Im Januar konnte ich meinem persönlichen Teufel ins Gesicht schauen. Der inzwischen ehemalige Frater G.I. stand erneut wegen Vergewaltigung und pädokriminellem Missbrauch Minderjähriger inzwischen zum 3ten Mal vor Gericht. Ich war als Zeuge geladen, leider noch nicht als Nebenkläger, als G.I. erneut frei kam mit einer Bewährungsstrafe, wie schon in den beiden vorherigen Gerichtsverfahren. https://sz.de/1.5736447 Der Richter bestellte einen psychologischen Gutachter für den Ankläger. Eigentlich unfassbar, denn es ist doch ein Fakt, dass vergewaltigte Kinder meist einen psychischen Schaden für Ihr Leben haben. Aber die Verteidigung des Vergewaltigers kommt immer wieder damit durch: Die Gutachterin postulierte, dass der psychische Schaden schon vor dem Aufenthalt im Internat hätte bestehen können und stellte damit die Glaubwürdigkeit des Anklägers in Frage. Im Zweifel für den Angeklagten. Auch wenn etliche Zeugen Ähnliches berichten und das bereits im 3. Prozess. Und auch diesmal: Frater G.I. gestand erneut den sexuellen Missbrauch, nicht aber die Vergewaltigungen, so wie auch in meinem Fall. Das für mich Gute an dem Prozess ist, dass ich nun mit anderen Betroffenen in Kontakt bin, die alle auch von G.I. missbraucht und/oder vergewaltigt wurden. Hier auch noch der Link mit der Möglichkeit zur Kontaktaufnahme: https://www.eckiger-tisch.de/aufruf-zum-fallkomplex-maristenkolleg-mindelheim/