News alertKerosinregen, nein Danke! Transparenz ja Bitte!Meilensteine: Demo gegen den Kerosinregen, Unterschriftenübergabe & Bundesratsinitiative in Planung
The Change.org Team
Sep 4, 2018

Heute versandt vom Change.org-Team


Liebe Unterstützer*innen,

am Sonntag, 2. September, trafen sich auf unserer Demo rund 300 engagierte Umweltschützer*innen, die gegen den Kerosinregen im Pfälzerwald protestierten.

Auf der Demo kritisierten wir, dass das Thema verharmlost wird und dass Intransparenz herrscht. Es ist unklar, welche Folgen das Ablassen von Kerosin, das Piloten nur im Notfall machen sollen, für die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung haben. Es gibt keine aktuellen Messungen und die Veröffentlichung durch die deutsche Flugsicherung erfolge nicht zeitnah sondern auf Anfrage von Medien und Politikern bzw. halbjährlich. In den letzten drei Jahren wurden mehrere hundert Tonnen Kerosin über dem Pfälzerwald abgelassen, das sind zwei Drittel der gesamten Menge in Deutschland. 

Aufgrund etwas kühlen Wetters und der Verkehrssituation waren nicht ganz so viele Menschen zur Demo gekommen wie erhofft. Doch Presse, Wissenschaft und Politik waren gut vertreten: 

"Beim Thema Kerosin spricht Rheinland-Pfalz mit einer Stimme", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) müsse seiner Verantwortung nachkommen und die im Koalitionsvertrag verabredete Veröffentlichungspflicht binnen 24 Stunden nach dem Ablassen von Treibstoff umgehend umsetzen.

Die auf Landesebene zuständigen Regierungsmitglieder, Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) und Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP), müssten gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium umgehend in Gutachten klären, ob und welche Gefährdungen für Mensch und Tier durch das Ablassen von Kerosin ausgingen, forderte Christian Baldauf, Fraktionsgeschäftsführer der CDU im rheinlandpfälzischen Landtag. "Außerdem muss die Bevölkerung zeitnah informiert werden, wenn Flugzeuge Treibstoff ablassen."

Dr. Peter Degenhardt, Vorsitzender des Zentrums Pfälzerwald-Touristik und Mountainbike-Park kritisierte den Ablass von so viel Kerosin im Pfälzerwald vehement. Diese Vorgänge würde die sehr erfolgreichen Bemühungen im Tourismus und dem hochgelobten Mountainbike-Park Pfälzerwald untergraben. Dass unten nichts davon ankomme könne man den Leuten nicht weis machen.

Dr. Jürgen Ott, vom Polllichia Naturschutzverband mahnte, die Folgen des Kerosinablasses auf die Ökosysteme sei letztlich unbekannt und forderte Messungen und weitere Maßnahmen.

Prof. Dr. Bernd Kaina, Institut für Toxikologie der Universitätsmedizin erklärte, Panik sei nicht angebracht, zumindest nicht wegen Benzol, es seien aber auch noch andere Inhaltsstoffe enthalten, die zum Teil unbekannt seien und deren Wirkung noch kaum erforscht sei. Zusammenfassend forderte er die 3 Ms: Meldungen, also das Einhalten eines unmittelbaren Meldeverfahren welches die Voraussetzung wäre für das zweite M, nämlich Messen und das dritte M Mitteilung, also Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern

Dr. Thomas Gebhart, CDU, Mitglied des Bundestages und Vertreter der Südpfalz schloss sich den Forderungen an und versprach, das Thema auch weiterhin auf der Bundesebene weiter zu tragen. Es sie eine Bundesratsinitiative des Landes Rheinland-Pfals auf den Weg gebracht worden und es gebe Gespräche mit der DFS..

Außerdem sprachen sich Herr Martin Haller, SPD, Führer der Fraktion im Landtag und MDL, Herr Andy Becht, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, Herr Herzog, Sprecher der Landesgruppe RLP der SPD im Sinne dieser Forderungen aus und forderten auf nationaler wie internationaler Ebene für Transparenz und Aufklärung zu sorgen.

Herr Martin Brandl, Vorsitzender des Pfälzerwaldvereins, der am Vorabend mit seinen Kindern im Pfälzerwald unter freiem Himmel übernachtet hatte betonte, er wolle dies gerne auch in Zukunft bedenkenlos tun und versicherte, dass der Pfälzerwaldverein sich den Forderungen nach mehr Transparenz und einer Aufklärung ebenfalls in vollem Umfang anschließt.

Jutta Paulus, Landesvorsitzende der Grünen Rheinland-Pfalz wies darauf hin, dass Messungen wahrscheinlich nicht einfach zu realisieren wären und plädierte dafür, das Thema Kerosin nur als einen problematischen kleinen Teil des übergreifenden Problems Flugverkehr zu betrachten.

Und hier einige Medienberichte zur Demo: 

Die nächsten Schritte: 

Wir freuen uns, dass die Landesregierung Rheinland-Pfalz mit einer Bundesratsinitiative mehr Transparenz zum sogenannten Fuel Dumping von Flugzeugen erreichen und zur Entwicklung von Alternativen beitragen will. 

Natürlich bleiben wir an dem Thema dran und planen auch schon weitere Veranstaltungen sowie die Übergabe der Petition im Landtag!

Wir halten euch hier auf dem Laufenden!

Bitte teilt diese Petition zwischenzeitlich fleißig weiter:  
www.change.org/kerosinregen


Mit lieben Grüßen aus dem Pfälzerwald, 

Cornelia Hegele-Raih,
Initiative Pro Pfälzerwald

 

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