Radweg auf Ersatzneubau der Rader Autobahnhochbrücke (A7) über den Nord-Ostsee-Kanal


Radweg auf Ersatzneubau der Rader Autobahnhochbrücke (A7) über den Nord-Ostsee-Kanal
Das Problem
Die Hochbrücke der A7 über den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) bei Rendsburg, die Rader Hochbrücke ist marode und soll einem Ersatzneubau weichen. In der vorgelegten Planung ist noch nicht einmal der Bedarf eines Radwegs geprüft worden. Es gibt die Möglichkeit, auf Autobahnbrücken auch Radwege unterzubringen.
Forderung war bekannt
"Ortssprecher Bodo Schnoor wünscht sich, dass in die Planungen zum Bau einer neuen Rader Hochbrücke ein zweispuriger Fahrradweg aufgenommen wird, der einseitig neben der Autobahn 7 über den Nord-Ostsee-Kanal führt.", schrieb Anfang Juni 2018 die Lokalpresse (https://www.shz.de/20004387). Ende 2020 wurden die Pläne ausgelegt, ohne Radwegeplanung. Es gab die Möglichkeit zur Stellungnahme, welche unter anderem der Petitent in Anspruch nahm.
Verkehrssituation - Kanalquerungen für den Radverkehr im Raum Rendsburg
Der Wirtschaftsraum Rendsburg wird durch den Nord-Ostsee-Kanal zerschnitten. Viele Pendler müssen die künstliche Wasserstraße täglich queren.. Da selbst der Kfz-Verkehr nur zwei feste Kanalquerungen mit dem Tunnel der B77 und der A7-Brücke hat, wird selbst die A7 wie eine Gemeindeverbindungsstraße genutzt, wie auch der Vertreter der DEGES anmerkte.
Der Fussverkehr hat einen Fussgängertunnel, in dem Radverkehr toleriert wird. im weiteren gibt es zwei Fährverbindungen, von denen zur Zeit nur die Audorfer Fähre verkehrt. Die Schwebefähre ist nach einem Unfall ausgefallen und wird mittelfristig ersetzt.
Aus der Stadt Büdelsdorf oder Borgstedt kommend, muss zum Erreichen dier Fähren oder des Fussverkehrstunnels ein Bogen um die Obereider gefahren werden, ein Gewässer im Alten Eiderlauf, das in den Nord-Ostsee-Kanal mündet. Die A7 verläuft über Borgstedt und tangiert den anderen Siedlungsraum südlich des Kanals. Sie verläuft dort, wo für den Radverkehr die Verbindung derzeit nur über große Umwege möglich ist.
Umwelt und Klimaschutz
Ein Großteil der privaten PKW-Fahrten erfolgt auf Kurzstrecke. 75 % der privaten PKW-Fahrten erfolgen auf Strecken unter 10 km (Umweltbundesamt). Das sind klassische Fahrradstrecken. Radverkehr ist eine Mobilitätsform, welche klimafreundlicher als Kfz-Verkehr ist. Radverkehr erzeugt einen volkswirtschaftlichen Nutzen.
Die Steigerung des Radverkehrsanteils erzeugt einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen. Deshalb ist sie Ziel des Nationalen Radverkehrsplans. Dieses Ziel wird konterkariert, wenn die Chance zur Verkürzung von Wegen nicht genutzt werden. Attraktive Radverkehrsinfrastruktur bewegt zum Umstieg auf das Fahrrad. Gerade der Umstieg der Kurzstreckenpendler brächte auch eine Reduktion der Lärmemissionen.
Höhe und Steigung als Gegenargument?
Eine Steigung wird akzeptiert, wenn sie erhebliche Streckeneinsparungen mit sich bringt. Wer die Audorfer Fähre wählt, muss unter Umständen die Steigung der Kieler Straße in Rendsburg bewältigen. Die bestehenden Brücken Holtenauer, Alte Levensauer und Grünenthaler Hochbrücken werden von Alltagsradverkehr genutzt. Allen gemeinsam ist die Durchfahrtshöhe von 42 m für Schiffe.
Ohne Berücksichtigung von 1,5 m Podesten wäre eine Rampe auf 45 m Höhenunterschied bei 3 % Steigung etwa 1.520 m, lang. Bei 6 % Steigung wäre eine Rampenlänge von etwa 750 m notwendig. Nur liegt der zu bewältigende Höhenunterschied nicht bei 45 m, weil der Startpunkt schon deutlich über dem Spiegel des Kanals liegt. Bei Mitnutzung durch Fussverkehr oder auch bei der starken Steigung für den Radverkehr wären Podeste nötig, welche die Strecken ein wenig verlängern. 6 % entsprechen etwa 3,4° Steigung.
Rechtslage
Radwege neben Autobahnen auf Brücken waren schon lange international und in einzelnen Bundesländern üblich. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hatte sich mit der Thematik beschäftigt. Mit dem Ziel der Radverkehrsförderung hatte schließlich die Bundesregierung im Januar eine Vorlage zur Änderung des § 3 FStrG vorgelegt, welcher seit Juni 2020 in Kraft ist. Bei Brückenneubauten für Bundesfernstraßen soll demnach in Trägerschaft des Bundes bei Bedarf ein Radweg entstehen. Wenn diesseits und jenseits des Gewässers Radwege gegeben sind, ist schon ein Bedarf gegen. Die Wirtschaftswege an den Ufern des NOK sind Teile der NOK-Route, werden aber auch von Alltagsradverkehr genutzt. Hinzu kommt, dass die Brücke zwar in der Peripherie eines urbanen Raumes, des Wirtschaftsraumes Rendsburg liegt, aber viele Strecken innerhalb dieses Raumes und regional verkürzen würde.Die nächste Fähre östlich ist in Sehesedt hinter einer Kurve des NOK gelegen.
Das Land Schleswig-Holstein hat die Planfeststellung beschlossen, obwohl bei diesem Neubau, der nun 6-spurig werden soll, keine Bedarfsprüfung für einen Radweg erfolgte. Der vorliegende Einwand wurde nicht entsprechend durch die Planfeststellungsbehörde berücksichtigt.
Warum kam der Hinweis und der Einwand nur von Einzelpersonen?
Es war angemerkt worden, dass in den Einwohnerversammlungen auf den Dörfern kein Radweg gefordert worden wäre. Das liegt ganz einfach daran, dass im Raum Rendsburg wegen der schlechten Kanalquerungsmöglichkeiten Automobilität überrepräsentiert ist. Außerdem ist ein Radweg neben einer Autobahn für Viele im Raum Rendsburg unvorstellbar, weil sie diese Option nicht kennen.Der Petetent lernte diese Möglichkeit auch erst durch ein Photo von einer Brücke der A2 bei Minden kennen, welches der Ortsgruppensprecher des ADFC Rendsburg Bodo Schnoor auf einer seiner Radreisen geschossen hatte.
Weitere Möglichkeiten und Perspektiven
In zukünftigen Entwicklungen eines Radschnellwegenetzes in Schleswig-Holstein kann diese feste Kanalquerungsmöglichkeit zukünftigen Planern die Arbeit erleichtern. Ein Radschnellweg Flensburg - Metropolregion Hamburg könnte über diese Brücke geführt werden. Auch ergibt sich eine Planungsption für den Anschluß Kiels an einen Radschnellweg Husum - Erfde - Hohn - Fockbek/Rendsburg, wie er schon von zwei beteiligten Kreisen angedacht ist. Es liegt im Rahmen des Möglichen, dass zukünftige Verkehrsplaner, die aktuellen Akteure wegen ihrer Kurzsichtigkeit verfluchen.
Fazit und Ziel der Petition
Der Ersatzneubau der Ersatzneubau der Rader Hochbrücke der A7 muss mit Radweg überplant werden. Wenn die Bundesrepublik Deutschland als Straßenbaulastträger es mit dem Klimaschutz ernstmeint, gibt es keinen anderen Weg.

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Das Problem
Die Hochbrücke der A7 über den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) bei Rendsburg, die Rader Hochbrücke ist marode und soll einem Ersatzneubau weichen. In der vorgelegten Planung ist noch nicht einmal der Bedarf eines Radwegs geprüft worden. Es gibt die Möglichkeit, auf Autobahnbrücken auch Radwege unterzubringen.
Forderung war bekannt
"Ortssprecher Bodo Schnoor wünscht sich, dass in die Planungen zum Bau einer neuen Rader Hochbrücke ein zweispuriger Fahrradweg aufgenommen wird, der einseitig neben der Autobahn 7 über den Nord-Ostsee-Kanal führt.", schrieb Anfang Juni 2018 die Lokalpresse (https://www.shz.de/20004387). Ende 2020 wurden die Pläne ausgelegt, ohne Radwegeplanung. Es gab die Möglichkeit zur Stellungnahme, welche unter anderem der Petitent in Anspruch nahm.
Verkehrssituation - Kanalquerungen für den Radverkehr im Raum Rendsburg
Der Wirtschaftsraum Rendsburg wird durch den Nord-Ostsee-Kanal zerschnitten. Viele Pendler müssen die künstliche Wasserstraße täglich queren.. Da selbst der Kfz-Verkehr nur zwei feste Kanalquerungen mit dem Tunnel der B77 und der A7-Brücke hat, wird selbst die A7 wie eine Gemeindeverbindungsstraße genutzt, wie auch der Vertreter der DEGES anmerkte.
Der Fussverkehr hat einen Fussgängertunnel, in dem Radverkehr toleriert wird. im weiteren gibt es zwei Fährverbindungen, von denen zur Zeit nur die Audorfer Fähre verkehrt. Die Schwebefähre ist nach einem Unfall ausgefallen und wird mittelfristig ersetzt.
Aus der Stadt Büdelsdorf oder Borgstedt kommend, muss zum Erreichen dier Fähren oder des Fussverkehrstunnels ein Bogen um die Obereider gefahren werden, ein Gewässer im Alten Eiderlauf, das in den Nord-Ostsee-Kanal mündet. Die A7 verläuft über Borgstedt und tangiert den anderen Siedlungsraum südlich des Kanals. Sie verläuft dort, wo für den Radverkehr die Verbindung derzeit nur über große Umwege möglich ist.
Umwelt und Klimaschutz
Ein Großteil der privaten PKW-Fahrten erfolgt auf Kurzstrecke. 75 % der privaten PKW-Fahrten erfolgen auf Strecken unter 10 km (Umweltbundesamt). Das sind klassische Fahrradstrecken. Radverkehr ist eine Mobilitätsform, welche klimafreundlicher als Kfz-Verkehr ist. Radverkehr erzeugt einen volkswirtschaftlichen Nutzen.
Die Steigerung des Radverkehrsanteils erzeugt einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen. Deshalb ist sie Ziel des Nationalen Radverkehrsplans. Dieses Ziel wird konterkariert, wenn die Chance zur Verkürzung von Wegen nicht genutzt werden. Attraktive Radverkehrsinfrastruktur bewegt zum Umstieg auf das Fahrrad. Gerade der Umstieg der Kurzstreckenpendler brächte auch eine Reduktion der Lärmemissionen.
Höhe und Steigung als Gegenargument?
Eine Steigung wird akzeptiert, wenn sie erhebliche Streckeneinsparungen mit sich bringt. Wer die Audorfer Fähre wählt, muss unter Umständen die Steigung der Kieler Straße in Rendsburg bewältigen. Die bestehenden Brücken Holtenauer, Alte Levensauer und Grünenthaler Hochbrücken werden von Alltagsradverkehr genutzt. Allen gemeinsam ist die Durchfahrtshöhe von 42 m für Schiffe.
Ohne Berücksichtigung von 1,5 m Podesten wäre eine Rampe auf 45 m Höhenunterschied bei 3 % Steigung etwa 1.520 m, lang. Bei 6 % Steigung wäre eine Rampenlänge von etwa 750 m notwendig. Nur liegt der zu bewältigende Höhenunterschied nicht bei 45 m, weil der Startpunkt schon deutlich über dem Spiegel des Kanals liegt. Bei Mitnutzung durch Fussverkehr oder auch bei der starken Steigung für den Radverkehr wären Podeste nötig, welche die Strecken ein wenig verlängern. 6 % entsprechen etwa 3,4° Steigung.
Rechtslage
Radwege neben Autobahnen auf Brücken waren schon lange international und in einzelnen Bundesländern üblich. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hatte sich mit der Thematik beschäftigt. Mit dem Ziel der Radverkehrsförderung hatte schließlich die Bundesregierung im Januar eine Vorlage zur Änderung des § 3 FStrG vorgelegt, welcher seit Juni 2020 in Kraft ist. Bei Brückenneubauten für Bundesfernstraßen soll demnach in Trägerschaft des Bundes bei Bedarf ein Radweg entstehen. Wenn diesseits und jenseits des Gewässers Radwege gegeben sind, ist schon ein Bedarf gegen. Die Wirtschaftswege an den Ufern des NOK sind Teile der NOK-Route, werden aber auch von Alltagsradverkehr genutzt. Hinzu kommt, dass die Brücke zwar in der Peripherie eines urbanen Raumes, des Wirtschaftsraumes Rendsburg liegt, aber viele Strecken innerhalb dieses Raumes und regional verkürzen würde.Die nächste Fähre östlich ist in Sehesedt hinter einer Kurve des NOK gelegen.
Das Land Schleswig-Holstein hat die Planfeststellung beschlossen, obwohl bei diesem Neubau, der nun 6-spurig werden soll, keine Bedarfsprüfung für einen Radweg erfolgte. Der vorliegende Einwand wurde nicht entsprechend durch die Planfeststellungsbehörde berücksichtigt.
Warum kam der Hinweis und der Einwand nur von Einzelpersonen?
Es war angemerkt worden, dass in den Einwohnerversammlungen auf den Dörfern kein Radweg gefordert worden wäre. Das liegt ganz einfach daran, dass im Raum Rendsburg wegen der schlechten Kanalquerungsmöglichkeiten Automobilität überrepräsentiert ist. Außerdem ist ein Radweg neben einer Autobahn für Viele im Raum Rendsburg unvorstellbar, weil sie diese Option nicht kennen.Der Petetent lernte diese Möglichkeit auch erst durch ein Photo von einer Brücke der A2 bei Minden kennen, welches der Ortsgruppensprecher des ADFC Rendsburg Bodo Schnoor auf einer seiner Radreisen geschossen hatte.
Weitere Möglichkeiten und Perspektiven
In zukünftigen Entwicklungen eines Radschnellwegenetzes in Schleswig-Holstein kann diese feste Kanalquerungsmöglichkeit zukünftigen Planern die Arbeit erleichtern. Ein Radschnellweg Flensburg - Metropolregion Hamburg könnte über diese Brücke geführt werden. Auch ergibt sich eine Planungsption für den Anschluß Kiels an einen Radschnellweg Husum - Erfde - Hohn - Fockbek/Rendsburg, wie er schon von zwei beteiligten Kreisen angedacht ist. Es liegt im Rahmen des Möglichen, dass zukünftige Verkehrsplaner, die aktuellen Akteure wegen ihrer Kurzsichtigkeit verfluchen.
Fazit und Ziel der Petition
Der Ersatzneubau der Ersatzneubau der Rader Hochbrücke der A7 muss mit Radweg überplant werden. Wenn die Bundesrepublik Deutschland als Straßenbaulastträger es mit dem Klimaschutz ernstmeint, gibt es keinen anderen Weg.

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Petition am 24. Januar 2022 erstellt