#KeineBühneFürGewalt: Vergewaltigungen und Femizide verdienen keine Bühne!

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An die Universität Freiburg: Wie lange vergeben Sie noch Preise an K(l)einkünstler, die mit Vergewaltigungswitzen und Femizid Liedern auftreten? #KeineBühneFürGewalt

(Titel: Schnelles Liebeslied – von Florian Wagner)

„Das ist ein schnelles Liebeslied, nicht so langsam wie die andern. Ein schnelles Liebeslied und lässt du mich nicht ran dann, singe ich so lang bis du nicht mehr so rumzickst und endlich mit mir… (fickst) tanzt.

Bist ne super süße Maus und jetzt zieh dich endlich aus. Und lässt du mich nicht ran, dann singe ich so lang, dass du heute nicht mehr schläfst und mir endlich einen… (bläst) Tanz beibringst.“ 

Kleinkunstpreis 2018: 1. Preis Florian Wagner 

"Du hast mich betrogen unsere Liebe war verloren, in einer Kurzschlussreaktion habe ich dich eingefroren mit dem netten Herrn von Bofrost sah ich dich in der Nacht eng umschlungen liegen, was hast du dir bloß gedacht? Du betrügst mich so unsagbar mit dem Eismann, was dann passiert ist erwartbar ja das weiß man, weil du in meiner Tiefkühltruhe liegst. Du hast den Kampf verloren, ich will dass du das weißt. (...) Deine Seele ist erfroren und dein Lächeln ist vereist. (...) Du hast steif und fest behauptet du würdest sensibel sein, doch jetzt bist du steif und fest, fast so wie ein Ziegelstein. Ich habe keine Sorgen, du hast jetzt Gefrierbrand, ich stehe jeden Morgen lachend vorm Gefrierschrank." 

Kleinkunstpreis 2019: 3. Preis Alex Döring

Ich fordere von der Universität Freiburg: Keine Bühne für Diskriminierung und Gewalt! Erkennen Sie die Preise an Florian Wagner und Alex Döring ab!

Die Universität Freiburg hat dieses Jahr einem Künstler eine Bühne gegeben, der das brutale Töten von Frauen in seinem Lied "Freundin in der Tiefkühltruhe" in unerträglicher Form veralbert. Der Künstler hat sein Lied nur aufgrund von Online-Protest an dem Kleinkunstabend nicht gesungen. 

Die Universität Freiburg verantwortet eine strukturelle Säule unserer Gesellschaft: Unterbinden Sie, dass misogynes Besitzdenken und das Multiplizieren von Schuldumkehr unter dem irreführenden Siegel „Kleinkunst“ als gesellschaftsfähig inszeniert und ggf. auch noch belohnt werden kann.

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann seine (Ex)- Partnerin zu töten. Jeden dritten Tag gelingt das.

Am Abend des diesjährigen Kleinkunstpreises, der 1. Dezember 2019 zählten wir in Deutschland seit Jahresbeginn 158 Morde an Frauen, weil sie Frauen sind. Man nennt es Femizid. Es ist bezeichnend, dass die Universität Freiburg in den 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen einem Kleinkünstler eine Bühne bot, der Pointen über Femizide macht.

Femizide sind kein Spaß, sie sind Realität.

Vergewaltigung und Rape Culture sind auch kein Spaß, sondern Realität.

In einer Pressemitteilung der Uni heißt es: "Der Senat der Albert-Ludwigs-Universität tritt klar und unmissverständlich für Pluralität, Weltoffenheit und Toleranz ein. Er wendet sich gegen jede Form von Intoleranz, Antisemitismus, Extremismus, Fremdenfeindlichkeit, Populismus und Rassismus in allen Bereichen der Universität und verteidigt die Universität als Ort des offenen Austauschs und der mutigen Zukunftsentwürfe." ("Zur gesellschaftlichen Verantwortung der Universität" 28.11.2019)

Ich fordere:

  • Erkennen Sie die Preise an Florian Wagner und Alex Döring ab
  • Nehmen Sie öffentlich Stellung gegen Sexismus und Gewalt an Frauen
  • Schaffen Sie Strukturen, damit der Kleinkunstpreis wirklich Talente fördert und nicht Diskriminierungen
  • #KeineBühneFürGewalt

Es ist wichtig Stellung zu beziehen, denn wer auch immer sagt das sei ja alles harmlos und witzig und überhaupt so übertrieben, der oder die stellt sich auf die Seite der Täter. Wir haben Kunstfreiheit, aber Sie haben auch Verantwortung welcher Kunst Sie eine Bühne bieten!

Jorinde Wiese

Unterstützer*innen:

  • Prof. Dr. Kristina Wolff: Petentin von #WorteSchaffenWerte STOPP der verbalen Gewalt gegen Frauen! und der Petition gegen Femizide: Stoppt das Töten von Frauen  #saveXX
  • Frauen*Volksbegehren: Referendum für Frauen*rechte und Menschenrechte. Gegen die Marginalisierung von Frauen* und Minderheiten: https://frauenvolksbegehren.at/
  • Caroline Günther M.A. Geschäftsführerin Weiberwerk GmbH, Konzeptkünstlerin, Autorin, macht sich stark für queere Räume und Geschlechtergerechtigkeit

Medien:

"Bühne ohne sexistische Kackscheiße", Simon Mehzun, Radio Dreyeckland, 09.03.2020

"Preiswürdig? Fragwürdig!", Hellen Vogel, taz, 18.01.2020

"Ein Lied über Frauenmord verdient keine 3.000 Euro", Jorinde Wiese, Wienerin, 17.01.2020

"Femizid-Song verdient keine 3000 Euro", www.jorinde.ch 08.01.2020

"Schaltet euer Herz ein, BANAUSEN!", www.jorinde.ch 19.12.2019

"Satire darf alles...", www.jorinde.ch 12.12.2019

"Universität Freiburg schwingt Nazi-Keule: Seid nicht wie TrueFruits", www.jorinde.ch 07.12.2019)

"Petition kritisiert Vergabe des Freiburger Kleinkunstpreises", Anika Maldacker, Badische Zeitung, 06.12.2019)

"Spieglein, Spieglein an der Wand", www.jorinde.ch 06.12.2019

"Worte haben Macht: Nutzt sie!", www.jorinde.ch 02.12.2019

"Uni Freiburg WAS GEHT", www.jorinde.ch 30.11.2019

"Mensch Florian, Mann Mann Mann", www.jorinde.ch 23.08.2019

"In die Fotze ballern - WITZIG?", www.jorinde.ch 04.04.2019

"Sei wild und frech und wunderbar", www.jorinde.ch 18.12.2018

"Ernsthaft? Schämt ihr euch nicht?", www.jorinde.ch 13.11.2018