署名活動についてのお知らせMünchner Schlachthof/Rinderschlachtung: Eingehende und unabhängige ÜberprüfungUpdate zur Petition für die Rinder am Münchner Schlachthof
Daniela BoehmLandsberg, ドイツ
2016/05/25
Liebe Unterstützer_Innen, sehr lange schon haben Sie keine Nachricht mehr zu dieser Petition erhalten. Das hatte vor allem damit zu tun, dass es noch kein grünes Licht aus dem Münchner Rathaus für einen Übergabetermin der Petition gab. Nun wird es aber Dank der Unterstützung des Münchner Tierschutzvereins bald soweit sein und ich freue mich, Ihnen heute mitteilen zu können, dass die Übergabe an die dritte Oberbürgermeisterin, Frau Christine Strobl, die im Bereich Tierschutz sehr engagiert ist, für Ende Juni geplant ist. Über den genauen Termin werde ich Sie selbstverständlich informieren. Das Ermittlungsverfahren gegen den Münchner Schlachthof läuft nach wie vor. Die Gegenanzeige der Firma Attenberger, dem Betreiber des Rinderschlachthofes, die sich an Herrn Dr. Edmund Haferbeck von PETA e.V. und Herrn Sascha Karowski, Journalist bei der TZ, wegen Verleumdung und übler Nachrede richtete, wurde eingestellt. Ich möchte Herrn Dr. Haferbeck, dem Manager der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei PETA e.V. an dieser Stelle besonders für sein großes Engagement danken. Anfang April konnte ich die Petition im Rahmen der Pressekonferenz des Münchner Tierschutzvereins vorstellen. Mein großer Dank gilt Herrn Kurt Perlinger und Frau Christine Schorling. Es hat mich sehr berührt, dass der Münchner Tierschutzverein ein Herz für die sogenannten Nutztiere zeigt. Jene, die meist vergessen werden, wenn es um das Wort Tierschutz geht, das viele Menschen leider nur mit Hunden, Katzen und anderen Haustieren oder bedrohten Arten verbinden. Tiere und ihr Leben zu schützen, sollte sich nicht nur auf bestimmte Tierarten beziehen. Auf Fleisch zu verzichten, ist eigentlich kein Verzicht, sondern bringt nur Positives mit sich: für die Tiere, die Umwelt und das eigene Wohlbefinden. Ich hoffe und bitte um Ihr Verständnis, wenn ich so offen schreibe. Sie haben diese Petition unterzeichnet, weil Sie sich gegen furchtbares Unrecht und Tierqual ausgesprochen haben, auch wenn Sie vielleicht noch Fleisch essen. Doch all dieses Unrecht könnte ein Ende finden, wenn es keine Schlachthäuser mehr gäbe. Die aktuelle Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster, welche das Schreddern oder Vergasen von männlichen Küken weiterhin erlaubt, bezeichnet Jan Heidtmann in der Süddeutschen Zeitung als die juristische Bestätigung eines ethisch kranken Systems. Das ist trauriger Weise wahr und treffender kann man es kaum ausdrücken. Dieses Urteil ist ein harter Schlag in die Magengrube und auch hier zeigt sich, wie in vielen anderen Bereichen, dass aus rein wirtschaftlichen Interessen, dem Profit um jeden Preis, die Tierwürde und die Rechte und Belange von Tieren, mit Füßen getreten werden. Denn es ist leider längst nicht mehr so, dass die Nachfrage den Markt bestimmt, sondern das wirtschaftliche Streben. Tiere werden wie eine Ware am Fließband produziert, Massenbetriebe werden vom Staat subventioniert, auf Tierleid wird keine Rücksicht genommen; Hauptsache, der Profit stimmt. Wir haben nicht nur in Deutschland seit Langem eine Überproduktion an Fleisch. Wie ist es sonst erklärbar, dass ein neuer Schlachthof in der Nähe von München, im Gewerbegebiet von Aschheim entstehen soll? Ein Großinvestor hat das Angebot gemacht und den Zuschlag erhalten. In einer nicht öffentlichen Sitzung hat die Gemeinde darüber abgestimmt und nun wird spekuliert, ob der Münchner Schlachthof zugemacht wird und die Betriebe dort hinziehen. Das ist keine gute Nachricht, denn dieser Schlachthof in Aschheim wird um Einiges größer sein als der jetzige in München und im Klartext heißt das, dass dort mehr Tiere geschlachtet werden. Wie Sie vielleicht wissen, gibt es am Münchner Schlachthof, aber auch an anderen Orten vor Schlachthöfen, regelmäßig Mahnwachen für die dort getöteten Tiere. Wenn die Wagen mit den Rindern und Schweinen einfahren und man in ihre Augen sieht, die so verzweifelt und hilflos durch die Spalten der Transporter blicken, wünscht man sich nur Eines: Dass sie dieses Leiden, welches sie erwartet, niemals durchmachen müssten. „Ich bin Leben, das Leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ (Albert Schweitzer) Mit aufrichtigen Grüßen Daniela Böhm
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