

Kita-Kahlschlag verhindern - Qualität und Arbeitsplätze sichern
Das Problem
Der Rückgang der Geburtenzahlen eröffnet die Möglichkeit, jetzt zentrale Ziele der frühkindlichen Bildung tatsächlich umzusetzen: eine Personalausstattung gemäß den wissenschaftlichen Empfehlungen.
Und damit kleinere Gruppen, Inklusion für Kinder mit Förderbedarf, stabilere Beziehungen, mehr Zeit für individuelle Förderung und bessere Arbeitsbedingungen für Fachkräfte. Davon sind wir trotz der Verbesserung des Personalschlüssels für Kinder von 0-3 Jahren in Berlin weit entfernt. Aktuell betreut hier eine Erzieherin in Vollzeit durchschnittlich 3,17 Kinder im Alter von 0-2 Jahren, 4,15 Kinder von 2-3 Jahren oder 9,39 Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt. Für Urlaub, Fortbildung und Krankheit gibt es keine zusätzlichen Vertretungszeiten. Deshalb kommt es weiterhin zu Einschränkungen der Betreuung, um die Sicherheit und das Wohl der Kinder zu gewährleisten, auch wenn alle Stellen besetzt sind.
Qualität in der frühkindlichen Bildung kann nur gelingen, wenn die notwendigen strukturellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.
Wir fordern deshalb die Berliner Landesregierung auf, die dringend erforderlichen Personalressourcen bereitzustellen und im Kinderförderungsgesetzes (KitaföG) zu regeln:
- Anpassung des Personalschlüssels an die wissenschaftlichen Empfehlungen (Bertelsmann Stiftung, AG Frühkindliche Bildung) für alle Altersgruppen in der Kindertagesbetreuung: 3 Kinder von 1-3 Jahren auf eine Vollzeitstelle, 7,5 Kinder von 3-6 Jahren auf eine Vollzeitstelle
- Finanzierung der Eingewöhnungszeiten durch Anrechnung auf den Personalschlüssel für die dafür notwendige gestaffelte Aufnahme der Kinder
- Bereitstellung der notwendigen Ressourcen für Kinder mit Bedarfen über den wesentlich erhöhten Förderbedarf hinaus
- Bereitstellung von Zeitressourcen für alltagsintegrierte Sprachförderung mit Zeit für individuelle Interaktion
Berlin darf nicht riskieren, dass die erforderlichen Rahmenbedingungen in der frühkindlichen Bildung aus finanziellen Gründen weiterhin unzureichend bleiben. Die Folgen werden Familien, Fachkräfte und vor allem unsere Kinder noch viele Jahre deutlich spüren.
Eine weitere große Herausforderung ist und bleibt die unzureichende Berücksichtigung der Zeiten für Aufgaben wie Planung und Vorbereitung der pädagogischen Arbeit, Dokumentation, Vorbereitung von Gesprächen, Teambesprechungen, um nur Einige zu nennen. Ohne ausreichende Zeitressourcen besteht weiterhin eine strukturell begründete Überlastung der Fachkräfte mit den bekannten negativen Folgen für die Kinder und Ihre Familien durch fehlende Verlässlichkeit und unzureichende Qualität der frühkindlichen Bildung in den Kitas unserer Stadt. Die neue Pisa-Studie zeigt auf dramatische Weise, wie schlecht Berliner Schüler:innen in den Tests abschneiden, obwohl 97,4% der Kinder vor der Einschulung eine Kita besucht haben.
Die Schließung von inzwischen über 90 Kitas hat dramatische Folgen für Kinder und Beschäftigte. Denn über Schließungen entscheiden wirtschaftliche Gründe wie Personal- und Mietkosten und nicht Qualität der pädagogischen Arbeit, denn die Finanzierung der Kita-Plätze ist von der Anzahl der tatsächlich betreuten Kinder, deren Alter und dem Betreuungsumfang abhängig. Die Vielfalt in der Berliner Kita-Landschaft und damit die Wahlmöglichkeit der Eltern bedroht. Auch die Bildungs- und Entwicklungschancen unserer Kinder stehen auf dem Spiel, denn nicht jedes Konzept ist für jedes Kind geeignet. Frühkindliche Bildung ist kein Luxus, sondern eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Und pädagogische Fachkräfte verlieren ihre Stellen oder müssen ohne finanziellen Ausgleich ihre Arbeitszeit reduzieren.
Das sorgt für enorme Verunsicherung und belastet Familien und Fachkräfte. Die Entscheidung zur Umstellung der Zuschlagsberechnung bedeutet große Herausforderungen und führt in zu einem weiteren deutlichen Verlust von Personalressourcen für viele Kitas in dieser ohnehin schwierigen Lage. Nicht selten fehlt ab Januar 2027 eine Vollzeitstelle oder mehr pro Kita. Das bedeutet weniger Zuwendung für jedes einzelne Kind und weniger Möglichkeiten zur Vertretung bei Ausfällen wie Urlaub, Fortbildung oder Krankheit. Dabei sind die Bedarfe für Sprachförderung und individuelle Begleitung bei vielen Kindern hoch.
Bitte unterstützen Sie uns in unserem Anliegen und tragen Sie dazu bei, die Kita-Qualität in Berlin zukunftsfähig zu machen. Unterschreiben Sie diese Petition und geben Sie unseren Kindern eine echte Chance auf eine gerechte und hochwertige frühkindliche Bildung.
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Das Problem
Der Rückgang der Geburtenzahlen eröffnet die Möglichkeit, jetzt zentrale Ziele der frühkindlichen Bildung tatsächlich umzusetzen: eine Personalausstattung gemäß den wissenschaftlichen Empfehlungen.
Und damit kleinere Gruppen, Inklusion für Kinder mit Förderbedarf, stabilere Beziehungen, mehr Zeit für individuelle Förderung und bessere Arbeitsbedingungen für Fachkräfte. Davon sind wir trotz der Verbesserung des Personalschlüssels für Kinder von 0-3 Jahren in Berlin weit entfernt. Aktuell betreut hier eine Erzieherin in Vollzeit durchschnittlich 3,17 Kinder im Alter von 0-2 Jahren, 4,15 Kinder von 2-3 Jahren oder 9,39 Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt. Für Urlaub, Fortbildung und Krankheit gibt es keine zusätzlichen Vertretungszeiten. Deshalb kommt es weiterhin zu Einschränkungen der Betreuung, um die Sicherheit und das Wohl der Kinder zu gewährleisten, auch wenn alle Stellen besetzt sind.
Qualität in der frühkindlichen Bildung kann nur gelingen, wenn die notwendigen strukturellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.
Wir fordern deshalb die Berliner Landesregierung auf, die dringend erforderlichen Personalressourcen bereitzustellen und im Kinderförderungsgesetzes (KitaföG) zu regeln:
- Anpassung des Personalschlüssels an die wissenschaftlichen Empfehlungen (Bertelsmann Stiftung, AG Frühkindliche Bildung) für alle Altersgruppen in der Kindertagesbetreuung: 3 Kinder von 1-3 Jahren auf eine Vollzeitstelle, 7,5 Kinder von 3-6 Jahren auf eine Vollzeitstelle
- Finanzierung der Eingewöhnungszeiten durch Anrechnung auf den Personalschlüssel für die dafür notwendige gestaffelte Aufnahme der Kinder
- Bereitstellung der notwendigen Ressourcen für Kinder mit Bedarfen über den wesentlich erhöhten Förderbedarf hinaus
- Bereitstellung von Zeitressourcen für alltagsintegrierte Sprachförderung mit Zeit für individuelle Interaktion
Berlin darf nicht riskieren, dass die erforderlichen Rahmenbedingungen in der frühkindlichen Bildung aus finanziellen Gründen weiterhin unzureichend bleiben. Die Folgen werden Familien, Fachkräfte und vor allem unsere Kinder noch viele Jahre deutlich spüren.
Eine weitere große Herausforderung ist und bleibt die unzureichende Berücksichtigung der Zeiten für Aufgaben wie Planung und Vorbereitung der pädagogischen Arbeit, Dokumentation, Vorbereitung von Gesprächen, Teambesprechungen, um nur Einige zu nennen. Ohne ausreichende Zeitressourcen besteht weiterhin eine strukturell begründete Überlastung der Fachkräfte mit den bekannten negativen Folgen für die Kinder und Ihre Familien durch fehlende Verlässlichkeit und unzureichende Qualität der frühkindlichen Bildung in den Kitas unserer Stadt. Die neue Pisa-Studie zeigt auf dramatische Weise, wie schlecht Berliner Schüler:innen in den Tests abschneiden, obwohl 97,4% der Kinder vor der Einschulung eine Kita besucht haben.
Die Schließung von inzwischen über 90 Kitas hat dramatische Folgen für Kinder und Beschäftigte. Denn über Schließungen entscheiden wirtschaftliche Gründe wie Personal- und Mietkosten und nicht Qualität der pädagogischen Arbeit, denn die Finanzierung der Kita-Plätze ist von der Anzahl der tatsächlich betreuten Kinder, deren Alter und dem Betreuungsumfang abhängig. Die Vielfalt in der Berliner Kita-Landschaft und damit die Wahlmöglichkeit der Eltern bedroht. Auch die Bildungs- und Entwicklungschancen unserer Kinder stehen auf dem Spiel, denn nicht jedes Konzept ist für jedes Kind geeignet. Frühkindliche Bildung ist kein Luxus, sondern eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Und pädagogische Fachkräfte verlieren ihre Stellen oder müssen ohne finanziellen Ausgleich ihre Arbeitszeit reduzieren.
Das sorgt für enorme Verunsicherung und belastet Familien und Fachkräfte. Die Entscheidung zur Umstellung der Zuschlagsberechnung bedeutet große Herausforderungen und führt in zu einem weiteren deutlichen Verlust von Personalressourcen für viele Kitas in dieser ohnehin schwierigen Lage. Nicht selten fehlt ab Januar 2027 eine Vollzeitstelle oder mehr pro Kita. Das bedeutet weniger Zuwendung für jedes einzelne Kind und weniger Möglichkeiten zur Vertretung bei Ausfällen wie Urlaub, Fortbildung oder Krankheit. Dabei sind die Bedarfe für Sprachförderung und individuelle Begleitung bei vielen Kindern hoch.
Bitte unterstützen Sie uns in unserem Anliegen und tragen Sie dazu bei, die Kita-Qualität in Berlin zukunftsfähig zu machen. Unterschreiben Sie diese Petition und geben Sie unseren Kindern eine echte Chance auf eine gerechte und hochwertige frühkindliche Bildung.
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Petition am 13. September 2026 erstellt