Petition updateKEINE Vollsperrung an der Dornberger Straße

Wir haben etwas bewegt, aber leider noch nichts verändern können

Stephan MoenchGermany
Aug 2, 2026

Knapp 1.500 Menschen haben unsere Petition unterstützt und damit gezeigt, dass es sich nicht um individual Interessen handelt, Betroffene haben den Mut gefunden, ihre Geschichten zu teilen, und zahlreiche Medien haben unser Anliegen aufgegriffen. Gemeinsam haben wir erreicht, dass über ein Thema gesprochen wird, das viel ruhiger und weniger kritisch durchgezogen werden sollte.

Doch so wichtig diese Aufmerksamkeit auch ist: Sie reicht nicht aus. Denn während berichtet, diskutiert und anerkannt wird, warten wir weiterhin auf eine echte Veränderung. Die Bauarbeiten inklusive der scharf kritisierten Vollsperrung haben begonnen und zeigen augenscheinlich Änderungsoptionen, die weiterhin niemand mit uns diskutieren will:

  1. Die Beschilderung bezüglich einer Vollsperrung (stadtauswärtsfahrend) ist nicht vorhanden und lässt sich nur aufgrund der Umleitungen vermuten, was zu regelmäßigen Umkehrmanövern von ein- und auswertigen Fahrzeugen führt 
  2. Der Streckenabschnitt ist gesperrt, obwohl aktuell nichts gegen eine temporäre und zeitlich eingeschränkte Öffnung spricht.
  3. Ein kleiner Trupp aus kompetenten Bauarbeitern setzt die Planungen um: Warum kommen nicht mehr Baufahrzeuge und Bauarbeiter zum Einsatz, warum werden nicht mehr Arbeitsstunden am Tag genutzt, um die Bauzeit positiv zu beeinflussen?

Jeder Zeitungsartikel, jeder Fernsehbeitrag und jedes Interview hat dazu beigetragen, unser Anliegen sichtbarer zu machen. Dafür sind wir dankbar. Gleichzeitig zeigen all diese Berichte auch, dass der Handlungsbedarf längst unübersehbar ist. Niemand kann heute noch behaupten, das Problem nicht zu kennen.

Nachfolgend finden Sie einen Auszug der bisherigen Medienberichterstattung. Sie steht für all die Menschen, die unsere Forderungen mittragen – und erinnert daran, dass wir nicht aufgeben werden, bis aus öffentlicher Aufmerksamkeit endlich konkrete Veränderungen werden:

https://www.nw.de/lokal/bielefeld/dornberg/24373320_Baustellen-Aerger-in-Bielefeld-So-scheitert-die-Kommunikation-an-der-Dornberger-Strasse.html

https://www1.wdr.de/nrw/bielefeld/streit-kleintiertunnel-bielefeld-kroeten-100.html

https://www.rtl.de/rtl-west/vollsperrung-wegen-amphibientunneln-anwohner-in-bielefeld-fuerchten-um-ihre-existenz-id31147652.html

 

Abschließend möchte ich noch auf die Kritik einiger Tierschützer eingehen, die meine Wortwahl „Kröten statt Kinder“ beanstandet haben. Ich verstehe, dass dieser Slogan polarisiert. Gleichzeitig zeigt die öffentliche Resonanz, dass Aufmerksamkeit häufig erst dann entsteht, wenn Missstände zugespitzt benannt werden.

Umso mehr hat mich gefreut, dass in einem der Berichte des BUND der Vorschlag „Kröten UND Kinder“ gemacht wurde. Genau darum geht es im Kern unserer Petition: Es darf kein Entweder-oder geben. Natur- und Artenschutz sind wichtig – ebenso wie die Interessen der Anwohner, Familien und der Kleinunternehmer, die neben Arbeitsplätzen auch eine lokale Infrastruktur erhalten wollen.

Niemand stellt die Sanierung der Straße infrage. Niemand bestreitet die Bedeutung des Naturschutzes. Und niemand erwartet, dass ein Bauprojekt dieser Größenordnung ohne Einschränkungen umgesetzt werden kann. Was wir jedoch infrage stellen, ist die fehlende Bereitschaft, Kompromisse in der Bauplanung und Bauausführung ernsthaft zu prüfen.

Dabei wurden die Folgen der derzeitigen Planung inzwischen mehrfach deutlich benannt und kommuniziert. Dennoch werden mögliche Alternativen, die sowohl den Anforderungen des Naturschutzes als auch den berechtigten Interessen der Petitionsbeteiligten gerecht werden könnten, bislang nicht in Erwägung gezogen.

Unser Ziel war und ist es nie, Menschen gegen Tiere auszuspielen. Unser Ziel ist eine Lösung, die beiden gerecht wird. Dass dies möglich ist, davon sind wir nach wie vor überzeugt – wenn der (politische) Wille vorhanden ist.

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