Freigabe des Elternwillens beim Übertritt an weiterführende Schulen im Coronajahr 2021

Freigabe des Elternwillens beim Übertritt an weiterführende Schulen im Coronajahr 2021

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Bei 5.000 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit von den lokalen Medien aufgegriffen!
Elke Neubauer hat diese Petition an Prof. Michael Piazolo (Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus) und gestartet.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir fordern die Freigabe des Elternwillens in Bayern beim Übertritt im Coronajahr 2021. Warum?

In diesem Jahr ist alles anders. Die Viertklässler dieses Jahrgangs hatten bereits in der dritten Klasse bis zu einem halben Jahr Distanz- bzw. Wechselunterricht. In der Vierten nun ging die Schere völlig auseinander: Die Einen sitzen seit Weihnachten nur vor dem Computer, die Anderen hatten Distanzunterricht bis 22. Februar, der Bildungshintergrund in den Familien ist unterschiedlich, die IT-Möglichkeiten von Schulen und Familien ebenso. Eine Chancengleichheit ist somit nicht gegeben. Die Politik sprach nach dem 22.2. zwar von Ankommen und Druck rausnehmen, aber die Realität war, kaum, dass der Wechselunterricht begonnen hatte, eine Probe nach der anderen. Das Reduzieren der Proben von 18 auf 14 sei eine Erleichterung, hieß es. Wie kurz gedacht! Bei weniger Proben zählt doch jede einzelne Note umso mehr, und im Handumdrehen wird mit zwei 3en aus einem Gymansiumsaspiranten ein Mittelschulkandidat! Ich bin selbst Mutter eines Viertklässlers, der bis zum ersten Lockdown im vergangenen Jahr gerne und mit guten Noten die Schule besucht hat. Ich weiß also, wovon ich rede.

In diesem Jahr ist alles anders. Eltern sind am Limit, die Vierfachbelastung aus Kindererziehung, Job, Haushalt und Lehrertätigkeit unterhöhlen das Familienleben. Die Kinder sehen keine Freunde, haben kein Fußballtraining, keinen Musikunterricht, können Oma und Opa nicht besuchen, können nicht mehr, wollen nicht mehr. Und trotzdem kämpfen sie sich durch diese vierte Klasse, trotzdem versuchen sie, den Anforderungen gerecht zu werden - und dann müssen sie sehen, wie ihre Wunschschule immer weiter in der Ferne verschwindet wie eine Fata Morgana! Und warum? Weil in Bayern an diesem Übertritt festgehalten wird, als würde alles zusammenbrechen, wenn man diesen in Stein gemeißelten Unsinn nicht endlich aufgibt, zumal in diesem Jahr! In anderen Bundesländern funktioniert es doch auch, dass die Eltern die letzte Entscheidung über den Bildungsweg ihrer Kinder haben. Verschiedenste Verbände haben sich zu diesem Thema bereits aufgeschaltet, zuletzt sogar der Kinderschutzbund! Und was fällt der Politik ein? Die Viertklässler werden zu Abschlussklassen deklariert. Was für ein Abschluss ist das denn? Kann man danach gleich studieren? Wie heißt er?

In diesem Jahr ist alles anders. Bitte unterstützen Sie uns dabei, dass in diesem Jahr auch der Übertritt anders verläuft - nämlich in einem Rahmen, in dem letztlich nicht ein paar wenige, unter teilweise unglaublichen Umständen erworbene Noten über die Zukunft der Kinder entscheiden, die in dieser Pandemie sowieso schon den höchsten Preis zahlen, sondern in einem Rahmen, in dem Eltern, Kinder und Lehrer gemeinsam den Weg der Kinder in ihre Zukunft bestimmen können.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Elke Neubauer

 

 

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