Mise à jour sur la pétitionHerr Spahn, leben Sie für einen Monat vom HartzIV-Grundregelsatz!@hubertus_heil - diese Petition sollte auch Sie interessieren! #HartzIV

Sandra SchlensogAllemagne

3 mai 2018
Sehr geehrter Herr Hubertus Heil,
als Mitglied der Bundesregierung ist Ihnen unsere Petition gegen Jens Spahns Aussagen über Hartz IV und Armut sicher nicht entgangen.
Vor ein paar Tagen war er nun bei mir und hat sich ein Bild gemacht „vom Leben mit Hartz IV“. Dennoch hält er in an seinem Weltbild fest. Das ist offen gestanden ein Armutszeugnis für die Bundesregierung.
Doch über das Thema Armut wird in Deutschland heiß diskutiert. Ich sage: „Es wurde Zeit”. Ich freue mich, dass diese Petition ihren Teil dazu beitragen kann. Jetzt hat die Politik die Möglichkeit, Ihren Wählerinnen und Wähler zuzuhören, zu reflektieren und vor allem auf die Proteste zu reagieren!
Sie sind auf die aktuelle Armutsdebatte, mit den ersten Ideen zur Änderung an Hartz IV, eingegangen. Sie möchten die Sanktionen prüfen, oder auch den Hartz IV Grundbetrag erhöhen. Das sind kleine Schritte in die richtige Richtung so meine ich. Jedoch ist es wohl bisher eher kosmetischer Natur.
Was wir jedoch brauchen, ist eine komplette Neustrukturierung des ALG II und vor allem ein Dialog mit Menschen, die es tagtäglich betrifft.
Ich bin mir sicher, dass es für Veränderungen Mut braucht und Durchsetzungsvermögen – das haben Sie, dessen bin ich mir bewusst. Aber holen Sie sich unbedingt auch ganz spezifisch die Kompetenz derer an den Tisch, die mit Hartz IV aktuell oder seit längerem auskommen müssen. Hören Sie sich die Vorschläge der Menschen an, holen Sie diese ins Boot. Machen Sie nicht für die Menschen bzw. Betroffenen die Politik, sondern mit Ihnen!
Ich habe in meiner Petition fast 215.000 Unterschriften gesammelt. Das ist doch ein eindeutiges Zeichen, dass sich etwas ändern muss. Die Menschen schreiben in den Kommentaren Ihre Lebensgeschichten, wie schlecht es Ihnen geht. Wie Sie unter den Stigmatisierungen leiden müssen, bzw. wie sehr sie sich durchs Leben und oft auch durch die Armut kämpfen!
Diese Menschen und auch Ich fordern ein Ende der Sanktionen, eine Erhöhung des Regelsatzes, keine Anrechnung mehr von Kindergeld/ Kindesunterhalt und eine Erhöhung der Zuverdienstgrenze. Und flankierend dazu: eine Erhöhung des Mindestlohns. Mindestens!
Machen Sie unseren Sozialstaat wieder zu einem solchen und holen Sie die Menschen vom Abstellgleis, auf das Ihre Vorgänger*innen sie gestellt haben!
Herr Hubertus Heil, hören Sie mich an! Reden Sie mit mir, meinem Team und den Menschen, die hinter dieser Petition stehen. Für einen gemeinsamen Termin stehe ich jederzeit zur Verfügung. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.
Mit freundlichen Grüßen
Sandra Schlensog
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