Kürzungen beim Ökolandbau verhindern - Artenvielfalt retten

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Entgegen  den öffentlichen Aussagen von Ministerpräsident Söder und der Bayerischen Staatsregierung  die ökologische Landwirtschaft mehr als bisher zu unterstützen,  drohen in der Realität den Biobauern in Bayern ab 2020 zum Teil massive Kürzungen der staatlichen Förderprämien.

Grund ist die Ausgestaltung des Bayerischen Kulturlandschaftsprogrammes (KULAP), mit dem besondere ökologische Leistungen der Landwirtschaft - durch fünfjährige Verträge  abgesichert - staatlich gefördert werden.

Ab 2020 sind Verträge, die eine Kombination aus Ökolandbau und vielgliedrigen Fruchtfolgen beinhalten, nicht mehr verlängerbar und auch nicht neu abzuschließen. Dadurch wird die Förderung für diese,  die Artenvielfalt in besonderer Weise begünstigende Bewirtschaftungsform um bis zu 70 EUR pro Hektar gekürzt.

Gleichzeitig erhalten konventionelle Betriebe wenn sie in fünfgliedrigen Fruchtfolgen Raps oder andere Blühpflanzen anbauen bis zu 160 EUR pro Hektar mehr Förderung. Es soll dabei keinerlei Einschränkungen in Bezug auf Stickstoff-, Herbizid-, und insbesondere auch Insektizideinsätze geben.  Raps ist durch den massiven Einsatz von Stickstoff und chemischen Spritzmitteln eine der intensivsten Kulturen überhaupt. Im Rapsanbau eingesetzte Insektizide gelten mit als Ursache des Bienensterbens. Eine Förderung in Höhe von 160 EUR/ha steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen für die Artenvielfalt.  

Zusätzlich zu dieser völligen Umkehrung dessen, was das Artenschutz-Volksbegehren “Rettet die Bienen” erreichen wollte, kommt ein weiterer Aspekt:

Ökobetriebe haben genauso wie konventionelle Betriebe im Durchschnitt etwa 60 Prozent ihrer Betriebsflächen gepachtet. Durch die deutliche finanzielle Besserstellung konventioneller Betriebe drohen in der Konkurrenz um knappe Flächen auf dem Pachtmarkt zukünftig massive Verschiebungen weg vom Ökolandbau und hin zur Intensivlandwirtschaft.

Dies ist eine völlige Umkehrung der nach außen propagierten Ziele der Staatsregierung,  eine Missachtung des neuen Bayerischen Naturschutzgesetzes und des Willens der Unterzeichner des Volksbegehrens.

Helfen Sie mit zu verhindern, dass die Ziele des Volksbegehrens zum Erhalt der Artenvielfalt durch die Ausgestaltung des Bayerischen Kulturlandschaftsprogrammes ins Gegenteil verkehrt werden !