Keine Freiheitseinschränkungen durch Radsport im Landkreis Harburg

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Sehr geehrter Herr Landrat Rempe,
Sehr geehrte Bürgermeister/innen des Landkreis Harburg,
Sehr geehrte Veranstalter,

wir, die unterzeichnenden sind keine Gegner von Rad- und Laufsport, aber seit etlichen Jahren müssen Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Harburg immer wieder Einschränkungen in ihrer persönlichen Freiheit hinnehmen.
Grund dafür sind die immer häufigeren Rad- und Laufsportveranstaltungen.

Rettungs- und Einsatzkräfte dürfen nicht als Streckenabsicherung missbrauch werden.

Z.B.:
- Großer Preis von Buchholz
- Ironman Hamburg (IRONMAN Germany GmbH, Höchster Strasse 90, 65835 Liederbach)
- EuroEyes Cyclassics (IRONMAN Germany GmbH, Friesenweg 5g, 22763 Hamburg)
- EuroEyes Youngclassics (IRONMAN Germany GmbH, Friesenweg 5g, 22763 Hamburg)
- Stevens Cup


Ortschaften werden durch Sperrungen quasi abgeriegelt und die Einwohner zum Daheimbleiben gezwungen.
Es gibt selten Umgehungen, die eine Erreichbarkeit von Ortschaften oder Straßen sicherstellen.
Pflegedienste können ihre Patienten nicht erreichen,
Schichtarbeiter können ihr Zuhause oder die Arbeitsstätte nicht mehr erreichen,
Gewerbetreibende wie Bäckereien, Gastronomie, Hotel- und Pensionsbetriebe beklagen Umsatzeinbußen während der Sperrungen. Familienfeiern an den betroffenen Wochenenden müssen wegen Rad-und Laufsportveranstaltungen schlichtweg abgesagt werden.

Die Veranstalter (z.B. Cyclassics) werben indes für ihre Kundschaft mit kernigen Sprüchen wie:
..."Freue dich auf höchste organisatorische Standards. Für deine Startgebühr erhältst du beispielsweise eine extra für dich komplett abgesperrte und gesicherte Rennstrecke ...." (Anm.: Startgebühr 62-102 Euro) ".... Man lebt nur einmal. Und es liegt an dir, etwas Besonderes daraus zu machen ..... und es deinem inneren Schweinehund zu zeigen."

All diese und noch viele andere Gründe sind für uns der Anlass darauf aufmerksam zu machen, die Wettbewerbstreckenführungen zu hinterfragen.

Wir fordern Sie daher auf, sich über alternative Wettbewerbsstrecken intensiv Gedanken zu machen und diese einzusetzen. (Für das Jahr 2018 und alle weiteren Jahre)
Ziel muss es sein, so viel wie möglich Menschen nicht in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit und dem freien Handeln einzuschränken. Anstrebenswert wäre aber eine Quote von 100%.

Diese alternativen Strecken sollten keine gravierend großen Umwege darstellen, da dies zum einen unzumutbar ist und zum anderen eine höhere Belastung der Umwelt darstellt.

Strecken müssen geschaffen werden, bei denen Anwohner/Einwohner/Anlieger selbst bestimmen können ob – wann - sie ihr Haus, ihre Straße oder ihre Ortschaft verlassen, und/oder wieder dorthin zurückkehren. Dieses Recht ist im Grundgesetz verbrieft.

Sportveranstaltungen für einen kleinen (zahlenden) Personenkreis dürfen nicht die Persönlichkeits- und Freiheitsrechte von Mitmenschen einschränken.

Wir fordern Sie ebenso auf, gewisse Streckenabschnitte an den neuen Alternativstrecken als „Passierzone“ einzurichten. Dadurch wird den Anwohnern/Einwohnern/Anliegern eine Wahrnehmung ihrer persönlichen Freiheit ermöglich. Wartezeiten in den Passierzonen sind kein Problem.

Pflegediensten oder anderen karitativen Einrichtungen muss es jederzeit möglich sein, ihre Tätigkeit zur Versorgung pflegebedürftiger oder Menschen mit Handicap wahrzunehmen.

Gewerbetreibende müssen ihre Kunden und Gäste rechtzeitig über geeignete An- und Abfahrtmöglichkeiten informieren können.
Eine Unerreichbarkeit oder generelle Einschränkung ist für sie nicht akzeptabel.

Wir sind zuversichtlich, dass eine Planung zukünftig mit Weitblick und vor allem mit der Vermeidung von Einschränkungen oder Sperrungen für betroffenen Bürgern und Gewerbetreibenden realisiert wird, und darüber hinaus ein Garant für Zufriedenheit auf allen Seiten entsteht.

Damit wird mittelfristig dafür gesorgt, dass den Rechten und Pflichten genüge getan wird und Unstimmigkeiten oder schlechte Stimmung eine Veranstaltung nicht stören.
Es kann nicht sein, dass die Metropolregion Hamburg wegen eines olympiasüchtigen Sportsenators Andy Grote zur kostenlosen Spielwiese Hamburgs mutiert.

 

 



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