Обновление к петицииKeine Rechtsbeugung für Flächenverbrauch im Landkreis Heilbronn

Danke! Auf dem Weg zur Hundert

Matthias BöhringerPfaffenhofen, Германия
30 мар. 2017 г.
Liebe Unterzeichner, vielen Dank für Eure Unterstützung. Die Petition ist gut angelaufen und wird im Netzwerk der Umweltverbände weitergereicht. Ich habe nun auch den bei change.org vorgesehenen Petitionsbrief mit einigen Argumenten abgerundet (Arbeitsplätze u.a.) , siehe unten im Anschluss. Eine Mailadresse von Landrat Piepenburg habe ich allerdings nicht eingetragen. Ich habe vor, die Petition möglichst direkt zu übergeben, wenn noch viel mehr Unterschriften zusammengekommen sind. Übergabe evtl im Mai / Juni. Den Text vom Petitionsbrief könnt Ihr aber gerne als Vorlage zur Weitergabe nutzen. Viele Grüße, Matthias Böhringer +++++++++ Sehr geehrter Herr Piepenburg, das Landratsamt als Genehmigungsbehörde für Flächennutzungspläne und Bebauungspläne im Landkreis Heilbronn muss auf eine höhere Gewichtung des Flächenschutzes drängen und im Zweifel eine Außenentwicklung versagen. Die Städte und Gemeinden im Landkreis Heilbronn übergehen ignorant die Vorgaben des Bundes und des Landes Baden-Württemberg, den Flächenverbrauch runterzufahren und beugen die Raumentwicklung betreffenden Gesetze zum betriebswirtschaftlichen Vorteil einzelner statt dem Gebot der Nachhaltigkeit zu folgen. Mit der Anerkennung des Bodens als nicht erneuerbarer Ressource, in Anbetracht bereits erfolgter Flächeninanspruchnahmen und mit dem in den Rechtsnormen verankertem Schutz der Lebensgrundlagen muss an die Ziehung absoluter Grenzen bei der Siedlungsentwicklung gedacht werden. Im Landkreis begeben sich Kleinststädtchen in die Rolle als Rädchen im Getriebe einer Weltwirtschaft, die auf die Umwelt pfeift. Sie lassen eine im Verhältnis zur Einwohnerzahl unmäßige Fläche an Gewerbegebieten wuchern. Es mangelt an Gespür für die Landschaft. Zur Begegnung dieser Einzelinteressen gibt es die Raumplanung. Wenn Kommunen in finanzielle Nöte kommen, ist das politisch und nicht mit immer weiterer Bebauung zu lösen. Dieses nur kurzfristig Zufriedenheit bringende Wachstum ist ein Teufelskreis, der mit Fluktuation und Veränderung der Betriebe und der Bevölkerung, wachsenden Haushalten und Erwartungen genährt wird. Die Förderung einzelner Unternehmen mit entgegenkommender Bauleitplanung nützt dabei oft nicht einmal der Volkswirtschaft, wenn z. B. einem Discountkonzern Gelegenheit gegeben wird, mit seiner Expansion kleine Marktteilnehmer an die Wand zu drängen oder die Konkurrenz herausfordert. Das Arbeitplatzargument muss ehrlich zerlegt und entsprechend gering gewichtet werden. Die Arbeitsplätze sind der Fluktuation ausgesetzt, werden häufig nicht "geschaffen", sondern lediglich bei Betriebsverlagerungen verlegt oder bei Wettbewerb gegen die Konkurrenz weggenommen. Die Arbeitnehmer können also nicht als sich bewegende Größe über die unersetzliche Fläche gestellt werden. +++++++++++++
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