,
die Löschung beziehungsweise öffentliche Rücknahme des Beitrags,
eine klare öffentliche Distanzierung des Schwandorfer Stadtrats, des Oberbürgermeisters und des zuständigen AfD-Kreisverbands,
die Prüfung aller rechtlich zulässigen Konsequenzen hinsichtlich seiner Funktionen in Ausschüssen, Zweckverbänden und sonstigen kommunalen Gremien.
Diese Petition ist keine Forderung nach dem Verbot einer politischen Meinung. Sie ist eine Forderung nach politischer Verantwortung.
Wer ein öffentliches Mandat ausübt, muss sich daran messen lassen, wie er über Menschen spricht, die gerade Opfer von Gewalt geworden sind. Die Verhöhnung und Instrumentalisierung dieser Opfer ist mit der Verantwortung eines Stadtratsmitglieds aus unserer Sicht nicht vereinbar.
Schwandorf muss eine Stadt bleiben, in der die Menschenwürde jedes Einzelnen geachtet wird. Unabhängig von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung.
Deshalb fordern wir Roland Kraus auf:
Legen Sie Ihr Stadtratsmandat nieder.

Die Entscheidungsträger*innen
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Petition am 29. Juli 2026 erstellt