Kudamm-Bühnen retten!

Das Problem

#KudammBühnenretten

Wir fordern den Erhalt der traditionsreichen Bühnen am Kurfürstendamm.

Seit über 10 Jahren kämpft der Theaterdirektor Martin Woelffer bereits um den Erhalt von Theater am Kurfürstendamm und Komödie.
Nun droht erneut ein Investor damit, beide Theater abzureißen, und plant, ein Kellertheater zu bauen. Ob Martin Woelffer, der das Haus in dritter Generation führt, der Betreiber sein soll, lässt der Investor offen.

Vor kurzem fasste der Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses folgenden Beschluss: „Der Senat wird aufgefordert zu prüfen, wie ein Abriss der traditionellen Bühnen am Kurfürstendamm verhindert werden kann. In dieser Prüfung sind auch die Aspekte der Stadtentwicklung, der Bauplanung und ggf. des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Des Weiteren wird der Senat aufgefordert zu prüfen, welche finanziellen Mittel für eine Ausweichspielstätte während der Bauarbeiten und für den zukünftigen Theaterbetrieb nach dem Umbau des Kudamm-Karrees erforderlich sind.“

Wir appellieren an Sie, nicht nur zu prüfen, sondern zu beschließen, die Zukunft der Boulevardbühnen langfristig zu sichern, denn an diesen beiden von Max Reinhardt gegründeten und von der Familie Woelffer seit mehr als 60 Jahren geführten Häuser wurde ein Stück Berliner Theatergeschichte geschrieben.

Martin Woelffer hat den Anspruch, modernes, großstädtisches Unterhaltungstheater zu machen, eingelöst. Jedes Jahr sind die Bühnen mit 200.000 Besuchern die beliebtesten Sprechtheater der Stadt.

Auf eine sichere Zukunft für die beiden Theater, sein Team und die zahlreichen Kreativen, die an den Bühnen eine künstlerische Heimat gefunden haben, wartet er noch.

Sie, Herr Müller, können das ändern.

V.i.S.d.P.: Brigitta Valentin, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 030/885911-35, Fax –63, E-Mail: valentin@komoedie-berlin.de
Theater und Komödie am Kurfürstendamm, Kurfürstendamm 206/209, 10719 Berlin

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Theater und Komödie am KurfürstendammPetitionsstarter*in
Diese Petition hat 11.553 Unterschriften erreicht

Das Problem

#KudammBühnenretten

Wir fordern den Erhalt der traditionsreichen Bühnen am Kurfürstendamm.

Seit über 10 Jahren kämpft der Theaterdirektor Martin Woelffer bereits um den Erhalt von Theater am Kurfürstendamm und Komödie.
Nun droht erneut ein Investor damit, beide Theater abzureißen, und plant, ein Kellertheater zu bauen. Ob Martin Woelffer, der das Haus in dritter Generation führt, der Betreiber sein soll, lässt der Investor offen.

Vor kurzem fasste der Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses folgenden Beschluss: „Der Senat wird aufgefordert zu prüfen, wie ein Abriss der traditionellen Bühnen am Kurfürstendamm verhindert werden kann. In dieser Prüfung sind auch die Aspekte der Stadtentwicklung, der Bauplanung und ggf. des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Des Weiteren wird der Senat aufgefordert zu prüfen, welche finanziellen Mittel für eine Ausweichspielstätte während der Bauarbeiten und für den zukünftigen Theaterbetrieb nach dem Umbau des Kudamm-Karrees erforderlich sind.“

Wir appellieren an Sie, nicht nur zu prüfen, sondern zu beschließen, die Zukunft der Boulevardbühnen langfristig zu sichern, denn an diesen beiden von Max Reinhardt gegründeten und von der Familie Woelffer seit mehr als 60 Jahren geführten Häuser wurde ein Stück Berliner Theatergeschichte geschrieben.

Martin Woelffer hat den Anspruch, modernes, großstädtisches Unterhaltungstheater zu machen, eingelöst. Jedes Jahr sind die Bühnen mit 200.000 Besuchern die beliebtesten Sprechtheater der Stadt.

Auf eine sichere Zukunft für die beiden Theater, sein Team und die zahlreichen Kreativen, die an den Bühnen eine künstlerische Heimat gefunden haben, wartet er noch.

Sie, Herr Müller, können das ändern.

V.i.S.d.P.: Brigitta Valentin, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 030/885911-35, Fax –63, E-Mail: valentin@komoedie-berlin.de
Theater und Komödie am Kurfürstendamm, Kurfürstendamm 206/209, 10719 Berlin

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Theater und Komödie am KurfürstendammPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Dr. Klaus Lederer
Senator für Kultur und Europa, DIE LINKE, Berlin
Beantwortet
DIE LINKE. Berlin ruft hiermit auch nochmal dringlich zur Unterstützung dieser Petition auf. Dass die Charlottenburger Ku’damm Bühnen noch immer von Räumung, Abriss und Image-Verlust gefährdet sind, ist nicht nur Schuld der Landesregierung Diepgen, die das Objekt 1999 verkauft hat, sondern auch der noch amtierenden Koalition, die alle noch möglichen rechtlichen Schutzinstrumente für das Haus versagt hat. Der von den Grünen und uns eingereichte Antrag an das Abgeordnetenhaus vom 02.03.2016 (Drucksache 17/2755), mit dem der Senat verpflichtet werden sollte, die Voraussetzungen zum Erhalt des Hauses zu schaffen und Theater und Komödie unter Denkmalschutz zu stellen, ist durch eine abgeschwächte Formulierung von SPD und CDU ersetzt worden (Beschlussprotokoll Kult 17/68 vom 04.04.2016). Demnach wird der Senat lediglich zur Prüfung dieser Möglichkeiten beauftragt, ohne einen konkreten politischen Auftrag zur Sicherung der Spielstätten. Das Landgericht hat bei der Verhandlung der Räumungsklage im Juli mit seinen Zweifeln an der legalen Firmengründung der derzeitigen Eigentümer allen Beteiligten gezeigt, in wessen Händen sich das Haus befindet. Das passiert, wenn man einen kulturellen Wert zum Anlagenwert werden lässt. Über 90 Jahre alte Theatergeschichte, eine einzigartige Theaterarchitektur und eine Bühne, die unzählige schauspielerische Größen getragen und jährlich eine viertel Million Menschen aus nah und fern anzieht, dem Profitstreben von Spekulanten auszuliefern, ist kulturpolitisch schlichtweg verantwortungslos. Es braucht nun unbedingt den Druck durch Sie mit Ihrer Stimme für die Petition und insgesamt einen kulturpolitischen Wandel in dieser Stadt. Es ist Hohn, wenn mit der zunehmenden Unterwerfung des Kulturlebens dieser Stadt unter eine Verwertungslogik und die Konzentration auf zentrale und festivalisierte Großveranstaltungen für die kulturelle Vielfalt Berlins geworben wird. Eine wirkliche kulturelle Vielfalt gibt es nur durch hinreichende Subventionen der etalierten und vieler kleiner Akteure und Spielstätten, den Aktiven der freien Szene, entsprechende Maßnahmen für angemessene Arbeitsbedingungen Kulturschaffender und stadtentwicklungspolitische Sicherungsinstrumente!
Ramona Pop (Grüne)
Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, Spitzenkandidatin der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2016
Beantwortet
Liebe Frau Valentin, lieben Petitionsunterstützerinnen und -unterstützer, wir begrüßen die Petition für den Erhalt der Kudamm-Bühnen! Wir von Bündnis90/Die Grünen setzen uns bereits seit sehr langer Zeit für den Erhalt der beiden Bühnen am Kurfürstendamm und deren Theaterbetrieb ein. Dies war schon unter der kulturpolitischen Sprecherin unserer Abgeordnetenhausfraktion Alice Ströver bis 2011 der Fall, und Sabine Bangert hat dieses Engagement in dieser Legislaturperiode fortgesetzt. Auch auf Bezirksebene bemühen wir Grünen uns um eine stabile Zukunft für die Bühnen und haben entsprechende politische Maßnahmen eingeleitet. Parlamentarisch haben wir die Debatte um den Erhalt der Bühnen angestoßen und einen Antrag initiiert, den die Koalitionsfraktionen in der ursprünglichen Form leider nicht mitgetragen haben. Link zum Antrag: pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/DruckSachen/d17-2755.pdf Wir fordern erstens, dass der Senat den Theaterstandort der Bühnen am Kurfürstendamm sichert, in dem er die nötigen Voraussetzungen schafft, dass die Bühnen am Kurfürstendamm und deren Spielbetrieb erhalten bleiben und bei der Neugestaltung des Kudamm-Karrees entsprechend integriert werden. Zweitens fordern wir, dass der Senat dafür Sorge trägt, Theater und die Komödie am Kurfürstendamm unter Denkmalschutz zu stellen. Dies hat mit der geschichtlichen Bedeutung der beiden Spielstätten zu tun, denn für uns Grüne ist klar, dass die Geschichte der Bühnen am Kurfürstendamm prägend für die Theaterlandschaft Berlins ist. Seit über 90 Jahren und insbesondere durch die Zeit unter Max Reinhardt bis zur Leitung durch die Familie Woelffer bieten die Traditionshäuser erfolgreiches Boulevardtheater. Komödie und Theater am Kurfürstendamm sind daher ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Infrastruktur der City West. Aber auch die bis heute weltweit einzigartige Architektur des von Oskar Kaufmann entworfenen Logentheaters nach dem Vorbild der Schlosstheater rechtfertigt dies unbedingt. Wir wissen, dass eine stabile Zukunft des Theaterbetriebs nur gewährleistet ist, wenn die Bühnen eine angemessene finanzielle Förderung aus öffentlichen Mitteln erhalten. Die Planungen für das Kudamm-Karree sind heute bereits sehr weit fortgeschritten und insofern besteht großer Zeitdruck, um den Interessenskonflikt zwischen Investor und dem Betreiber der Bühnen gütig zu klären. Hierzu haben die Grünen zahlreiche Gespräche mit allen Beteiligten geführt und versucht, eine zielführende moderierende Rolle einzunehmen. Uns Grünen ist wichtig, dass alle Maßnahmen mit dem Träger des Theaters, der Familie Woelffer, eng abgestimmt werden. Das beinhaltet auch, eine funktionierende, finanzierte und angemessene Übergangslösung für die Zeit des Umbaus für den Theaterbetrieb zu finden. Der Investor scheint bereit zu sein, sehr viel Geld in die Hand zu nehmen. Daher ist es sinnvoll, jetzt gemeinsam mit ihm zu klären, was in Bezug auf den Erhalt der Bühnen noch möglich ist, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Wir Grüne hätten die Unterstützung für die Bühnen am Kurfürstendamm gerne noch in dieser Legislaturperiode verlässlicher abgesichert. Denn wir wissen um den kulturellen Wert der Unterhaltungstheater in dieser Stadt und werden uns auch weiterhin für deren Erhalt einsetzen. Wir hoffen, dies nach der Wahl aus einer gestärkten Position als Mitglied der neuen Regierung tun zu können – denn die Kudamm-Bühnen sind uns eine Herzensangelegenheit. Mit freundlichen Grüßen Ihre Ramona Pop
Michael Müller
Regierender Bürgermeister von Berlin
Frank Henkel (CDU)
Berliner Senator für Inneres und Sport, Spitzenkandidat der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2016
Michael Müller
Michael Müller
Regierender Bürgermeister von Berlin, Spitzenkandidat der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2016

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Petition am 4. Mai 2016 erstellt