Обновление к петицииALTERSARMUT 43%Rente ist zu wenig !Änderung des GG 12a-wie es die AEMR in Art. 23 besagenIn Deutschland bleibt besonders wenig Netto vom Brutto
Marko KielingAL, Германия
15 апр. 2019 г.

Nur belgische Arbeitnehmer behalten von ihrem Lohn noch weniger als die deutschen. Die OECD sorgt sich zudem um den sinkenden Lebensstandard der Mittelschicht.

 

Berlin.Die deutschen Arbeitnehmer zahlen so viel Sozialabgaben und Steuern wie kaum andere Beschäftigte in Industrieländern. Nur in Belgien ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto noch größer, jedenfalls für alleinstehende kinderlose Arbeitnehmer. Das zeigt die neue Ausgabe der jährlichen Studie „Taxing Wages“ der Industrieländerorganisation OECD.

Gleichzeitig treibt die OECD-Ökonomen eine wachsende Sorge um die Mittelschicht. Eine fast zeitgleich veröffentlichte Mittelschicht-Studie zeigt, dass die Mittelschicht in fast allen Industriestaaten gesunken ist: Weil die mittleren Einkommen in den vergangenen zehn Jahren nur um 0,3 Prozent jährlich gestiegen sind, während gleichzeitig Wohnkosten erheblich zulegten.

Hauspreise nämlich sind im Durchschnitt der Industrieländer seit 1990 um ein Viertel gestiegen und damit dreimal so schnell wie die mittleren Einkommen. In Deutschland immerhin ist die Mittelschicht mit 64 Prozent der Bevölkerung weiterhin etwas größer als im OECD-Durchschnitt von 61 Prozent. 

Die OECD vergleicht in der Steuer-Studie die Kluft zwischen dem Arbeitgeber-Bruttolohn zum Arbeitnehmer-Nettoeinkommen: Einkommensteuer, Sozialbeiträge, aber auch die wichtigsten Zahlungen aus dem Sozialsystem fließen ein.

Für alleinstehende Durchschnittsverdiener ohne Kinder beträgt diese von der OECD „Steuer-Keil“ („tax wedge“) genannte Kluft 49,5 Prozent. Das ist der zweithöchste Wert nach Belgien mit 52,7 Prozent.

Italien und Frankreich folgen in diesem Ranking mit je knapp 48 Prozent. Im OECD-Durchschnitt beträgt die Steuer- und Abgabenlast dagegen nur 36,2 Prozent.

Der Effekt von Ehegattensplitting und Mitversicherung in der Krankenkasse ist dabei hoch: Ein Doppelverdiener-Elternpaar mit zwei Kindern zahlt kaum weniger als ein kinderloser Single: Der Steuer-Keil liegt für sie bei 42,6 Prozent.

Weil sich für dieses Paar die Arbeit meist der Frau netto kaum lohnt, kritisieren internationale Organisationen wie die OECD und der IWF Deutschland seit Jahren für diese Struktur der Steuern: Sie sei ein Fehlanreiz für die Erwerbsbeteiligung von Frauen.

Handelsblatt vom 11.04.2019

Quelle:

https://www.handelsblatt.com/politik/international/industrielaender-vergleich-in-deutschland-bleibt-besonders-wenig-netto-vom-brutto/24208048.html

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