Mise à jour sur la pétitionALTERSARMUT 43%Rente ist zu wenig !Änderung des GG 12a-wie es die AEMR in Art. 23 besagenBericht zur Rente mit 67 Immer länger arbeiten? Die Mehrheit sagt "nein!"
Marko KielingAL, Allemagne
29 nov. 2018

Die Rente mit 67 ist seit langem beschlossen, eine noch höhere Altersgrenze wird diskutiert. Der Blick auf die Lebenswirklichkeit der Beschäftigten zeigt: Die Debatte ist lebensfern - und bedeutet nichts anderes als Rentenkürzungen.
Für die Bundesregierung ist die Sache klar: Die Rente mit 67 ist nicht nur "notwendig", sie ist auch "vertretbar". So steht es in einem Bericht zur Anhebung des Rentenalters, den das Bundeskabinett jetzt beschlossen hat. Der Bericht erscheint bereits zum dritten Mal. Und jedes Mal fällt das Fazit ähnlich positiv aus.

Im aktuellen Papier wird aufgezählt, dass immer mehr ältere Menschen arbeiten. Bei den 60 bis 64-Jährigen waren es im vergangenen Jahr rund 58 Prozent. Im Jahr 2000 lag die Quote nur bei 20 Prozent. Nach Ansicht der Bundesregierung wird die Arbeitswelt immer altersgerechter. Ein längeres Erwerbsleben sei für die Beschäftigten keine Bedrohung, sondern "eine Chance auf mehr Wohlstand und Teilhabe".

Also alles gut?
 
Belastungsgrenze in Sicht
Wer sich im Land umhört, bekommt einen anderen Eindruck. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der IG Metall zeigt: Knapp zwei Drittel der Menschen in Deutschland glauben nicht, das sie ihre derzeitige Tätigkeit bis zum Alter von 67 Jahren ausüben können. Von den befragten Arbeitern sind sogar 72 Prozent dieser Meinung.

Folglich hält es auch kaum jemand für sinnvoll, das Renteneintrittsalter noch weiter anzuheben: Nur jeder Zehnte ist dafür, 87 Prozent der Befragten dagegen. Auch hier ist die Mehrheit bei die den Arbeitern am größten: 95 Prozent von ihnen lehnen eine weitere Anhebung des Rentenalters ab.

Dass die Ablehnung unter Arbeitern am deutlichsten ist, verwundert kaum. Um arbeiten zu können, muss man fit sein. Das betrifft körperlich belastende Berufe besonders.

Wenn Ökonomen auf die steigende Lebenserwartung verweisen, übersehen sie oft: Entscheidend ist die sogenannte "beschwerdefreie Lebenserwartung". So nennen Bevölkerungsforscher die Zeitspanne ohne körperliche oder geistige Einschränkungen. Die beschwerdefreie Lebenserwartung liegt in Deutschland im Schnitt bei rund 56 Jahren.

Viele Menschen können gar nicht länger arbeiten, auch wenn sie statistisch gesehen älter werden. Schon heute schaffen es viele nicht bis zum regulären Rentenalter. Ein weiter steigendes Rentenalter bedeutet für sie eine Rentenkürzung. Sie müssen vorzeitig in Ruhestand gehen, mit hohen Abschlägen.

28.11.2018
Quelle:

IG Metall

https://www.igmetall.de/bericht-zur-rente-mit-67-30118.htm

 

 

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