Petition geschlossen.

Zeigen Sie #Automachos klare Kante. Sorgen Sie für faire und sichere Verhältnisse!

Diese Petition hat 29.576 Unterschriften erreicht


Sehr geehrter Herr Bundesminister Scheuer,

als Frauen auf dem Fahrrad erleben wir immer wieder aggressive Konfrontationen mit Autofahrern, ja manchmal auch straßenkampfähnliche Szenen. „Schlampe“, „Hure“, „F*** dich!“ – die Zurufe und Beleidigungen sind herabwürdigend und oft sexistisch. Als Frauen haben wir es uns angewöhnt, lieber mal wegzuhören. Aber es hilft nichts, die Aggressivität und der unterschwellige Sexismus müssen thematisiert werden, denn auf dem Fahrrad haben wir keinen Schutz und wenig Möglichkeit, uns zu verteidigen.

Es ist ein Kampf mit unfairen Mitteln – um die Pole Position an der Ampel, um die Vorfahrt und um den Platz auf der Straße. Es wird geschimpft, beleidigt und genötigt. Ein passender Name für die Täter: Automachos. Sie schüren Aggressivität im Straßenverkehr und beschwören einen Kampf um das Recht des Stärkeren herauf, in dem es nur Verlierer geben kann.

Automachos – eine radikale Minderheit der Autofahrer mit großem Einfluss. Hinter dem Steuer werden Aggressionen hingenommen, die am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit niemand mehr akzeptieren würde. Jahrzehntelang hat die Politik den Automacho geschont und stillschweigend akzeptiert. Geprägt hat das den Typ Mann, der das Auto als Machtmaschine begreift, der die Straßen nicht mit anderen teilt. Erst recht nicht mit Radfahrerinnen.

Automachos kommen bisher meist davon, ohne dass ihr Verhalten Folgen für sie hat. Eine Anzeige durch die Betroffenen ist der erste Schritt, um das zu ändern. Aber: Die Rechtsprechung geht viel zu zögerlich mit der konsequenten Ahndung von solchen Delikten um. In den falschen Händen ist das Auto eine Waffe. Der Richter könnte bei der Feststellung sogenannter “charakterlicher Mängel” schon jetzt den Führerschein entziehen. Bei Trunkenheit am Steuer z.B passiert das regelmäßig. Wenn sich aber jemand gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmenden aggressiv verhält oder jemanden sexistisch beleidigt, dem wird derzeit in der Regel die Fahrerlaubnis nicht entzogen. Das muss sich ändern.

Wir fordern deshalb die politisch Verantwortlichen auf, dass Beleidigung und Nötigung im Verkehrsgeschehen als Regelfälle für die Ungeeignetheit für die Führung eines Autos aufgenommen werden und so Fahrverbot und Fahrerlaubnisentzug leichter verhängt werden können. Beleidigung im Straßenverkehr soll zudem als Tatbestand in den Punktekatalog aufgenommen werden.

Zeigen Sie gegenüber den Automachos klare Kante. Straßen müssen sichere Orte für alle sein. Aufgabe der Politik ist es, dafür zu sorgen!

Jetzt kommt es auf die Politik an, zeigen, dass von nun an ein Wind weht, der Automachos nicht weiter toleriert.

Wir bitten Dich daher, Andreas Scheuer per E-Mail an seine Verantwortung zu erinnern und ihn zum Handeln aufzufordern: https://volksentscheid-fahrrad.de/mailer/

P.S: Der Volksentscheid Fahrrad mit seinen mehr als 100.000 Unterstützern und Unterstützerinnen kämpft in Berlin seit fast zwei Jahren stellvertretend für ganz Deutschland für die Verkehrswende und mehr Sicherheit und Fairness. Gemeinsam haben wir Deutschlands erstes Radgesetz auf den Weg gebracht. Wir stehen für faire Verhältnisse im Verkehr und fordern ein, dass der Straßenraum für alle Verkehrsarten gerecht aufgeteilt wird und geschützte Radwege in ganz Deutschland die Regel werden.



Heute: Volksentscheid Fahrrad verlässt sich auf Sie

Volksentscheid Fahrrad benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Klare Kante gegen #Automachos, @spdberlin @gruene_berlin @cducsubt: Sorgen Sie für faire Verhältnisse auf der Straße!”. Jetzt machen Sie Volksentscheid Fahrrad und 29.575 Unterstützer/innen mit.