Petition updateMein Körper, meine Entscheidung – auch beim NiqabWir lassen nicht locker.
Seval SertVienna, Austria
Jul 16, 2025

Liebe Unterstützer*innen,
wir sind jetzt über 1.600 – und das ist nicht nur eine Zahl. Das sind über 1.600 Stimmen, die sagen: So wie es läuft, kann es nicht bleiben. Danke an jede einzelne Person, die teilt, unterschreibt und nicht schweigt.

Vom BMI gibt es bis heute keine einzige konkrete Antwort.
Keine Klarheit, keine Verantwortung – einfach Schweigen.
Was ist erlaubt? Was verboten? Braucht man ein Attest für eine FFP2-Maske? Und warum sollte es überhaupt auf das Motiv ankommen?

Weil diese Fragen seit Wochen ignoriert werden, habe ich mich an die Rechtsberaterin von ZARA (Zivilcourage & Anti-Rassismus-Arbeit) gewendet.
Ich wollte wissen: Wie ist die rechtliche Lage wirklich?

Die Antwort war deutlich – aber auch ernüchternd:
Selbst ZARA kann keine klaren Aussagen zur Umsetzung des Gesetzes machen.
Aber: Sie wollen Fälle sammeln.
Fälle, in denen Frauen wegen ihrer Maske rassistisch behandelt oder beleidigt wurden.

Das bedeutet:
Wenn du eine FFP2-Maske trägst oder getragen hast – und deswegen kontrolliert, angeschrien oder angezeigt wurdest – dann teile deine Erfahrung.
Du kannst der WhatsApp-Gruppe beitreten oder mir direkt schreiben:
sevalsert123@gmail.com
(Dort erfährst du auch, wie du den Fall an ZARA weiterleiten kannst.)

Denn je mehr wir sind, desto klarer wird das Bild:
Es geht nicht um Sicherheit. Es geht um Sichtbarkeit.
Und viele von uns wurden genau dafür behandelt, als wären sie kriminell – nur weil sie ihre Maske trugen und gleichzeitig als Musliminnen erkennbar waren.

Dabei ist die Lage eigentlich klar:
Im Gesetz steht, dass Masken aus gesundheitlichen Gründen erlaubt sind.
Aber es steht nirgends, dass man dafür ein Attest braucht.
Was ist also der Unterschied zu einem Niqab?
Es ist derselbe Stoff – aber plötzlich geht es nicht mehr um Recht, sondern um Kontrolle.

Und spätestens da stellt sich die Frage:
Was genau soll dieses Gesetz eigentlich bewirken?
Wenn Frauen, die ihr Gesicht aus religiöser Überzeugung bedecken, plötzlich öffentlich schikaniert werden – hilft das wirklich der Integration?
Stärkt das die Teilhabe am öffentlichen Leben?
Oder verhindert es genau das?

Wir sagen:
Wenn das Gesetz mehr Unsicherheit stiftet als schützt,
wenn es bestimmte Gruppen trifft, obwohl alle gleich behandelt werden sollten –
dann ist es Zeit, das Gesetz zu hinterfragen.

Danke, dass du Teil davon bist.
Wir machen weiter.
Laut. Sichtbar. Und gemeinsam.

– Seval Sert

Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X