Manifest für menschliche Sprache // Manifest for Human Language


Manifest für menschliche Sprache // Manifest for Human Language
Das Problem
(for the English version, please see below)
Literaturübersetzende erfahren bereits jetzt, wie sich die Automatisierung von geistiger Arbeit und menschlicher Sprache auf ihre Arbeit und auch die Gesellschaft insgesamt auswirkt: Die Kunst, aber auch die Demokratie wird bedroht. Die deutschsprachigen Verbände der Literaturübersetzenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie ihre Unterstützer:innen warnen vor dieser Entwicklung und bitten dringend um Abhilfe.
Wir betrachten textgenerierende Künstliche Intelligenz als Technologie mit systemischem Risiko und halten eine starke Regulierung für unbedingt notwendig. Deshalb fordern wir:
1. die Regulierung von generativer KI:
- Keine Sprachautomation ohne Offenlegung ihrer Funktionsweise und Trainingsdaten.
- KI-Anbieter müssen klar angeben, welche urheberrechtlich geschützten Werke sie beim Training verwendet haben.
2. den Schutz von Urheberrechten:
- Kein KI-Training mit unseren Werken gegen unseren Willen.
- Kein KI-Training mit unserer Arbeit ohne angemessene Bezahlung.
3. Transparenz und Mitbestimmung:
- KI-generierte Buchinhalte nur in Absprache zwischen Verlag, Autor:innen und Übersetzer:innen.
- Kennzeichnungspflicht von reinen KI-Inhalten.
4. gezielte Förderung von Kulturarbeit:
- Literaturförderung nur für Menschen und ihre Werke.
- Technikförderung darf nicht auf das Ersetzen von menschlicher Kreativität und Arbeitsleistung abzielen, sondern muss ihre Unterstützung zum Ziel haben.
- Die Kulturtechnik des literarischen Übersetzens muss bewahrt und gestärkt werden, damit Weltliteratur nachhaltig geschaffen werden kann.
5. Rahmenbedingungen für eine mündige Leser:innenschaft:
- Kennzeichnung durch Namen auf dem Buchcover: Menschliche Übersetzer:innen müssen auf den ersten Blick erkennbar sein.
- Die Politik und die Zivilgesellschaft sind in der Pflicht, kritische Technik- und Sprachkompetenz zu fördern.
6. einen schonenden Umgang mit Ressourcen:
- Der ökologische Fußabdruck von KI-Software darf nicht ignoriert werden.
7. gerechte Arbeitsbedingungen in der digitalen Welt:
- Alle Menschen, die an und mit KI arbeiten, brauchen dafür ethisch vertretbare Bedingungen und eine angemessene Vergütung.
Was ist Literaturübersetzen?
Die Literaturübersetzung fördert das Verständnis zwischen Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Weltsichten. Tatsächlich sieht die Welt in jeder Sprache anders aus – und zudem in der individuellen Stimme jedes Autors und jeder Autorin. Eine Literaturübersetzung ist eine Verwandlung dieser Stimmen, die selbst sinn- und beziehungsstiftend ist, aktiv neue Sprachwelten erschafft, vertraute Sichtweisen hinterfragt und unbekannte Erfahrungen vermittelt. Übersetzende sind Expert:innen für Annäherung und Empathie. Für den Ton des Textes, der die Musik macht. Für stilistische Vielfalt, kulturelle Spezifika, die Literaturgeschichten unterschiedlicher Länder und die besonderen Fachgebiete und Genres, in denen sich die jeweiligen Werke bewegen.
Eine Übersetzung ist das Ergebnis eines individuellen Umgangs mit einem Ausgangswerk. Dieser Umgang muss gewissenhaft verantwortet werden, nicht nur im eigenen Namen, sondern auch in dem des Autors bzw. der Autorin des Originals. Und die Gestaltung will gelernt sein: Wie ein Satz gebaut ist, worauf sich die Aufmerksamkeit jeweils richtet, lenkt das innere Erleben von Leser:innen. Wie Worte klingen, prägt die ästhetische Wirkung eines Texts und den „Raum“, den Autor:innen und Übersetzer:innen mit Leser:innen teilen. Was dabei gesagt wird und wie gut es recherchiert ist, verändert unseren Blick auf die Welt, auf Geschichte und Menschen. Die dafür nötige Sprachkenntnis bildet und schärft sich im aktiven Schreibprozess. Die Neuschöpfung eines literarischen Texts in einer anderen Sprache macht Übersetzende zu Urheber:innen eines neuen Werks.
Was sind Sprachroboter?
Wir begrüßen technische Werkzeuge, die die aktive schöpferische Arbeit unterstützen, beurteilen es aber kritisch, wenn mit ihnen diese Arbeit verdrängt oder abgewertet wird. Textgenerierende KI-Systeme können menschliche Sprache lediglich simulieren. Sie haben weder Gedanken noch Emotionen oder ästhetisches Empfinden, kennen keine Wahrheit, kein Weltwissen und keine Gründe für Übersetzungsentscheidungen. Sie „schreiben“ oder „übersetzen“ Texte, indem aufgrund von Wahrscheinlichkeitsrechnungen Wortfolgen aus gigantischen Datenbanken zusammengesetzt werden. Durch ihre Bauart sind Sprachsimulationen häufig unlogisch und voller Lücken, sie enthalten Ersatzbegriffe und -behauptungen, die nicht immer sofort als falsch erkannt werden, sie „halluzinieren“. KI-Systeme können keine Begriffsarbeit leisten, keine inhaltlichen und klanglichen Bezüge oder Sprachspiele erkennen und Ton und Register einer Stimme nicht interpretieren. Ihre Outputs müssen oft aufwendig überarbeitet werden, sodass nicht mehr, sondern weniger Zeit für die kreative Arbeit zur Verfügung steht.
In der Bewerbung von KI-Produkten wird suggeriert, die KI könne selbstständig arbeiten, „verstehen“ und „lernen“. Damit werden Unmengen an menschlichen Arbeitsleistungen verschwiegen, auf denen die angeblich „intelligenten“ Produkte beruhen. Zur Erstellung von Chatbots wurden Millionen von urheberrechtlich geschützten Texten aus illegal angelegten Bibliotheken im Internet „gescrapt“ (und sogar private E-Mails, etwa von Gmail!): Dies gilt als besonders erwünschtes, weil hochqualitatives Sprachmaterial. Hinzu kommen die abertausenden, oft vergessenen „Ghost Workers“ in Billiglohnländern, die unter unzumutbaren Bedingungen die wahllos gesammelten Daten von diskriminierenden und menschenverachtenden Inhalten reinigen. Ebenso wird die intellektuelle Leistung von Nutzer:innen abgeschöpft: Wer die kostenlosen Versionen von Chatbots und Übersetzungssoftware in ihren automatischen Voreinstellungen verwendet, stellt seine eingegebenen Texte, Vorlieben und Nutzerdaten zur Verfügung und trainiert die Modelle gratis mit. Denn KI-Systeme sind dauerhaft auf menschlichen Input angewiesen.
Künstliche Intelligenz ist keine Intelligenz, denn zu dieser gehört auch emotionale, moralische, soziale, ästhetische Intelligenz, praktische Vernunft und die Erfahrung, die sich aus Körperlichkeit und Bewegung speist. Insofern ist die technische Entwicklung von Sprachbots auch nicht als „Fortschritt“ zu bezeichnen. Gleichzeitig ist mit dieser die größte Konzentration an Daten, Kapital und Macht der Menschheitsgeschichte entstanden, eine nicht nur politisch hochproblematische Situation. Auch der Energiehunger der KI-Systeme ist enorm. So stellt sich in vielerlei Hinsicht die Frage nach der Nachhaltigkeit dieser Systeme.
Was gefährdet die Nachhaltigkeit unseres Berufs – und warum ist das exemplarisch?
In vielen Übersetzungsbereichen hat KI bereits Einzug gehalten und Übersetzende werden zunehmend als bloße Bearbeiter:innen (Post-Editor:innen) angefragt, die neben der gewohnten Fachkompetenz nun allerdings auch noch eine geschärfte Aufmerksamkeit für die spezielle Fehlerhaftigkeit von Maschinenoutput aufbringen müssen. „Produktionssteigerung“ rückt in den Mittelpunkt auf Kosten von Qualität, Kreativität und angemessenen Arbeitsbedingungen. Diese Entwicklung erzeugt auch bei Literaturübersetzenden Verunsicherung, Misstrauen und Resignation. Sollte sie im Bereich der Literatur Verbreitung finden, sehen wir den kulturellen Auftrag des Literaturübersetzens und die Zukunft des Berufs gefährdet.
Wenn nicht mehr der Mensch, sondern die Technik im Mittelpunkt steht, werden wir zu Zuarbeiter:innen von Maschinen degradiert. Die Kosten für Sprachverfall und soziale Verwerfungen tragen wir und die Gesellschaft, während KI-Konzerne die Gewinne einfahren. Damit könnte nicht nur der Beruf des Literaturübersetzens unattraktiver werden. Wir würden eine Kulturtechnik aufgeben, die darauf beruht, dass Menschen aus allen Nuancen der Sprache schöpfen und sich über Texte begegnen und erfahren. Förderstrukturen und Ausbildungswege würden gefährdet, das Wissen der Übersetzenden würde gar nicht erst erworben werden können. Netzwerke und Institutionen könnten ihre Funktion verlieren, Übersetzende als intime Kenner:innen der Literaturszenen ausfallen – gerade bei kleineren Sprachen wäre das fatal.
Menschliche Sprache ist ein fragiles, leicht zu missbrauchendes Gut. Simulieren Maschinen menschliche Sprache, werden sie nicht nur als denkende Wesen fehlinterpretiert, sondern auch aktiv für Manipulation in Politik und Weltgeschehen eingesetzt. Ein Weltbild, das davon ausgeht, man könne den Menschen als Maschine nachbilden, birgt zudem die Gefahr, dass man Menschen auch wie Maschinen behandelt.
MANIFEST FÜR MENSCHLICHE SPRACHE
1) Menschliche Kreativität, sinnliche Erfahrung, Individualität, Weltwissen und das Bedürfnis nach Austausch sind für die Lebendigkeit von Sprache essenziell und erschöpfen sich nicht in zerlegbaren und berechenbaren Prozessen.
2) Textgenerierende KI strebt die Ununterscheidbarkeit von Menschen- und Maschinensprache an und ist deshalb nicht als Werkzeug konzipiert, sondern als Ersatz für menschliche Kompetenz.
3) Botsprache reproduziert immer nur den Status quo. Sie vervielfältigt Vorurteile, hemmt die Kreativität, die dynamische Weiterentwicklung von Sprachen und den Erwerb von Sprachfähigkeiten.
4) Maschinelle Übersetzungssysteme beruhen unter anderem auf der nicht autorisierten, nicht honorierten und nicht gekennzeichneten Nutzung von urheberrechtlich geschützten Texten, das heißt auf geistigem Eigentum und menschlichen Fähigkeiten, die in jahrelangen Lebens- und Ausbildungszeiten erworben wurden.
5) Maschinensprache täuscht die Leser:innenschaft über Autorschaft und Wahrheitsanspruch. Die Bezeichnung „Übersetzung“ wird im Kontext von KI-Systemen für eine Maschinensprache verwendet, hinter der keine Person steht und die nichts mit der genauen, reflektierten und verantwortungsvollen Arbeit einer menschengemachten Literaturübersetzung gemein hat.
6) Damit wird u.a. das Ökosystem des Literaturbetriebs geschädigt, in und von dem Sprachschöpfende leben, Ausbildung und Austausch organisieren und das Wissen und die Wissenschaft vom Übersetzen entwickeln. Damit wird die Produktion von Weltliteratur gefährdet – denn diese, wie José Saramago schrieb, wird von Übersetzenden gemacht.
A*dS – Autorinnen und Autoren der Schweiz
IGÜ – Interessengemeinschaft von Übersetzerinnen und Übersetzern literarischer und wissenschaftlicher Werke (Österreich)
VdÜ – Verband deutschsprachiger Übersetzer/innen literarischer und wissenschaftlicher Werke (Deutschland)
__________________________________________________________________________
ENGLISH
Literary translators are already experiencing how the automation of intellectual work and human language affects their field and society as a whole: both art and democracy are under threat. We, the literary translators’ associations of Germany, Austria and Switzerland, along with our supporters, warn against these developments and urgently request remedial measures.
In our view, text-generating artificial intelligence is a technology that poses a systemic risk, and strong regulation is absolutely imperative. Thus, we are demanding:
1. The regulation of generative AI:
- No language automation without transparent operating principles and training data.
- AI developers must clearly state which copyright-protected works have been used during training.
2. Protection for intellectual property rights:
- No AI training with our works against our will.
- No AI training using our input without adequate compensation.
3. Transparency and co-determination:
- No AI-generated book content except by mutual agreement between publishers, authors and translators.
- Mandatory labelling of pure AI-content.
4. Targeted support for cultural work:
- Only human creators and works should receive literary funding.
- No promotion of technologies that aim to replace, rather than support, human creativity.
- The cultural technique of literary translation must be preserved and reinforced to ensure that the creation of world literature can be sustained.
5. Empowerment of Readers:
- Human translations must be clearly identified; translators must be named on the book cover.
- Governments and civil society have the obligation to promote critical language skills and technological literacy.
6. Responsible resource use:
- The environmental footprint of AI software cannot be ignored.
7. Fair labour conditions in the digital world:
- All people working on and with AI require ethical labour conditions and adequate pay.
What Is Literary Translation?
Literary translation promotes understanding between people with different ways of life and world views. The world really does look different in each language – and in the individual voice of each author. A literary translation is not just a transformation of these voices, it actively creates meanings, relationships and new language worlds, subverts familiar perspectives and conveys unfamiliar experiences. Translators are experts for exploration and empathy. For hitting just the right note. For stylistic diversity, cultural specificity, the history of different countries’ literatures and the genres and fields of knowledge in which each work is embedded.
A translation is the product of an individual approach to the original. The translator must answer for that approach, not only in their own name, but in the name of the original author. And that creative process takes experience and training. The structure of a sentence and the way it focuses the attention guides the reader’s inner experience. The sound of the words shapes the work’s aesthetic effect and the “space” that authors and translators share with their readers. The substance of what is said and the quality of the research behind it can change our perspective on the world, on history and other human beings. The language skills that this process requires are formed and honed in the act of writing. The recreation of a literary work in another language makes translators into authors of a new work.
What Are Language Bots?
We welcome technological tools that aid active creative work, but it is cause for deep concern when they crowd out or devalue this work. Text-generative AI systems merely simulate human language. They have no thoughts, emotions or aesthetic sensibilities; they have no sense of truth, no experience of the world and no reasoning behind their translation decisions. They “write” or “translate” by using statistical probability to assemble sequences of words from gigantic databases. Due to their design, language simulations are often illogical and full of gaps; they “hallucinate”, incorporating bogus terms and claims that appear superficially plausible. AI systems are unable to cope with nuances of terminology; recognize allusions, assonance or wordplay; or interpret the tonalities of literary voice. Their outputs require often-intensive editing, leaving less rather than more time for creative work.
AI products are promoted with the implication that AI can work, “understand” and “learn” autonomously. This erases from view the vast amounts of human brainpower that underpin supposedly “intelligent” products: these chatbots were created by “scraping” millions of pirated copyright-protected works from illegal “shadow libraries” (and even private e-mails, as in the case of Gmail), whose high quality makes them sought-after as linguistic raw material. Moreover, thousands of often-forgotten “ghost workers” in low-wage countries labour under unacceptable conditions to filter out discriminatory, violent or obscene content from the random mass of data. At the same time, the brainwork of the users themselves is exploited. Whoever uses the free versions of chatbots or translation software in default mode supplies the developers with all their uploaded texts, preferences and user data, thus training the software models free of charge – because AI systems have a perpetual need for human input in order to function.
AI is not genuine intelligence, which entails emotional, moral, social and aesthetic intelligence as well as practical reason and the experience of embodiedness and movement. In this sense, the technological development of language bots cannot be described as “progress”. At the same time, though, it has given rise to the greatest concentration of data, capital and power in human history – a highly problematic situation, not just in political terms. AI systems are ravenous consumers of energy; in many ways, the sustainability of these systems is questionable.
How is the Sustainability of Our Profession Threatened – and What Are the Broader Implications?
AI has already infiltrated many translation fields, with translators increasingly hired as mere “post-editors” of machine output – work that requires, on top of their usual skills, an alertness for typical AI-errors. “Increased productivity” is fetishized at the expense of quality, creativity and decent working conditions. In light of these developments, a sense of insecurity, mistrust and resignation is spreading among literary translators as well. If the literary sphere is further affected, we must fear for the cultural mission of literary translation and the very future of our profession.
When technologies, rather than people, take centre stage, we are reduced to mere operators of machines. It is we and society who will bear the costs for language decay and social upheaval, while AI corporations pocket the profits. Among other repercussions, the literary translation profession could suffer from brain drain and go into decline. That would mean the abandonment of a cultural technique based on exploring all the nuances of language and enabling people to encounter each other and share experiences through literature. Funding and training structures would be imperilled; translators would be unable to pass on their skills and knowledge. Networks and institutions would cease to function, and translators’ intimate knowledge of international literary scenes would no longer be tapped – with dire consequences, especially for smaller languages.
Human language is a fragile and easily exploited thing. When machines simulate human language, not only can they be misinterpreted as thinking beings, they can be actively deployed to manipulate politics and world events. And a world view based on the notion that machines can simulate humans harbours the danger of treating humans like machines.
MANIFEST FOR HUMAN LANGUAGE
1) Human creativity, sensory experience, individuality, empirical knowledge and the urge to communicate are essential to living language and cannot be broken down to predictable calculations.
2) Text-generative AI aims to make human and machine language indistinguishable; thus, it is designed as a replacement for human skills, not as a tool.
3) Bot language merely reproduces the status quo. It multiplies biases and inhibits creativity, the dynamic development of languages and the acquisition of language skills.
4) Machine translation systems are based in part on the unauthorized, uncompensated and untransparent use of copyright-protected works, i.e. on intellectual property and human skills developed through years of life experience and education.
5) Machine language deceives readers about authorship and claims to truth. In the context of AI systems, the term “translation” is used for a form of machine language with no person behind it, completely unrelated to the exacting, thoughtful, responsible work that goes into a human translation.
6) Among other repercussions, this harms the literary ecosystem in and from which language creators live, organize education and intellectual exchange and further develop the knowledge and science of translation. And it harms the production of world literature, because world literature is created by translators.
A*dS – Autorinnen und Autoren der Schweiz (Swiss Authors’ Association)
IGÜ – Interessengemeinschaft von Übersetzerinnen und Übersetzern literarischer und wissenschaftlicher Werke (Austrian Association of Literary and Scientific Translators)
VdÜ – Verband deutschsprachiger Übersetzer/innen literarischer und wissenschaftlicher Werke (German Literary and Scholarly Translators’ Association)
4.254
Das Problem
(for the English version, please see below)
Literaturübersetzende erfahren bereits jetzt, wie sich die Automatisierung von geistiger Arbeit und menschlicher Sprache auf ihre Arbeit und auch die Gesellschaft insgesamt auswirkt: Die Kunst, aber auch die Demokratie wird bedroht. Die deutschsprachigen Verbände der Literaturübersetzenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie ihre Unterstützer:innen warnen vor dieser Entwicklung und bitten dringend um Abhilfe.
Wir betrachten textgenerierende Künstliche Intelligenz als Technologie mit systemischem Risiko und halten eine starke Regulierung für unbedingt notwendig. Deshalb fordern wir:
1. die Regulierung von generativer KI:
- Keine Sprachautomation ohne Offenlegung ihrer Funktionsweise und Trainingsdaten.
- KI-Anbieter müssen klar angeben, welche urheberrechtlich geschützten Werke sie beim Training verwendet haben.
2. den Schutz von Urheberrechten:
- Kein KI-Training mit unseren Werken gegen unseren Willen.
- Kein KI-Training mit unserer Arbeit ohne angemessene Bezahlung.
3. Transparenz und Mitbestimmung:
- KI-generierte Buchinhalte nur in Absprache zwischen Verlag, Autor:innen und Übersetzer:innen.
- Kennzeichnungspflicht von reinen KI-Inhalten.
4. gezielte Förderung von Kulturarbeit:
- Literaturförderung nur für Menschen und ihre Werke.
- Technikförderung darf nicht auf das Ersetzen von menschlicher Kreativität und Arbeitsleistung abzielen, sondern muss ihre Unterstützung zum Ziel haben.
- Die Kulturtechnik des literarischen Übersetzens muss bewahrt und gestärkt werden, damit Weltliteratur nachhaltig geschaffen werden kann.
5. Rahmenbedingungen für eine mündige Leser:innenschaft:
- Kennzeichnung durch Namen auf dem Buchcover: Menschliche Übersetzer:innen müssen auf den ersten Blick erkennbar sein.
- Die Politik und die Zivilgesellschaft sind in der Pflicht, kritische Technik- und Sprachkompetenz zu fördern.
6. einen schonenden Umgang mit Ressourcen:
- Der ökologische Fußabdruck von KI-Software darf nicht ignoriert werden.
7. gerechte Arbeitsbedingungen in der digitalen Welt:
- Alle Menschen, die an und mit KI arbeiten, brauchen dafür ethisch vertretbare Bedingungen und eine angemessene Vergütung.
Was ist Literaturübersetzen?
Die Literaturübersetzung fördert das Verständnis zwischen Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Weltsichten. Tatsächlich sieht die Welt in jeder Sprache anders aus – und zudem in der individuellen Stimme jedes Autors und jeder Autorin. Eine Literaturübersetzung ist eine Verwandlung dieser Stimmen, die selbst sinn- und beziehungsstiftend ist, aktiv neue Sprachwelten erschafft, vertraute Sichtweisen hinterfragt und unbekannte Erfahrungen vermittelt. Übersetzende sind Expert:innen für Annäherung und Empathie. Für den Ton des Textes, der die Musik macht. Für stilistische Vielfalt, kulturelle Spezifika, die Literaturgeschichten unterschiedlicher Länder und die besonderen Fachgebiete und Genres, in denen sich die jeweiligen Werke bewegen.
Eine Übersetzung ist das Ergebnis eines individuellen Umgangs mit einem Ausgangswerk. Dieser Umgang muss gewissenhaft verantwortet werden, nicht nur im eigenen Namen, sondern auch in dem des Autors bzw. der Autorin des Originals. Und die Gestaltung will gelernt sein: Wie ein Satz gebaut ist, worauf sich die Aufmerksamkeit jeweils richtet, lenkt das innere Erleben von Leser:innen. Wie Worte klingen, prägt die ästhetische Wirkung eines Texts und den „Raum“, den Autor:innen und Übersetzer:innen mit Leser:innen teilen. Was dabei gesagt wird und wie gut es recherchiert ist, verändert unseren Blick auf die Welt, auf Geschichte und Menschen. Die dafür nötige Sprachkenntnis bildet und schärft sich im aktiven Schreibprozess. Die Neuschöpfung eines literarischen Texts in einer anderen Sprache macht Übersetzende zu Urheber:innen eines neuen Werks.
Was sind Sprachroboter?
Wir begrüßen technische Werkzeuge, die die aktive schöpferische Arbeit unterstützen, beurteilen es aber kritisch, wenn mit ihnen diese Arbeit verdrängt oder abgewertet wird. Textgenerierende KI-Systeme können menschliche Sprache lediglich simulieren. Sie haben weder Gedanken noch Emotionen oder ästhetisches Empfinden, kennen keine Wahrheit, kein Weltwissen und keine Gründe für Übersetzungsentscheidungen. Sie „schreiben“ oder „übersetzen“ Texte, indem aufgrund von Wahrscheinlichkeitsrechnungen Wortfolgen aus gigantischen Datenbanken zusammengesetzt werden. Durch ihre Bauart sind Sprachsimulationen häufig unlogisch und voller Lücken, sie enthalten Ersatzbegriffe und -behauptungen, die nicht immer sofort als falsch erkannt werden, sie „halluzinieren“. KI-Systeme können keine Begriffsarbeit leisten, keine inhaltlichen und klanglichen Bezüge oder Sprachspiele erkennen und Ton und Register einer Stimme nicht interpretieren. Ihre Outputs müssen oft aufwendig überarbeitet werden, sodass nicht mehr, sondern weniger Zeit für die kreative Arbeit zur Verfügung steht.
In der Bewerbung von KI-Produkten wird suggeriert, die KI könne selbstständig arbeiten, „verstehen“ und „lernen“. Damit werden Unmengen an menschlichen Arbeitsleistungen verschwiegen, auf denen die angeblich „intelligenten“ Produkte beruhen. Zur Erstellung von Chatbots wurden Millionen von urheberrechtlich geschützten Texten aus illegal angelegten Bibliotheken im Internet „gescrapt“ (und sogar private E-Mails, etwa von Gmail!): Dies gilt als besonders erwünschtes, weil hochqualitatives Sprachmaterial. Hinzu kommen die abertausenden, oft vergessenen „Ghost Workers“ in Billiglohnländern, die unter unzumutbaren Bedingungen die wahllos gesammelten Daten von diskriminierenden und menschenverachtenden Inhalten reinigen. Ebenso wird die intellektuelle Leistung von Nutzer:innen abgeschöpft: Wer die kostenlosen Versionen von Chatbots und Übersetzungssoftware in ihren automatischen Voreinstellungen verwendet, stellt seine eingegebenen Texte, Vorlieben und Nutzerdaten zur Verfügung und trainiert die Modelle gratis mit. Denn KI-Systeme sind dauerhaft auf menschlichen Input angewiesen.
Künstliche Intelligenz ist keine Intelligenz, denn zu dieser gehört auch emotionale, moralische, soziale, ästhetische Intelligenz, praktische Vernunft und die Erfahrung, die sich aus Körperlichkeit und Bewegung speist. Insofern ist die technische Entwicklung von Sprachbots auch nicht als „Fortschritt“ zu bezeichnen. Gleichzeitig ist mit dieser die größte Konzentration an Daten, Kapital und Macht der Menschheitsgeschichte entstanden, eine nicht nur politisch hochproblematische Situation. Auch der Energiehunger der KI-Systeme ist enorm. So stellt sich in vielerlei Hinsicht die Frage nach der Nachhaltigkeit dieser Systeme.
Was gefährdet die Nachhaltigkeit unseres Berufs – und warum ist das exemplarisch?
In vielen Übersetzungsbereichen hat KI bereits Einzug gehalten und Übersetzende werden zunehmend als bloße Bearbeiter:innen (Post-Editor:innen) angefragt, die neben der gewohnten Fachkompetenz nun allerdings auch noch eine geschärfte Aufmerksamkeit für die spezielle Fehlerhaftigkeit von Maschinenoutput aufbringen müssen. „Produktionssteigerung“ rückt in den Mittelpunkt auf Kosten von Qualität, Kreativität und angemessenen Arbeitsbedingungen. Diese Entwicklung erzeugt auch bei Literaturübersetzenden Verunsicherung, Misstrauen und Resignation. Sollte sie im Bereich der Literatur Verbreitung finden, sehen wir den kulturellen Auftrag des Literaturübersetzens und die Zukunft des Berufs gefährdet.
Wenn nicht mehr der Mensch, sondern die Technik im Mittelpunkt steht, werden wir zu Zuarbeiter:innen von Maschinen degradiert. Die Kosten für Sprachverfall und soziale Verwerfungen tragen wir und die Gesellschaft, während KI-Konzerne die Gewinne einfahren. Damit könnte nicht nur der Beruf des Literaturübersetzens unattraktiver werden. Wir würden eine Kulturtechnik aufgeben, die darauf beruht, dass Menschen aus allen Nuancen der Sprache schöpfen und sich über Texte begegnen und erfahren. Förderstrukturen und Ausbildungswege würden gefährdet, das Wissen der Übersetzenden würde gar nicht erst erworben werden können. Netzwerke und Institutionen könnten ihre Funktion verlieren, Übersetzende als intime Kenner:innen der Literaturszenen ausfallen – gerade bei kleineren Sprachen wäre das fatal.
Menschliche Sprache ist ein fragiles, leicht zu missbrauchendes Gut. Simulieren Maschinen menschliche Sprache, werden sie nicht nur als denkende Wesen fehlinterpretiert, sondern auch aktiv für Manipulation in Politik und Weltgeschehen eingesetzt. Ein Weltbild, das davon ausgeht, man könne den Menschen als Maschine nachbilden, birgt zudem die Gefahr, dass man Menschen auch wie Maschinen behandelt.
MANIFEST FÜR MENSCHLICHE SPRACHE
1) Menschliche Kreativität, sinnliche Erfahrung, Individualität, Weltwissen und das Bedürfnis nach Austausch sind für die Lebendigkeit von Sprache essenziell und erschöpfen sich nicht in zerlegbaren und berechenbaren Prozessen.
2) Textgenerierende KI strebt die Ununterscheidbarkeit von Menschen- und Maschinensprache an und ist deshalb nicht als Werkzeug konzipiert, sondern als Ersatz für menschliche Kompetenz.
3) Botsprache reproduziert immer nur den Status quo. Sie vervielfältigt Vorurteile, hemmt die Kreativität, die dynamische Weiterentwicklung von Sprachen und den Erwerb von Sprachfähigkeiten.
4) Maschinelle Übersetzungssysteme beruhen unter anderem auf der nicht autorisierten, nicht honorierten und nicht gekennzeichneten Nutzung von urheberrechtlich geschützten Texten, das heißt auf geistigem Eigentum und menschlichen Fähigkeiten, die in jahrelangen Lebens- und Ausbildungszeiten erworben wurden.
5) Maschinensprache täuscht die Leser:innenschaft über Autorschaft und Wahrheitsanspruch. Die Bezeichnung „Übersetzung“ wird im Kontext von KI-Systemen für eine Maschinensprache verwendet, hinter der keine Person steht und die nichts mit der genauen, reflektierten und verantwortungsvollen Arbeit einer menschengemachten Literaturübersetzung gemein hat.
6) Damit wird u.a. das Ökosystem des Literaturbetriebs geschädigt, in und von dem Sprachschöpfende leben, Ausbildung und Austausch organisieren und das Wissen und die Wissenschaft vom Übersetzen entwickeln. Damit wird die Produktion von Weltliteratur gefährdet – denn diese, wie José Saramago schrieb, wird von Übersetzenden gemacht.
A*dS – Autorinnen und Autoren der Schweiz
IGÜ – Interessengemeinschaft von Übersetzerinnen und Übersetzern literarischer und wissenschaftlicher Werke (Österreich)
VdÜ – Verband deutschsprachiger Übersetzer/innen literarischer und wissenschaftlicher Werke (Deutschland)
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ENGLISH
Literary translators are already experiencing how the automation of intellectual work and human language affects their field and society as a whole: both art and democracy are under threat. We, the literary translators’ associations of Germany, Austria and Switzerland, along with our supporters, warn against these developments and urgently request remedial measures.
In our view, text-generating artificial intelligence is a technology that poses a systemic risk, and strong regulation is absolutely imperative. Thus, we are demanding:
1. The regulation of generative AI:
- No language automation without transparent operating principles and training data.
- AI developers must clearly state which copyright-protected works have been used during training.
2. Protection for intellectual property rights:
- No AI training with our works against our will.
- No AI training using our input without adequate compensation.
3. Transparency and co-determination:
- No AI-generated book content except by mutual agreement between publishers, authors and translators.
- Mandatory labelling of pure AI-content.
4. Targeted support for cultural work:
- Only human creators and works should receive literary funding.
- No promotion of technologies that aim to replace, rather than support, human creativity.
- The cultural technique of literary translation must be preserved and reinforced to ensure that the creation of world literature can be sustained.
5. Empowerment of Readers:
- Human translations must be clearly identified; translators must be named on the book cover.
- Governments and civil society have the obligation to promote critical language skills and technological literacy.
6. Responsible resource use:
- The environmental footprint of AI software cannot be ignored.
7. Fair labour conditions in the digital world:
- All people working on and with AI require ethical labour conditions and adequate pay.
What Is Literary Translation?
Literary translation promotes understanding between people with different ways of life and world views. The world really does look different in each language – and in the individual voice of each author. A literary translation is not just a transformation of these voices, it actively creates meanings, relationships and new language worlds, subverts familiar perspectives and conveys unfamiliar experiences. Translators are experts for exploration and empathy. For hitting just the right note. For stylistic diversity, cultural specificity, the history of different countries’ literatures and the genres and fields of knowledge in which each work is embedded.
A translation is the product of an individual approach to the original. The translator must answer for that approach, not only in their own name, but in the name of the original author. And that creative process takes experience and training. The structure of a sentence and the way it focuses the attention guides the reader’s inner experience. The sound of the words shapes the work’s aesthetic effect and the “space” that authors and translators share with their readers. The substance of what is said and the quality of the research behind it can change our perspective on the world, on history and other human beings. The language skills that this process requires are formed and honed in the act of writing. The recreation of a literary work in another language makes translators into authors of a new work.
What Are Language Bots?
We welcome technological tools that aid active creative work, but it is cause for deep concern when they crowd out or devalue this work. Text-generative AI systems merely simulate human language. They have no thoughts, emotions or aesthetic sensibilities; they have no sense of truth, no experience of the world and no reasoning behind their translation decisions. They “write” or “translate” by using statistical probability to assemble sequences of words from gigantic databases. Due to their design, language simulations are often illogical and full of gaps; they “hallucinate”, incorporating bogus terms and claims that appear superficially plausible. AI systems are unable to cope with nuances of terminology; recognize allusions, assonance or wordplay; or interpret the tonalities of literary voice. Their outputs require often-intensive editing, leaving less rather than more time for creative work.
AI products are promoted with the implication that AI can work, “understand” and “learn” autonomously. This erases from view the vast amounts of human brainpower that underpin supposedly “intelligent” products: these chatbots were created by “scraping” millions of pirated copyright-protected works from illegal “shadow libraries” (and even private e-mails, as in the case of Gmail), whose high quality makes them sought-after as linguistic raw material. Moreover, thousands of often-forgotten “ghost workers” in low-wage countries labour under unacceptable conditions to filter out discriminatory, violent or obscene content from the random mass of data. At the same time, the brainwork of the users themselves is exploited. Whoever uses the free versions of chatbots or translation software in default mode supplies the developers with all their uploaded texts, preferences and user data, thus training the software models free of charge – because AI systems have a perpetual need for human input in order to function.
AI is not genuine intelligence, which entails emotional, moral, social and aesthetic intelligence as well as practical reason and the experience of embodiedness and movement. In this sense, the technological development of language bots cannot be described as “progress”. At the same time, though, it has given rise to the greatest concentration of data, capital and power in human history – a highly problematic situation, not just in political terms. AI systems are ravenous consumers of energy; in many ways, the sustainability of these systems is questionable.
How is the Sustainability of Our Profession Threatened – and What Are the Broader Implications?
AI has already infiltrated many translation fields, with translators increasingly hired as mere “post-editors” of machine output – work that requires, on top of their usual skills, an alertness for typical AI-errors. “Increased productivity” is fetishized at the expense of quality, creativity and decent working conditions. In light of these developments, a sense of insecurity, mistrust and resignation is spreading among literary translators as well. If the literary sphere is further affected, we must fear for the cultural mission of literary translation and the very future of our profession.
When technologies, rather than people, take centre stage, we are reduced to mere operators of machines. It is we and society who will bear the costs for language decay and social upheaval, while AI corporations pocket the profits. Among other repercussions, the literary translation profession could suffer from brain drain and go into decline. That would mean the abandonment of a cultural technique based on exploring all the nuances of language and enabling people to encounter each other and share experiences through literature. Funding and training structures would be imperilled; translators would be unable to pass on their skills and knowledge. Networks and institutions would cease to function, and translators’ intimate knowledge of international literary scenes would no longer be tapped – with dire consequences, especially for smaller languages.
Human language is a fragile and easily exploited thing. When machines simulate human language, not only can they be misinterpreted as thinking beings, they can be actively deployed to manipulate politics and world events. And a world view based on the notion that machines can simulate humans harbours the danger of treating humans like machines.
MANIFEST FOR HUMAN LANGUAGE
1) Human creativity, sensory experience, individuality, empirical knowledge and the urge to communicate are essential to living language and cannot be broken down to predictable calculations.
2) Text-generative AI aims to make human and machine language indistinguishable; thus, it is designed as a replacement for human skills, not as a tool.
3) Bot language merely reproduces the status quo. It multiplies biases and inhibits creativity, the dynamic development of languages and the acquisition of language skills.
4) Machine translation systems are based in part on the unauthorized, uncompensated and untransparent use of copyright-protected works, i.e. on intellectual property and human skills developed through years of life experience and education.
5) Machine language deceives readers about authorship and claims to truth. In the context of AI systems, the term “translation” is used for a form of machine language with no person behind it, completely unrelated to the exacting, thoughtful, responsible work that goes into a human translation.
6) Among other repercussions, this harms the literary ecosystem in and from which language creators live, organize education and intellectual exchange and further develop the knowledge and science of translation. And it harms the production of world literature, because world literature is created by translators.
A*dS – Autorinnen und Autoren der Schweiz (Swiss Authors’ Association)
IGÜ – Interessengemeinschaft von Übersetzerinnen und Übersetzern literarischer und wissenschaftlicher Werke (Austrian Association of Literary and Scientific Translators)
VdÜ – Verband deutschsprachiger Übersetzer/innen literarischer und wissenschaftlicher Werke (German Literary and Scholarly Translators’ Association)
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Die Entscheidungsträger*innen
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Petition am 25. Februar 2024 erstellt