Drei Probleme im Gesundheitssystem


Meine Antwort auf den Beitrag von Herrn Karsten Braun, dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung in BW:
"Die Versorgung orientiert sich künftig an den Einnahmen der Krankenkassen, nicht mehr am Bedarf der Patientinnen und Patienten".
Mich machen solche Aussagen etwas fassungslos. In welcher Welt leben unsere Funktionäre eigentlich?
Ihr
Stephan von Orlow
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Meine Antwort darauf:
Natürlich orientiert sich die Leistung eines Produktes am Budget des Kunden - und nicht an dessen Bedarf, denn der entspringt ja seinem "Konsumwunsch". Sie wünschen, dass dieses Marktgesetz für den Gesundheitsmarkt ausgehebelt werden soll - vermutlich tun wir das alle. Aber ist das realistisch?
Das 1. Problem: die Umverteilung der Kassenbudgets auf Menschen, die in Deutschland sich nicht oder nicht angemessen an den Kosten beteiligen.
Das 2. Problem: die Nichtbeteiligung der Privatpatienten, die auf einem Sockel an GKV Beträgen sich billig versorgen lassen, weil die Gemeinkosten bereits durch die Kassenpatienten gedeckt sind.
Das 3. Problem: Die Unfähigkeit, die Verwaltungsorganisationen der Kassen und der Kassenärztlichen Vereinigungen zu reorganisieren, die auch noch von den GKV Versicherten getragen werden.
Wir Patienten - lieber Herr Braun, sind's leid, das Gejammer zu hören. Senken Sie endlich die Verwaltungskosten.
Stephan von Orlow