Stoppt die weitere Windkraftplanung auf Brockumer Gebiet!
Stoppt die weitere Windkraftplanung auf Brockumer Gebiet!
Das Problem

In der Samtgemeinde Lemförde sollen zusätzliche Windkraftanlagen auf Brockumer Gebiet entstehen. Die Flächen liegen im funktionalen Umfeld des Oppenweher Moors, einem EU-Vogelschutz- und FFH-Gebiet von internationaler Bedeutung. Sie sind Lebensraum und Rastplatz für Kraniche, nordische Gänse, Kiebitze und viele weitere Arten. Der Standort ist ökologisch hochsensibel und Teil eines wertvollen Biotopverbunds. Nachweislich ein Gebiet von internationaler Bedeutung für Zug- und Gastvögel.
Windkraft Ja, aber alles am richtigen Platz!
Die geplante Nutzung durch Windkraftanlagen der Firma WestWind steht im Widerspruch zu internationalen und europäischen Naturschutz- und Klimazielen. Die Flächen haben ein hohes ökologisches Potential und müssen geschützt werden.
Aus diesem Grund wurden und sind diese Flächen aus dem derzeitig rechtskräftigen 20. Flächennutzungsplans (FNP) für die Windenergie ausgeschlossen!
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Aktueller Stand des Verfahrens zur 35. Änderung des Flächennutzungsplans:
14.08.2025
Der Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss hat einstimmig beschlossen, das Verfahren zur Änderung des FNP auf Antrag der Firma WestWind Energy anzustoßen.
19.08.2025 – Aufstellungsbeschluss (nicht-öffentlich!)
In einer nicht öffentlichen Sitzung wurde der Aufstellungsbeschluss zur 35. FNP-Änderung (Brockum – „Windenergie Positivplanung“) gefasst – und somit das Verfahren offiziell gestartet.
❗ Kritikpunkt: Wo bleibt die Transparenz?
Warum wurde der Aufstellungsbeschluss zur 35. FNP‑Änderung bis heute nicht öffentlich bekannt gemacht – obwohl genau das der gesetzliche Startpunkt des Verfahrens ist?
Gerade bei sensiblen Projekten empfiehlt das „Handbuch für eine gute Bürgerbeteiligung“ des Bundes eine frühzeitige, offene Information der Bevölkerung – idealerweise noch vor dem Beschluss. [1]
Warum wurde diese Empfehlung nicht beachtet?
Transparenz ist keine Option, sondern Voraussetzung.
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Der Widerstand ist ungebrochen – und wächst weiter!
Mit über 500 elektronischen und zusätzlich handschriftlichen Unterstützern zeigen wir eindrucksvoll:
➡️ Wir sind keine kleine Gruppe von Anwohnern!
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❓ Offene Fragen – und noch keine Antworten
In mehreren Sitzungen haben wir wichtige Fragen gestellt – doch es bleiben neue Fragen zurück:
- Warum wurde auf unsere Frage zu den Akzeptanzkriterien der Ausgleichsflächen nur sinngemäß geantwortet: „Das wird erst in den nächsten Verfahrensschritten geprüft“ **
– obwohl der Aufstellungsbeschluss zu diesem Zeitpunkt längst gefasst war? - Warum soll ein Gebiet erneut bewertet werden, das bereits in der 20. FNP‑Änderung aus fachlichen Gründen ausgeschlossen wurde –
und warum wird stattdessen auf „großes Interesse von Flächeneigentümern“ und bestehende Nutzungsrechte verwiesen? - Welche Rolle spielen hier eigentlich fachliche Kriterien, Naturschutz, Bürgerinteressen und welche Rolle spielen wirtschaftliche Interessen der Investoren?
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❓ Widersprüchliches Verhalten der Politik?
Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup sagte: „Wir wollen on top zur Pflicht einen Beitrag zur Energiewende leisten.“ [3]
Doch gleichzeitig stellen sich einige Fragen:
- Warum wird beim neuen überdachten Parkplatz am Lemförder Bahnhof keine Photovoltaik-Anlage eingeplant –
obwohl es in Niedersachsen eine PV‑Pflicht für Stellplätze mit mehr als 50 Plätzen gibt? [4] - Wie passt das zusammen?
Energiewende als Ziel – aber Photovoltaik auf kommunalen Neubauten wird nicht genutzt? - Und warum scheint die Energiewende vor allem dort aktiv vorangetrieben zu werden, wo ein externer Investor profitiert – aber nicht bei eigenen öffentlichen Bauprojekten?
Wir fragen das nicht, um zu provozieren, sondern weil Konsistenz und Glaubwürdigkeit entscheidend für Vertrauen und Akzeptanz sind.
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❓ Werden Unternehmen bevorzugt – und Bürger eher übergangen?
In verschiedenen Gesprächen und Sitzungen haben sich für uns einige wichtige Fragen ergeben:
- Was bedeutet es für die Bürgerbeteiligung, wenn in einer Sitzung geäußert wird, man würde „jedem Gewerbetreibenden den roten Teppich ausrollen“ [5]?
- Welche Wirkung hat es auf die Bevölkerung, wenn uns sinngemäß vermittelt wird, dass selbst eine noch höhere Bürgerpräsenz den Ablauf des Verfahrens nicht beeinflussen würde***?
- Warum wurde unsere Einladung an alle Fraktionen zu einem Informationsgespräch abgelehnt – mit der Begründung, das Thema sei „ausreichend besprochen“*?
- Wann und wo hat dieser Austausch denn stattgefunden, wenn zentrale Fragen weiterhin offen sind?
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Diese Punkte lassen uns fragen:
- Wie ernst wird die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger tatsächlich genommen?
- Welche Rolle spielen Transparenz, Dialog und gegenseitiger Respekt im Verfahren?
- Wie passt eine solche Kommunikation zu dem Anspruch einer bürgernahen Entscheidungsfindung?
Wir stellen diese Fragen nicht, um zu blockieren – sondern weil wir eine faire, transparente und sachlich begründete Planung erwarten.
Fazit: Wir machen weiter – bis zum Ende!
- für einen korrekten, transparenten Ablauf,
- für die Einhaltung von Natur-, Arten- und Landschaftsschutz,
- und für eine Energiewende am richtigen Ort – nicht auf Kosten wertvoller Lebensräume.
Bitte unterstützt uns weiterhin:
👉 Teilt die Petition
👉 Sprecht mit Nachbarn & Freunden
👉 Jede Stimme zählt bei den kommenden Beteiligungsrunden
Gemeinsam schützen wir die Natur am Oppenweher Moor und im Brockumer Grenzgebiet.
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WARUM WIR HANDELN MÜSSEN:

Hinweis: Die Darstellung des möglichen Schattenwurfs bis zum Marktplatz basiert auf einer Kombination aus den Richtungsangaben des Schattenwurfberichts (Quelle: 34 – SHADOW-Karte) sowie den in der Schattensimulation angegebenen Schattenlängen von bis zu ca. 1.500 m (Quelle: 33). Hinzu kommt der dort aufgeführte Hinweis, dass Zeiträume von jeweils etwa 90 Minuten nach Sonnenaufgang sowie vor Sonnenuntergang in der Simulation nicht dargestellt werden können. Dadurch ist realistisch davon auszugehen, dass der tatsächliche Schattenwurf unter bestimmten Bedingungen länger als die in der Simulation berechneten 1.500 m ausfallen kann. Die individuelle Wahrnehmung hängt zudem stark von den jeweiligen Lichtverhältnissen und dem persönlichen Empfinden ab. Die Darstellung versteht sich daher ausdrücklich nicht als vollständige oder fachlich belastbare Schattenwurfanalyse.
1. Lage und ökologische Bedeutung [6] [7] [8] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [23]
- Die von WestWind geplanten Gebiete sind Teil eines ökologisch hochsensiblen Gebietes und Teil eines einzigartigen funktionalen Gesamtsystem zwischen Schutzgebieten rund um den Dümmer, dem Oppenweher Moor und dem Rehdener Geestmoor.
- Sie bieten Lebensräume für seltene und gefährdete Arten und sind Teil eines wertvollen Biotopverbunds.
--> Eine industrielle Nutzung würde diese Einmaligkeit dauerhaft so stark beeinträchtigen, dass diese letztendlich zerstört wird!
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2. Bedeutung für Zug- und Rastvögel [22][29][30]
- Nachweislich werden die Gebiete zwischen den Schutzgebieten als Rast-, Nahrungs- und Schlafplatz für Kraniche, nordische Gänse, Kiebitze und weitere Zugvögel genutzt.
- Diese Flächen dienen als Pendelzone zwischen den Schutzgebieten – eine Zerschneidung durch Windenergieanlagen kann diese Bewegungsmuster stören oder unterbrechen.
- Besonders betroffen wären Arten wie:
- Greifvögel: Rot- und Schwarzmilan, Seeadler, Fischadler, Weisenweihe
- Wiesenbrüter: Kiebitz, Rebhuhn
- Zugvögel: Kraniche, Gänsearten, Schwalben
--> Eine Bebauung würde zu einer massiven Vergrämung führen und die Erhaltungsziele von FFH- und Vogelschutzgebieten verletzen (§ 34 BNatSchG).
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3. Vogelgrippe als zusätzliche Bedrohung der Kranichpopulation [26][27][28][32]
Die aktuelle Vogelgrippewelle (H5N1) hat dramatische Auswirkungen auf die Kranichpopulation:
- Über 15.000 tote Kraniche wurden allein in Deutschland im Herbst 2025 geborgen.
- Besonders betroffen sind Rastplätze wie die Diepholzer Moorniederung, die in funktionalem Zusammenhang mit dem Oppenweher Moor steht.
- Auch international kam es zu massiven Verlusten: 10.000 tote Kraniche in Ungarn (2023) und 8.000 in Israel (2021)
--> Diese Entwicklung zeigt, wie empfindlich die Population ist. Zusätzliche Störungen durch Windkraftanlagen würden die ohnehin geschwächten Bestände weiter gefährden.
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4. Internationale und nationale Verpflichtungen
Der Schutz der biologischen Vielfalt und die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme sind zentrale internationale und nationale Ziele:
- UN-Biodiversitätskonferenz (COP15, 2022) [9][12]: Bis 2030 sollen 30 % der Land- und Meeresflächen unter Schutz stehen, davon 10 % streng geschützt. Deutschland erfüllt diese Vorgaben bisher nicht; zwei EU-Vertragsverletzungsverfahren laufen wegen mangelhafter Umsetzung von Natura-2000.
- EU Nature Restoration Law (2024) [10][21][24]: Verpflichtet zur Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme auf 20 % der Flächen bis 2030 und vollständiger Renaturierung bis 2050.
- Moore als Schlüsselökosysteme [11] : Degenerierte Moore verursachen 7,5 % der deutschen CO₂-Emissionen, intakte Moore speichern bis zu sechsmal mehr CO₂ als Wälder.
- Die Bebauung des Oppenweher Moors verhindert die Wiedervernässung und widerspricht der Nationalen Moorschutzstrategie (BMUV, 2022) sowie den EU-Zielen.
--> Der geplante Windkraftstandort steht im direkten Widerspruch zu internationalen Verpflichtungen und nationalen Strategien für Biodiversität und Klimaschutz. [24][25]
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5. Gesundheit & Lebensqualität
- Lärm: Moderne Windkraftanlagen erzeugen Schallpegel von bis zu 109 dB(A) an der Quelle; in 500 m Entfernung liegen die Werte bei 40–45 dB(A). Dauerbelastung kann zu Schlafstörungen und Stress führen.
- Infraschall: Frequenzen unter 20 Hz sind nicht hörbar, können aber als Druckgefühl wahrgenommen werden. Studien zeigen keine eindeutige Kausalität, aber mögliche physiologische Effekte wie Schlafstörungen und Stress werden diskutiert. Experten fordern weitere Forschung.
- Schattenwurf: Zulässige Richtwerte in Deutschland: max. 30 Stunden pro Jahr und 30 Minuten pro Tag bewegter Schatten an Wohnräumen. Überschreitungen führen zu Abschaltpflichten. [33][34]
- Optische Wirkung: Anlagen mit bis zu 250 m Höhe dominieren das Landschaftsbild und wirken bedrängend, was die Wohnqualität stark mindert.
- Immobilienwerte: Studien zeigen einen Wertverlust von bis zu 23 % bei älteren Häusern in ländlichen Regionen [31]
--> Gesundheitliche Risiken (Lärm, Infraschall, Schattenwurf) sind real und rechtlich geregelt, aber umstritten in der Wirkung.
--> Immobilienwertverluste sind empirisch nachweisbar, besonders in ländlichen Regionen.
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6. Tourismus & Naherholung
- Landschaftsbild: Windkraftanlagen verändern das Landschaftsbild deutlich. In sensiblen Natur- und Erholungsregionen kann dies die Attraktivität mindern. Studien zeigen, dass negative Effekte vor allem dort auftreten, wo Naturerlebnis ein zentrales Reisemotiv ist.
- Die Dümmer-Region ist ein zentrales Naherholungsgebiet mit hoher touristischer Bedeutung für den Landkreis Diepholz und die Samtgemeinde Lemförde.
- Projekte wie „Moorwelten“ in Wagenfeld-Ströhen sind Leuchtturmprojekte für Naturtourismus und Umweltbildung. Sie bieten Moorbahnfahrten, Klimagarten, Naturerlebnispfade und interaktive Ausstellungen.
- Der Landkreis investiert in das Tourismusentwicklungskonzept „DümmerWeserLand“, das digitale Freizeitkarten, Foto-Points, Geocaching-Routen und barrierefreie Naturerlebnisse vorsieht.
- Die Region wirbt mit Kranichrast-Erlebnissen in der Diepholzer Moorniederung – bis zu 100.000 Kraniche jährlich.
- Rad- und Wanderwege wie die Dümmer-Rund-Tour und Naturerlebnispfade im Ochsenmoor sind zentrale Angebote für Besucher.
--> Windkraftanlagen beeinträchtigen das Landschaftsbild und konterkarieren Konzepte für Naturerlebnisse.
--> Negative Auswirkungen auf Projekte wie „Moorwelten“ und die touristische Vermarktung der Dümmer-Region sind wahrscheinlich.
--> Rückgang der Besucherzahlen und Wertschöpfung gefährdet die regionale Wirtschaft und Arbeitsplätze im Tourismus.
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7. Bodenschäden und Versiegelung
Der Bau von Windkraftanlagen verursacht massive Eingriffe in den Boden und hat erhebliche Klimafolgen:
- Fundamente: Durchmesser 20–30 m, Tiefe bis 4 m (bei Pfahlgründungen deutlich tiefer); bis zu 200 t Stahl und große Mengen Beton pro Anlage.
- Bodenverdichtung: Dauerhafte Versiegelung verhindert die Wiedervernässung von Moorflächen und zerstört natürliche Lebensräume.
- Reduktion der Bodenfeuchtigkeit: Studien zeigen eine Abnahme um bis zu 4,4 % im Umfeld von Windparks – mit negativen Folgen für Ökosysteme und Landwirtschaft.
- CO₂-Freisetzung: Aufbrechen von Moorböden führt zum Verlust wichtiger Kohlenstoffspeicher und den Klimazielen entgegenwirkt.
- Mikroplastikbelastung: Abrieb der Rotorblätter gelangt in Böden und Gewässer und belastet die Umwelt zusätzlich.
--> Die Bodenschäden sind irreversibel und stehen im direkten Widerspruch zu Klimaschutz- und Naturschutzzielen.
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8. Systemische Probleme des Windenergieausbaus
Die aktuelle Ausgestaltung des Windenergieflächenbedarfsgesetzes (WindBG) führt zu Fehlentwicklungen:
- Überkapazität: Deutschland verfügt bereits über rund 69,5 GW installierte Windleistung, was den durchschnittlichen Strombedarf (59 GW) übersteigt. Zusätzliche Flächen sind derzeit nicht notwendig.
- Stromüberschüsse und Kosten: Bei Volllast entstehen massive Überschüsse, die nicht gespeichert werden können. 2024 gab es 457 Stunden mit negativen Strompreisen und 62 Stunden, in denen Strom verschenkt wurde. Netzstabilisierung und Ausgleichszahlungen verursachen Kosten in Milliardenhöhen.
- Fehlanreize: Betreiber erhalten Vergütung für nicht produzierten Strom (Abschaltungen), was Ressourcen bindet und ineffizient ist.
- Regionale Ungleichverteilung: 68 % der Windstromproduktion erfolgt im Norden, während Stromtrassen in den Süden fehlen.
- Falsche Prioritäten: Investitionen sollten in Speichertechnologien und Netzausbau fließen, nicht in die Suche nach neuen Flächen.
--> Der Ausbau nach starren Flächenquoten ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll und gefährdet die Akzeptanz der Energiewende.

Hinweis: Die in dieser Petition dargestellten Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Dennoch können Irrtümer oder unvollständige Angaben nicht ausgeschlossen werden. Für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte wird keine Gewähr übernommen. Teile der Petition enthalten wertende Aussagen, die meine persönliche Meinung darstellen.
QUELLEN:
[1 -- https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/handbuch-buergerbeteiligung.html]
[2 -- Zeitungsartikel „Westwind-Energy-Windpark in Brockum wird konkret“]
[3 -- Zeitungsartikel „Mehr Windkraft? Nein, danke!“]
[4 -- Zeitungsartikel „Mit Mulden und Millionen: Bahnhofsvorplatz wird saniert“]
[5 -- Zeitungsartikel „Samtgemeinde Lemförde steckt tief in der Schuldenfalle“]
[6 -- Naturschutzgebiet "Dümmer, Hohe Sieben und Ochsenmoor" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]
[7 -- Naturschutzgebiet "Oppenweher Moor" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]
[8 -- Naturschutzgebiet "Rehdener Geestmoor" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]
[9 -- Was ist die COP15 und warum ist sie wichtig? | United Nations Development Programme]
[10 -- Die EU-Wiederherstellungsverordnung - NABU]
[11 -- Nationale Moorschutzstrategie]
[12 -- 2022 United Nations Biodiversity Conference - Wikipedia]
[13 -- Natura 2000: Warum Vertragsverletzungsverfahren Deutschland antreiben müssen]
[14 -- EuGH zu Natura 2000: Deutschland muss nacharbeiten! | Deutscher Naturschutzring]
[15 -- faltblatt_oppenweher_moor_2023.cdr]
[16 -- Rehdener Geestmoor - Naturpark Dümmer]
[17 -- Dümmer | FFH Nr. 065 – Natura 2000]
[18 -- Oppenweher Moor | FFH Nr. 066 | V74 – Natura 2000]
[19 -- Oppenweher Moor | BFN]
[20 -- Rehdener Geestmoor | FFH Nr. 165 – Natura 2000]
[21 -- The EU #NatureRestoration Law]
[22 -- 3_Anlage_3_Karten_avifaunistische_Untersuchung_zur_Potenzialstudie_Wind_Stemwede.PDF]
[23 -- IBAS - Michael-Otto-Institut im NABU]
[24 -- BMUKN: Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur]
[25 -- BMUKN: Hintergrundinformationen zur Weltnaturkonferenz 2022]
[26 -- Zeitungsartikel "Vogelgrippe nun auch in Deutschland" - zm-online]
[27 -- Kranichzug aktuell 2026 – Über 50.000 Kraniche unterwegs ! - Birding-Germany.de]
[28 -- Zeitungsartikel Vogelgrippe in Deutschland: Warum es Kraniche trifft und wie sich Immunität entwickelt]
[29 -- dda_kartierungsleitfaden_rotmilan]
[30 -- Grüneberg, C. & J. Karthäuser 2019: Verbreitung und Bestand des Rotmilans Milvus milvus in Deutschland – Ergebnisse der bundesweiten Kartierung 2010–2014. Vogelwelt 139: 101-116]
[31 -- Große Windräder: Auswirkungen auf Immobilienpreise]
[32 -- Zeitungsartikel Vogelgrippe wütet in Deutschland: 2000 Kraniche sind bereits tot]
[33 -- Schattenwurf von WEA]
[34 -- Schattenwurfbericht NE-B-129966-01]
Anmerkungen:
* (sinngemäß wiedergegeben)
** (aus Erinnerung zitiert, nicht wortgleich)
*** (Empfindung von Teilnehmern der Sitzung)
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Das Problem

In der Samtgemeinde Lemförde sollen zusätzliche Windkraftanlagen auf Brockumer Gebiet entstehen. Die Flächen liegen im funktionalen Umfeld des Oppenweher Moors, einem EU-Vogelschutz- und FFH-Gebiet von internationaler Bedeutung. Sie sind Lebensraum und Rastplatz für Kraniche, nordische Gänse, Kiebitze und viele weitere Arten. Der Standort ist ökologisch hochsensibel und Teil eines wertvollen Biotopverbunds. Nachweislich ein Gebiet von internationaler Bedeutung für Zug- und Gastvögel.
Windkraft Ja, aber alles am richtigen Platz!
Die geplante Nutzung durch Windkraftanlagen der Firma WestWind steht im Widerspruch zu internationalen und europäischen Naturschutz- und Klimazielen. Die Flächen haben ein hohes ökologisches Potential und müssen geschützt werden.
Aus diesem Grund wurden und sind diese Flächen aus dem derzeitig rechtskräftigen 20. Flächennutzungsplans (FNP) für die Windenergie ausgeschlossen!
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Aktueller Stand des Verfahrens zur 35. Änderung des Flächennutzungsplans:
14.08.2025
Der Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss hat einstimmig beschlossen, das Verfahren zur Änderung des FNP auf Antrag der Firma WestWind Energy anzustoßen.
19.08.2025 – Aufstellungsbeschluss (nicht-öffentlich!)
In einer nicht öffentlichen Sitzung wurde der Aufstellungsbeschluss zur 35. FNP-Änderung (Brockum – „Windenergie Positivplanung“) gefasst – und somit das Verfahren offiziell gestartet.
❗ Kritikpunkt: Wo bleibt die Transparenz?
Warum wurde der Aufstellungsbeschluss zur 35. FNP‑Änderung bis heute nicht öffentlich bekannt gemacht – obwohl genau das der gesetzliche Startpunkt des Verfahrens ist?
Gerade bei sensiblen Projekten empfiehlt das „Handbuch für eine gute Bürgerbeteiligung“ des Bundes eine frühzeitige, offene Information der Bevölkerung – idealerweise noch vor dem Beschluss. [1]
Warum wurde diese Empfehlung nicht beachtet?
Transparenz ist keine Option, sondern Voraussetzung.
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Der Widerstand ist ungebrochen – und wächst weiter!
Mit über 500 elektronischen und zusätzlich handschriftlichen Unterstützern zeigen wir eindrucksvoll:
➡️ Wir sind keine kleine Gruppe von Anwohnern!
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❓ Offene Fragen – und noch keine Antworten
In mehreren Sitzungen haben wir wichtige Fragen gestellt – doch es bleiben neue Fragen zurück:
- Warum wurde auf unsere Frage zu den Akzeptanzkriterien der Ausgleichsflächen nur sinngemäß geantwortet: „Das wird erst in den nächsten Verfahrensschritten geprüft“ **
– obwohl der Aufstellungsbeschluss zu diesem Zeitpunkt längst gefasst war? - Warum soll ein Gebiet erneut bewertet werden, das bereits in der 20. FNP‑Änderung aus fachlichen Gründen ausgeschlossen wurde –
und warum wird stattdessen auf „großes Interesse von Flächeneigentümern“ und bestehende Nutzungsrechte verwiesen? - Welche Rolle spielen hier eigentlich fachliche Kriterien, Naturschutz, Bürgerinteressen und welche Rolle spielen wirtschaftliche Interessen der Investoren?
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❓ Widersprüchliches Verhalten der Politik?
Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup sagte: „Wir wollen on top zur Pflicht einen Beitrag zur Energiewende leisten.“ [3]
Doch gleichzeitig stellen sich einige Fragen:
- Warum wird beim neuen überdachten Parkplatz am Lemförder Bahnhof keine Photovoltaik-Anlage eingeplant –
obwohl es in Niedersachsen eine PV‑Pflicht für Stellplätze mit mehr als 50 Plätzen gibt? [4] - Wie passt das zusammen?
Energiewende als Ziel – aber Photovoltaik auf kommunalen Neubauten wird nicht genutzt? - Und warum scheint die Energiewende vor allem dort aktiv vorangetrieben zu werden, wo ein externer Investor profitiert – aber nicht bei eigenen öffentlichen Bauprojekten?
Wir fragen das nicht, um zu provozieren, sondern weil Konsistenz und Glaubwürdigkeit entscheidend für Vertrauen und Akzeptanz sind.
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❓ Werden Unternehmen bevorzugt – und Bürger eher übergangen?
In verschiedenen Gesprächen und Sitzungen haben sich für uns einige wichtige Fragen ergeben:
- Was bedeutet es für die Bürgerbeteiligung, wenn in einer Sitzung geäußert wird, man würde „jedem Gewerbetreibenden den roten Teppich ausrollen“ [5]?
- Welche Wirkung hat es auf die Bevölkerung, wenn uns sinngemäß vermittelt wird, dass selbst eine noch höhere Bürgerpräsenz den Ablauf des Verfahrens nicht beeinflussen würde***?
- Warum wurde unsere Einladung an alle Fraktionen zu einem Informationsgespräch abgelehnt – mit der Begründung, das Thema sei „ausreichend besprochen“*?
- Wann und wo hat dieser Austausch denn stattgefunden, wenn zentrale Fragen weiterhin offen sind?
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Diese Punkte lassen uns fragen:
- Wie ernst wird die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger tatsächlich genommen?
- Welche Rolle spielen Transparenz, Dialog und gegenseitiger Respekt im Verfahren?
- Wie passt eine solche Kommunikation zu dem Anspruch einer bürgernahen Entscheidungsfindung?
Wir stellen diese Fragen nicht, um zu blockieren – sondern weil wir eine faire, transparente und sachlich begründete Planung erwarten.
Fazit: Wir machen weiter – bis zum Ende!
- für einen korrekten, transparenten Ablauf,
- für die Einhaltung von Natur-, Arten- und Landschaftsschutz,
- und für eine Energiewende am richtigen Ort – nicht auf Kosten wertvoller Lebensräume.
Bitte unterstützt uns weiterhin:
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Gemeinsam schützen wir die Natur am Oppenweher Moor und im Brockumer Grenzgebiet.
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WARUM WIR HANDELN MÜSSEN:

Hinweis: Die Darstellung des möglichen Schattenwurfs bis zum Marktplatz basiert auf einer Kombination aus den Richtungsangaben des Schattenwurfberichts (Quelle: 34 – SHADOW-Karte) sowie den in der Schattensimulation angegebenen Schattenlängen von bis zu ca. 1.500 m (Quelle: 33). Hinzu kommt der dort aufgeführte Hinweis, dass Zeiträume von jeweils etwa 90 Minuten nach Sonnenaufgang sowie vor Sonnenuntergang in der Simulation nicht dargestellt werden können. Dadurch ist realistisch davon auszugehen, dass der tatsächliche Schattenwurf unter bestimmten Bedingungen länger als die in der Simulation berechneten 1.500 m ausfallen kann. Die individuelle Wahrnehmung hängt zudem stark von den jeweiligen Lichtverhältnissen und dem persönlichen Empfinden ab. Die Darstellung versteht sich daher ausdrücklich nicht als vollständige oder fachlich belastbare Schattenwurfanalyse.
1. Lage und ökologische Bedeutung [6] [7] [8] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [23]
- Die von WestWind geplanten Gebiete sind Teil eines ökologisch hochsensiblen Gebietes und Teil eines einzigartigen funktionalen Gesamtsystem zwischen Schutzgebieten rund um den Dümmer, dem Oppenweher Moor und dem Rehdener Geestmoor.
- Sie bieten Lebensräume für seltene und gefährdete Arten und sind Teil eines wertvollen Biotopverbunds.
--> Eine industrielle Nutzung würde diese Einmaligkeit dauerhaft so stark beeinträchtigen, dass diese letztendlich zerstört wird!
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2. Bedeutung für Zug- und Rastvögel [22][29][30]
- Nachweislich werden die Gebiete zwischen den Schutzgebieten als Rast-, Nahrungs- und Schlafplatz für Kraniche, nordische Gänse, Kiebitze und weitere Zugvögel genutzt.
- Diese Flächen dienen als Pendelzone zwischen den Schutzgebieten – eine Zerschneidung durch Windenergieanlagen kann diese Bewegungsmuster stören oder unterbrechen.
- Besonders betroffen wären Arten wie:
- Greifvögel: Rot- und Schwarzmilan, Seeadler, Fischadler, Weisenweihe
- Wiesenbrüter: Kiebitz, Rebhuhn
- Zugvögel: Kraniche, Gänsearten, Schwalben
--> Eine Bebauung würde zu einer massiven Vergrämung führen und die Erhaltungsziele von FFH- und Vogelschutzgebieten verletzen (§ 34 BNatSchG).
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3. Vogelgrippe als zusätzliche Bedrohung der Kranichpopulation [26][27][28][32]
Die aktuelle Vogelgrippewelle (H5N1) hat dramatische Auswirkungen auf die Kranichpopulation:
- Über 15.000 tote Kraniche wurden allein in Deutschland im Herbst 2025 geborgen.
- Besonders betroffen sind Rastplätze wie die Diepholzer Moorniederung, die in funktionalem Zusammenhang mit dem Oppenweher Moor steht.
- Auch international kam es zu massiven Verlusten: 10.000 tote Kraniche in Ungarn (2023) und 8.000 in Israel (2021)
--> Diese Entwicklung zeigt, wie empfindlich die Population ist. Zusätzliche Störungen durch Windkraftanlagen würden die ohnehin geschwächten Bestände weiter gefährden.
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4. Internationale und nationale Verpflichtungen
Der Schutz der biologischen Vielfalt und die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme sind zentrale internationale und nationale Ziele:
- UN-Biodiversitätskonferenz (COP15, 2022) [9][12]: Bis 2030 sollen 30 % der Land- und Meeresflächen unter Schutz stehen, davon 10 % streng geschützt. Deutschland erfüllt diese Vorgaben bisher nicht; zwei EU-Vertragsverletzungsverfahren laufen wegen mangelhafter Umsetzung von Natura-2000.
- EU Nature Restoration Law (2024) [10][21][24]: Verpflichtet zur Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme auf 20 % der Flächen bis 2030 und vollständiger Renaturierung bis 2050.
- Moore als Schlüsselökosysteme [11] : Degenerierte Moore verursachen 7,5 % der deutschen CO₂-Emissionen, intakte Moore speichern bis zu sechsmal mehr CO₂ als Wälder.
- Die Bebauung des Oppenweher Moors verhindert die Wiedervernässung und widerspricht der Nationalen Moorschutzstrategie (BMUV, 2022) sowie den EU-Zielen.
--> Der geplante Windkraftstandort steht im direkten Widerspruch zu internationalen Verpflichtungen und nationalen Strategien für Biodiversität und Klimaschutz. [24][25]
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5. Gesundheit & Lebensqualität
- Lärm: Moderne Windkraftanlagen erzeugen Schallpegel von bis zu 109 dB(A) an der Quelle; in 500 m Entfernung liegen die Werte bei 40–45 dB(A). Dauerbelastung kann zu Schlafstörungen und Stress führen.
- Infraschall: Frequenzen unter 20 Hz sind nicht hörbar, können aber als Druckgefühl wahrgenommen werden. Studien zeigen keine eindeutige Kausalität, aber mögliche physiologische Effekte wie Schlafstörungen und Stress werden diskutiert. Experten fordern weitere Forschung.
- Schattenwurf: Zulässige Richtwerte in Deutschland: max. 30 Stunden pro Jahr und 30 Minuten pro Tag bewegter Schatten an Wohnräumen. Überschreitungen führen zu Abschaltpflichten. [33][34]
- Optische Wirkung: Anlagen mit bis zu 250 m Höhe dominieren das Landschaftsbild und wirken bedrängend, was die Wohnqualität stark mindert.
- Immobilienwerte: Studien zeigen einen Wertverlust von bis zu 23 % bei älteren Häusern in ländlichen Regionen [31]
--> Gesundheitliche Risiken (Lärm, Infraschall, Schattenwurf) sind real und rechtlich geregelt, aber umstritten in der Wirkung.
--> Immobilienwertverluste sind empirisch nachweisbar, besonders in ländlichen Regionen.
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6. Tourismus & Naherholung
- Landschaftsbild: Windkraftanlagen verändern das Landschaftsbild deutlich. In sensiblen Natur- und Erholungsregionen kann dies die Attraktivität mindern. Studien zeigen, dass negative Effekte vor allem dort auftreten, wo Naturerlebnis ein zentrales Reisemotiv ist.
- Die Dümmer-Region ist ein zentrales Naherholungsgebiet mit hoher touristischer Bedeutung für den Landkreis Diepholz und die Samtgemeinde Lemförde.
- Projekte wie „Moorwelten“ in Wagenfeld-Ströhen sind Leuchtturmprojekte für Naturtourismus und Umweltbildung. Sie bieten Moorbahnfahrten, Klimagarten, Naturerlebnispfade und interaktive Ausstellungen.
- Der Landkreis investiert in das Tourismusentwicklungskonzept „DümmerWeserLand“, das digitale Freizeitkarten, Foto-Points, Geocaching-Routen und barrierefreie Naturerlebnisse vorsieht.
- Die Region wirbt mit Kranichrast-Erlebnissen in der Diepholzer Moorniederung – bis zu 100.000 Kraniche jährlich.
- Rad- und Wanderwege wie die Dümmer-Rund-Tour und Naturerlebnispfade im Ochsenmoor sind zentrale Angebote für Besucher.
--> Windkraftanlagen beeinträchtigen das Landschaftsbild und konterkarieren Konzepte für Naturerlebnisse.
--> Negative Auswirkungen auf Projekte wie „Moorwelten“ und die touristische Vermarktung der Dümmer-Region sind wahrscheinlich.
--> Rückgang der Besucherzahlen und Wertschöpfung gefährdet die regionale Wirtschaft und Arbeitsplätze im Tourismus.
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7. Bodenschäden und Versiegelung
Der Bau von Windkraftanlagen verursacht massive Eingriffe in den Boden und hat erhebliche Klimafolgen:
- Fundamente: Durchmesser 20–30 m, Tiefe bis 4 m (bei Pfahlgründungen deutlich tiefer); bis zu 200 t Stahl und große Mengen Beton pro Anlage.
- Bodenverdichtung: Dauerhafte Versiegelung verhindert die Wiedervernässung von Moorflächen und zerstört natürliche Lebensräume.
- Reduktion der Bodenfeuchtigkeit: Studien zeigen eine Abnahme um bis zu 4,4 % im Umfeld von Windparks – mit negativen Folgen für Ökosysteme und Landwirtschaft.
- CO₂-Freisetzung: Aufbrechen von Moorböden führt zum Verlust wichtiger Kohlenstoffspeicher und den Klimazielen entgegenwirkt.
- Mikroplastikbelastung: Abrieb der Rotorblätter gelangt in Böden und Gewässer und belastet die Umwelt zusätzlich.
--> Die Bodenschäden sind irreversibel und stehen im direkten Widerspruch zu Klimaschutz- und Naturschutzzielen.
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8. Systemische Probleme des Windenergieausbaus
Die aktuelle Ausgestaltung des Windenergieflächenbedarfsgesetzes (WindBG) führt zu Fehlentwicklungen:
- Überkapazität: Deutschland verfügt bereits über rund 69,5 GW installierte Windleistung, was den durchschnittlichen Strombedarf (59 GW) übersteigt. Zusätzliche Flächen sind derzeit nicht notwendig.
- Stromüberschüsse und Kosten: Bei Volllast entstehen massive Überschüsse, die nicht gespeichert werden können. 2024 gab es 457 Stunden mit negativen Strompreisen und 62 Stunden, in denen Strom verschenkt wurde. Netzstabilisierung und Ausgleichszahlungen verursachen Kosten in Milliardenhöhen.
- Fehlanreize: Betreiber erhalten Vergütung für nicht produzierten Strom (Abschaltungen), was Ressourcen bindet und ineffizient ist.
- Regionale Ungleichverteilung: 68 % der Windstromproduktion erfolgt im Norden, während Stromtrassen in den Süden fehlen.
- Falsche Prioritäten: Investitionen sollten in Speichertechnologien und Netzausbau fließen, nicht in die Suche nach neuen Flächen.
--> Der Ausbau nach starren Flächenquoten ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll und gefährdet die Akzeptanz der Energiewende.

Hinweis: Die in dieser Petition dargestellten Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Dennoch können Irrtümer oder unvollständige Angaben nicht ausgeschlossen werden. Für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte wird keine Gewähr übernommen. Teile der Petition enthalten wertende Aussagen, die meine persönliche Meinung darstellen.
QUELLEN:
[1 -- https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/handbuch-buergerbeteiligung.html]
[2 -- Zeitungsartikel „Westwind-Energy-Windpark in Brockum wird konkret“]
[3 -- Zeitungsartikel „Mehr Windkraft? Nein, danke!“]
[4 -- Zeitungsartikel „Mit Mulden und Millionen: Bahnhofsvorplatz wird saniert“]
[5 -- Zeitungsartikel „Samtgemeinde Lemförde steckt tief in der Schuldenfalle“]
[6 -- Naturschutzgebiet "Dümmer, Hohe Sieben und Ochsenmoor" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]
[7 -- Naturschutzgebiet "Oppenweher Moor" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]
[8 -- Naturschutzgebiet "Rehdener Geestmoor" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]
[9 -- Was ist die COP15 und warum ist sie wichtig? | United Nations Development Programme]
[10 -- Die EU-Wiederherstellungsverordnung - NABU]
[11 -- Nationale Moorschutzstrategie]
[12 -- 2022 United Nations Biodiversity Conference - Wikipedia]
[13 -- Natura 2000: Warum Vertragsverletzungsverfahren Deutschland antreiben müssen]
[14 -- EuGH zu Natura 2000: Deutschland muss nacharbeiten! | Deutscher Naturschutzring]
[15 -- faltblatt_oppenweher_moor_2023.cdr]
[16 -- Rehdener Geestmoor - Naturpark Dümmer]
[17 -- Dümmer | FFH Nr. 065 – Natura 2000]
[18 -- Oppenweher Moor | FFH Nr. 066 | V74 – Natura 2000]
[19 -- Oppenweher Moor | BFN]
[20 -- Rehdener Geestmoor | FFH Nr. 165 – Natura 2000]
[21 -- The EU #NatureRestoration Law]
[22 -- 3_Anlage_3_Karten_avifaunistische_Untersuchung_zur_Potenzialstudie_Wind_Stemwede.PDF]
[23 -- IBAS - Michael-Otto-Institut im NABU]
[24 -- BMUKN: Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur]
[25 -- BMUKN: Hintergrundinformationen zur Weltnaturkonferenz 2022]
[26 -- Zeitungsartikel "Vogelgrippe nun auch in Deutschland" - zm-online]
[27 -- Kranichzug aktuell 2026 – Über 50.000 Kraniche unterwegs ! - Birding-Germany.de]
[28 -- Zeitungsartikel Vogelgrippe in Deutschland: Warum es Kraniche trifft und wie sich Immunität entwickelt]
[29 -- dda_kartierungsleitfaden_rotmilan]
[30 -- Grüneberg, C. & J. Karthäuser 2019: Verbreitung und Bestand des Rotmilans Milvus milvus in Deutschland – Ergebnisse der bundesweiten Kartierung 2010–2014. Vogelwelt 139: 101-116]
[31 -- Große Windräder: Auswirkungen auf Immobilienpreise]
[32 -- Zeitungsartikel Vogelgrippe wütet in Deutschland: 2000 Kraniche sind bereits tot]
[33 -- Schattenwurf von WEA]
[34 -- Schattenwurfbericht NE-B-129966-01]
Anmerkungen:
* (sinngemäß wiedergegeben)
** (aus Erinnerung zitiert, nicht wortgleich)
*** (Empfindung von Teilnehmern der Sitzung)
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Petition am 28. September 2025 erstellt