

Die Stadt Chemnitz plant erneut den Abbau von Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten aufgrund stark sinkender Geburtenzahlen (siehe „Freie Presse“). Es soll nun in den Stadtteilen nach „einvernehmlichen Lösungen“ gesucht werden. Gespräche mit Großvermietern und Elternvertretungen sollen dabei helfen, die Überkapazitäten an Betreuungsplätzen zu verringern. Es wird erwartet, dass städtische Einrichtungen von Schließungen stärker betroffen sein werden als solche von freien Trägern. Welche das sein werden, ist noch unklar.
Der aktuelle Kita-Bedarfsplan, der bis 2025 gilt, sieht bereits den Abbau Hunderter Plätze vor, vor allem in Krippen. Trotz vorheriger Proteste und der fast vollständigen Verwerfung der Pläne plant die Stadt inzwischen, die Kapazitäten zu reduzieren und dabei die frei werdenden Ressourcen zur Verbesserung der Bildungsarbeit zu nutzen. Das wurde auch in der Vergangenheit bereits versprochen, allerdings in der Praxis kaum bis gar nicht umgesetzt.
Letztendlich müssen die gewählten Stadträte den Bedarfsplan absegnen, der die genaue Anzahl der notwendigen Plätze festlegt. Von daher heißt es jetzt erstmal: Aktiv werden, Informationen sammeln, Stadträte kontaktieren, Aufmerksamkeit erzeugen.
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