署名活動についてのお知らせInhuman und rechtlich fragwürdig: Abschiebung nach 28 Jahren in den KosovoWillkommen zuhause Mire!
Dagmar RüdenburgBiberach/Riß, ドイツ
2021/06/14

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

nach sieben Monaten kann Mire G. endlich wieder ihre Kinder und Enkelkinder in die Arme nehmen. Samstagabend ist sie auf dem Flughafen Stuttgart eingetroffen. Eine schreckliche Zeit liegt hinter ihr - sie hat Spuren bei Mire und ihrer ganzen Familie hinterlassen. Dank vieler Unterstützer*innen kann sie jetzt beginnen, diese Zeit zu verarbeiten.

Über 41.000 Menschen haben die Petition für ihre Rückkehr unterschrieben. Das und der Einsatz vieler Menschen, Protestaktionen, zahlreiche Briefe an Abgeordnete und Entscheidungsträger hat dazu geführt, daß die skandalöse Entscheidung , Mire und ihren Ehemann nach 28  Jahren in der BRD abzuschieben, zurückgenommen werden musste. Zu spät für Sali K., der im März im Kosovo gestorben ist – nach unserer Auffassung ohne die Abschiebung noch leben könnte. Initiativen für das Bemühen um eine Lösung gab es bei einzelnen Abgeordneten der SPD und der GRÜNEN, so hat sich z.B. Martin Gerster (SPD MdB) erfolgreich für die Beschleunigung von  Mires Rückkehr  beim Auswärtigen Amt eingesetzt. Innenminister Strobl und Winfried Kretschmann gehörten nicht dazu. Von Strobl  haben wir keine Empathie erwartet, von Winfried Kretschmann allerdings wenigstens die ernsthafte  Auseinandersetzung mit der Situation der Familie. Die einzige Antwort: ein Brief mit uns sattsam bekannten Satzbausteinen.

Viele politisch Verantwortliche äußern sich kritisch zur Verletzung von Menschenrechten, wenn es weit weg genug passiert. Wenn es hier passiert, wird auf Zuständigkeiten verwiesen. Unter Zivilcourage verstehen wir etwas anderes.

Aber wir haben auch erfahren, daß es viele Menschen gibt, die die Abschiebepraxis in Baden-Württemberg kritisieren und etwas dagegen tun wollen. Das macht uns Mut, weiter für eine humane Flüchtlingspolitik zu kämpfen. Wir bedanken uns bei allen, die sich für Sali K. und Mire G. eingesetzt haben. Ohne Euch würde Mire G. noch im Kosovo ohne Perspektive , in Trauer um ihren Ehemann, dahin vegetieren.

Wenn es Euch möglich ist: wir sammeln weiter Spenden für die Familie (Rechtschutzkosten/Unterhalt/Rückreisekosten) auf das Konto: Interkulturelles Forum für Flüchtlingsarbeit e.V. Verwendungszweck: Rechtschutz  IBAN DE98654500700007826445/SBCRDE66XXX.

Dagmar Rüdenburg

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