Petition update

Lang und steinig ist der Weg zum Erfolg...

Joerg Rothgerber
Flonheim, 6, Germany

Oct 17, 2014 — Hallo liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

Etwas Positives kann ich leider noch nicht berichten, doch ich möchte euch darüber informieren, daß die Peeters es nun doch zumindest in die Lokalnachrichten geschafft haben.
Unter folgendem Link findet sich eine kurze Berichterstattung zu dem Fall:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-duisburg/videokeinparkausweisfuerrollstuhlfahrer100.html

In dem kleinen Film wird unter Anderem auf einen Passus im Bundesversorgungsgesetz hingewiesen.
Hier die für diesen Fall wichtigen Auszüge:

>> Das Merkzeichen aG ist nur zuzuerkennen, wenn wegen außergewöhnlicher Behinderung beim Gehen die Fortbewegung auf das Schwerste eingeschränkt ist; die Beeinträchtigung des Orientierungsvermögens allein reicht nicht aus.
Hierzu zählen:
• Querschnittsgelähmte,
• Doppel-Oberschenkelamputierte,
• Doppel-Unterschenkelamputierte,
• Hüftexartikulierte (behinderte Menschen, denen ein Bein im Hüftgelenk entfernt wurde) und
• einseitig Oberschenkelamputierte, die dauernd außerstande sind, ein Kunstbein zu tragen oder nur eine Beckenkorbprothese tragen können oder zugleich unterschenkel- oder armamputiert sind, sowie... <<
__________________

"...denen ein Bein im Hüftgelenk entfernt wurde"
"einseitig Oberschenkelamputierte, die dauernd außerstande sind, ein Kunstbein zu tragen oder nur eine Beckenkorbprothese tragen können"

Und genau dies liegt bei Herrn Peeters vor.
Im Film kann man deutlich sehen, wie er seine Beckenkorbprothese anlegt.
Und mit dem Ding kann er nicht Kilometer weit laufen.
Selbst wenn er auf den Rollstuhl verzichtet, und sich nach dem Aussteigen aus dem Auto mit der Prothese weiterquält, schafft er es in engen Parkbuchten nicht, sich irgendwie auf zwei Krücken aus dem Auto zu zwängen - und dazu noch mit der Prothese zu hantieren.

Die Behörde stützt ihre Ablehnung darauf, daß Herr Peeters laut den "Befundunterlagen mit Unterarmgehstützen (Krücken) mobil bis zum Treppensteigen war."
Was nix Anderes bedeutet, als daß der Patient es schaffen kann, auf Krücken herumzukriechen und es zur Not auch selbst die Treppe hinauf schafft.
Daß er dadurch nicht zum Marathonläufer wird - und daß ihm dies auch nicht dabei hilft, in einer engen Parkbucht aus dem Auto zu steigen, um dann seinen weiteren Weg zu machen, ist den Entscheidungsträgern anscheinend nicht so recht klar.


Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, daß Herr Peeters dieser Eintrag "aG" im Grunde genommen zusteht.
Sowohl rein gesetzlich - als auch (und vor allem), wenn man seinen eigenen gesunden Menschenverstand zu Rate zieht.
Und es hapert nur daran, daß jemand nicht die richtige - und menschliche! - Entscheidung treffen will. Das dies auch anders geht, wird umso deutlicher, wenn man sich den Filmbeitrag bis zum Ende anschaut.

Ich warte noch die nächste Woche ab und hoffe auf positive Antwort vom Bürgermeister in Geldern und vom ZDF.
Falls sich da nix tut, werde ich nachhaken. Und der feine Herr Landrat Spreen wird ebenfalls noch Post erhalten.
Auf DEN Herrn kann der Druck gar nicht groß genug sein. Denn gerade den scheint er zu brauchen, bis ihm aufgeht, daß er ein StaatsDIENER ist, der zum Wohl des Volkes arbeiten sollte. Und nicht GEGEN das Volk.


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