
WÄHLEN GEHEN!
Wer nicht wählt, wählt trotzdem nur jene die weiter-so machen.
Wer ungültig wählt, stellt sich gegen das Weiter-so.
Die Kampagne „Ungültig wählen!“ startete zeitgleich im ganzen Landkreis ihren Endspurt:
Wir wählen Frieden!
Königs Wusterhausen, 07.10.2023, 11.00 Uhr, Bahnhofsvorplatz
Initiatoren und Erstunterzeichner: Matthias Rackwitz (Naturschützer beim NABU Dahmeland e.V.), Jana Gerstenberger (EVG, die.Linke), Mario Berríos Miranda (DKP), Sabine Hielscher (ver.di), Bernd Breithaupt (RH KW), Ruth Wippermann (die Linke), Lothar Nätebusch (IG BAU).
Sie alle sind, wie auch andere, aktiv in der Initiative für Frieden und Abrüstung Dahme-Spreewald. Mario Berríos Miranda sagt: „Von Aufgeben kann keine Rede sein. Die Abwälzungen der Kriegslasten auf die Menschen ist eine Riesenschweinerei. Ein Landrat, der/die das nicht verhindern oder ändern möchte, ist einfach fehl am Platz!“.
Inzwischen hat die Petition bereits über 15000 Menschen erreicht, fast 4000 haben sie unterschrieben. Selbst für die Initiatoren kam dieser Anstieg überraschend.
In der MAZ wurde berichtet, dass diese Petition zu dem Zerwürfnis der „Initiative für Frieden und Abrüstung Dahme Spreewald“ geführt habe. Tatsächlich sind einige Mitglieder ausgetreten, hauptsächlich UBL und Linke, da sie sich für die Unterstützung des Kandidaten Sven Herzberger ausgesprochen haben.
„Das hat unser Bündnis jedoch bei Weitem nicht geschwächt!“ freut sich Matthias Rackwitz (NABU) “Im Gegenteil, wir waren auf unserer Mahnwache genauso vollzählig wie zuvor und sind durch dieses Zerwürfnis Thema in einer ortsansässigen Zeitung. Seitdem stieg die Zahl der Leser dieser Petition gewaltig. Da kann man einfach mal Danke! sagen!“.
Viele positive, aber natürlich auch negative Reaktionen folgten prompt:
„Mich reizt es, meinen Protest zu zeigen, dass ich mit der Politik generell nicht zufrieden bin.“. (K. aus Bestensee)
„Ich fühle mich von niemanden, der Kandidaten vertreten, vielleicht kann so die Unzufriedenheit der Bevölkerung, doch irgendwie als Stimme ausgezählt werden!“. (M. aus Niederlehme)
„Die AFD wählt niemand unbewusst oder einfach so. Es gibt einen starken Wählerkreis, aber soll das der Grund dafür sein, einer Partei, die uns in einen Weltkrieg führt und den Bürger durch ihre Kriegspolitik immer mehr einschränkt, die Stimme zu geben?. (M. aus Heidesee)
„Die Petition macht deutlich, dass es ein Bedürfnis von Bürgern gibt, über eine solche Wahlentscheidung nachzudenken. Wäre es anders, würde die Petition ins Leere laufen.“. (M. aus Zeesen)