Neuigkeit zur PetitionKita-Gipfel: Jetzt Personalschlüssel in allen Kitas erhöhen und den Kollaps verhindern!

Neuer Personalschlüssel in Sachsen: Was bedeutet das für die sächsischen Kitas?

Jens BrunsLeipzig, Deutschland
28.09.2026

 

Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,

vielleicht habt ihr gehört, dass der Personalschlüssel in den sächsischen Kitas verbessert wurde. Das klingt zunächst nach einer guten Nachricht.

Doch leider zeigt sich im Alltag oft etwas anderes.

Was wurde geändert?

In den Jahren 2025 und 2026 hat Sachsen die Berechnung des Personalschlüssels geändert.

Früher wurden bestimmte Arbeitszeiten der Erzieherinnen und Erzieher getrennt berücksichtigt. Dazu gehörten zum Beispiel:

  • Elterngespräche
  • Planung und Vorbereitung
  • Dokumentation

Heute werden diese Zeiten direkt in den neuen Personalschlüssel eingerechnet.

Dadurch sehen die Zahlen auf dem Papier besser aus. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass mehr Erzieherinnen und Erzieher bei den Kindern sind.

Warum ist das wichtig?

Auch die Zeit für Leitungsaufgaben ist heute Teil des Personalschlüssels. Diese Aufgaben sind wichtig, helfen den Kindern aber nicht direkt im Gruppenalltag.

Außerdem ist der Personalschlüssel vor allem eine Rechengröße für die Finanzierung. Er sagt nicht aus, wie viele Fachkräfte tatsächlich jeden Tag in der Gruppe arbeiten.

Urlaub, Krankheit, Fortbildungen oder unbesetzte Stellen führen dazu, dass oft weniger Personal zur Verfügung steht als die offiziellen Zahlen vermuten lassen.

Viele Eltern und Fachkräfte erleben deshalb weiterhin eine hohe Belastung in den Kitas.

Was bedeutet das für unsere Petition?

Die Situation in den sächsischen Kitas zeigt, dass unsere Petition weiterhin wichtig ist.

Wir wollen nicht nur bessere Zahlen auf dem Papier. Wir wollen, dass sich die Betreuung der Kinder wirklich verbessert.

Kinder brauchen genügend Zeit, Aufmerksamkeit und Förderung. Dafür müssen ausreichend Fachkräfte tatsächlich vor Ort sein.

Eine gute Kita-Qualität zeigt sich nicht in einer Statistik. Sie zeigt sich im Alltag der Kinder, Eltern und Beschäftigten.

 

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