Atualização do abaixo-assinadoKeine weitere Bebauung am Inseleingang Stralau!

Es geht um die Zukunft von Alt-Stralau 63–67

Anwohnerin und PetentinBerlin, Alemanha
15 de ago. de 2026

Die Petition setzt sich von Anfang an für eine nachhaltige und nachbarschaftsgerechte Entwicklung des Grundstücks Alt-Stralau 63–67 ein. Dabei war  auch die bisherige Planungsgeschichte des Grundstücks bekannt.

Inzwischen liegen weitere öffentlich zugängliche Informationen vor, die diese Entwicklung noch deutlicher machen.

Für das Grundstück  Alt Stralu 63-67 war ursprünglich ein Konzeptverfahren vorgesehen, das stärker auf die Bedürfnisse des Stadtteils ausgerichtet war. Im Raum standen unter anderem ein öffentlicher Treffpunkt, wohnortnahes Gewerbe sowie soziale und nachbarschaftliche Angebote.

Nach Angaben des Senats wurde dieses Konzept 2023 aufgrund des damals deutlich gestiegenen Bedarfs an Unterbringungsplätzen für Geflüchtete geändert. Heute ist eine MUF mit rund 300 Plätzen vorgesehen.

Auf dem Grundstück Alt Stralu 63-67  befindet sich außerdem ein denkmalgeschütztes Bestandsgebäude. Dieses soll denkmalgerecht saniert und im Zusammenhang mit der MUF für sozio-kulturelle Zwecke genutzt werden. Damit stellt sich für uns auch die Frage, sollen dort auch Angebote für die gesamte Stralauer Nachbarschaft entstehen und falls ja, welche konkreten Angebote sollen dort  tatsächlich für die gesamte Stralauer Nachbarschaft entstehen.

Denn auf der Halbinsel fehlen nach wie vor geeignete Räume und Angebote für Nachbarschaft und Begegnung, Jugendliche, Senioren, Bürgerversammlungen, Kultur, Freizeit und Sport.

Planungen können sich verändern

Auch die Entwicklung anderer Unterbringungsstandorte zeigt, dass einmal getroffene Planungen nicht zwangsläufig unverändert bestehen bleiben.

In Berlin wurden von ursprünglich geplanten MUF-Standorten bereits Standorte aufgegeben und Kapazitäten bei weiteren Vorhaben verändert. Nach Angaben des Senats wurden von ursprünglich 53 geplanten MUF-Standorten  7  aufgegeben.

Auch am ehemaligen Flughafen Tegel wird das bisherige Unterbringungskonzept verändert: Die große bisherige Unterkunft soll zurückgebaut und durch ein kleineres Ankunftszentrum ersetzt werden.

Auch außerhalb Berlins gibt es inzwischen Beispiele für bereits errichtete Unterkünfte, die aufgrund veränderter Bedarfslagen wieder zurückgebaut werden. In Falkensee wird eine 2024 eröffnete Unterkunft nach zwischenzeitlichem Leerstand wieder abgebaut. Dieser Fall ist nicht unmittelbar auf Berlin übertragbar, zeigt aber, dass sich Bedarfsprognosen verändern können.

Diese Beispiele sind kein Beleg dafür, dass die MUF in Stralau nicht benötigt wird. Sie zeigen vielmehr, dass Unterbringungsplanungen an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden können.

Was bedeutet das für Stralau?

Es wird  die humanitäre Verantwortung Berlins zur Unterbringung von Geflüchteten nicht infrage gestellt.

  vielmehr:

Ist die derzeit vorgesehene Nutzung dieses besonderen Grundstücks Alt Stralu 63-67 tatsächlich die langfristig beste Lösung für den gesamten Stadtteil?

Und:

- Welche der ursprünglich vorgesehenen sozialen und nachbarschaftlichen Nutzungen bleiben erhalten?

- Welche konkreten Angebote entstehen für die bereits ansässige Bevölkerung?

- Welche Angebote wird es für Jugendliche und Senioren geben?

- Wo können sich Bürgerinitiativen und Nachbarschaft künftig treffen?

- Welche Möglichkeiten für Kultur, Freizeit und Sport entstehen?

- Und wurde geprüft, ob sich die unterschiedlichen Anforderungen an diesem Standort besser miteinander verbinden lassen?

Gerade weil sich Planungen und Bedarfe verändern können, halten wir eine transparente und ergebnisoffene Neubewertung des Gesamtstandorts für sinnvoll.

Es wurden  die für Stralau zuständigen politischen Vertreterinnen und Vertreter aller im Bezirk vertretenen Parteien um eine Stellungnahme zu den geplanten Veränderungen am Standort Alt-Stralau 63–67 gebeten.

Bisher liegt  eine öffentliche Stellungnahme von Max Kindler (CDU Friedrichshain-Kreuzberg) vor. Er unterstützt  das zentrale Anliegen  der Petition und spricht sich für eine Überarbeitung der bisherigen Planung aus.

Die vollständige Stellungnahme von Max Kindler finden Sie hier:

Stellungnahme Bezirksstadtrat Max Kindler (CDU)

Das Anliegen ist, dass bei der Entwicklung von Alt-Stralau 63–67 die Bedürfnisse der gesamten Nachbarschaft, die soziale Infrastruktur,  der Freiraum und die langfristige städtebauliche Entwicklung gleichermaßen berücksichtigt werden.

Die ursprüngliche Petition bleibt unverändert. Dieses Update ergänzt sie lediglich um inzwischen öffentlich zugängliche Informationen und daraus entstandene Fragen.

Das Ziel bleibt ein lebenswertes, grünes und sozial gut ausgestattetes Stralau – für die Menschen, die hier bereits leben, und für diejenigen, die künftig hier leben werden.

Anwohnerin und Petentin 

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