

Liebe Unterstützer*innen,
gestern waren meine Mitstreiter Stefan Breidung (auf der Warteliste für eine Niere), Dennis T. Günther-Gemeinhardt (Herztransplantiert) und Mario Rosa-Bian (Nierentransplatiert) im Bundestag und haben Annalena Baerbock (Bundesvorsitzende Grüne) und Dr. Kirsten Kappert-Gonther (MdB Grüne) eure 144.860 Unterschriften unserer Petition “Leben retten: Einführung der Widerspruchsregelung!” übergeben. Schaut euch jetzt das Video von heute an:
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Nach unseren Informationen war es das erste Mal, dass sich Annalena Baerbock (MdB, Bundesvorsitzende der Grünen) mit Organspende-Betroffenen getroffen hat, obwohl sie einen Gesetzentwurf zur Neuregelung der Organspende eingebracht hat.
Stefan, der selbst auf der Organspende-Warteliste für eine Niere steht, sagte heute:
„Für uns ist Annalena Baerbocks Vorschlag keine Entscheidungslösung, sondern eine Aufschiebelösung. Im Kern ändert sich nichts! Sie erzeugt keinen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft, aber wir brauchen ein gesellschaftliches Bekenntnis “Pro Organspende” und das geht am besten mit der Widerspruchsregelung. Jeden Tag sterben 3 Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ bekommen. Mit dem Vorschlag von Frau Baerbock, wird es bis zu 10 Jahre dauern, bis alle Menschen mit dem Thema auf dem Amt konfrontiert wurden. Für mich und viele andere Menschen, die auf ein Organ warten, sind das zu viele Jahre, die auch tödlich sein können.”
Stefan, Dennis und Mario argumentierten für eine gute Stunde mit Annalena Baerbock über ihren Gesetzentwurf – hier findet ihr all unsere Argumente gegen die “Aufschiebelösung”.
Leider ließ sich Baerbock, die als Wortführerin den Gegen-Gesetzentwurf eingebracht hat, nicht als Befürworterin der Widerspruchsregelung gewinnen, sondern hielt an ihrer Zustimmungsregelung fest. Sie sagte: “Ich selbst kann es mir nur in Ansätzen vorstellen wie es sich anfühlt jeden Tag zu hoffen, dass eine Spende endlich stattfindet, entweder für einen selbst oder für betroffene Menschen. Das ist eine der schwierigsten Situationen im Leben und deswegen haben wir hier im Bundestag ein Gesetz auf den Weg gebracht wie man die Situation in den Krankenhäusern verbessern kann, dass mehr Organe transplantiert werden und wir werden weiter daran arbeiten, mit unterschiedlichen Gesetzesentwürfen, dass wir zu höheren Organspendezahlen auch in Deutschland kommen werden.”
Wir bedanken uns bei Frau Baerbock und Frau Dr. Kappert-Gonther für ihre Zeit.
Vor allem aber auch Stefan, Dennis und Mario, die sich so engagiert in die Diskussion eingebracht haben!
Wir alle lieben das Leben und deshalb wollen wir, dass die Widerspruchsregelung auch in Deutschland gelebt wird und engagieren uns weiter!
Viele Grüße,
Lorena