Keine Sparmaßnahmen zulasten Hamburgs Schulkinder!

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Das Problem

In Ergänzung zu der Petition „Keine Kürzungen bei Schulbegleitung in Hamburg – Inklusion braucht Unterstützung!“, welche bereits unglaubliche 87.000 Unterschriften gesammelt hat, muss der Hamburger Senat im Sinne aller Hamburger Schulkinder aufgefordert werden, die geplanten Sparmaßnahmen im Schulbereich zurückzunehmen und stattdessen den Ausbau von Inklusion, Ganztagsbetreuung und schulischer Unterstützung im bisherigen Umfang fortzuführen.

Hamburg gilt bundesweit als Vorreiter in der schulischen Ganztagsbildung und Inklusion. Diese Position ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Investitionen und pädagogischer Aufbauarbeit. Genau dieses Fundament steht nun durch aktuelle Sparpläne der Bildungsbehörde auf dem Spiel.

Schulbegleitung: Pädagogische Fachkräfte für Kinder mit Förderbedarf sollen künftig verstärkt durch Freiwilligendienstleistende (FSJ-Kräfte) ersetzt werden. Zusätzlich sollen viele Bewilligungen für Schulbegleitung erst nach einem Jahr überhaupt geprüft werden. Das trifft Kinder mit Behinderung und besonderem Unterstützungsbedarf unmittelbar und gefährdet ihre gleichberechtigte Teilhabe am Unterricht.

Ganztagsgrundschulen (GTS): Selbstverantwortete Ganztagsschulen sollen finanziell an das günstigere Modell mit externen Trägern (GBS) angeglichen werden (Umstellung der Ganztagszuweisung). In der Praxis bedeutet das: weniger Lehrkräftestunden, mehr tariflich günstigere Erzieher*innenstellen. Jahrelang gewachsene pädagogische Konzepte drohen dadurch zerschlagen zu werden.

Fachliche und gewerkschaftliche Kritik: Sowohl die GEW Hamburg als auch der Gesamtpersonalrat der Schulbehörde und der Ganztagsschulverband warnen eindringlich vor den Folgen dieser Einschnitte für Kinder, Familien und Beschäftigte.

Sparmaßnahmen dürfen nicht auf dem Rücken der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft – Kinder und ihre Familien – ausgetragen werden. Bildung und Inklusion sind keine freiwilligen Kür-Leistungen, sondern Grundvoraussetzungen für Chancengleichheit.

Konkret wird folgendes gefordert:

  1. Erhalt der qualifizierten Schulbegleitung durch pädagogische Fachkräfte statt Ersatz durch Freiwilligendienstleistende.
  2. Zügige und bedarfsgerechte Bewilligungsverfahren für Schulbegleitung ohne unnötige Verzögerungen.
  3. Keine finanzielle Angleichung der GTS-Grundschulen nach unten – Erhalt der bisherigen Lehrkräftezuweisungen im Ganztag.
  4. Transparente Einbindung von Eltern, Lehrkräften und Trägern bei allen weiteren Entscheidungen zur Umstrukturierung schulischer Unterstützungsangebote.
  5. Priorität für Bildung im Haushalt – Einsparungen sollen an anderer Stelle gesucht werden, nicht bei den Schwächsten im Schulsystem.

Deshalb: Lasst uns den Hamburger Senat auffordern, seiner Verantwortung für eine inklusive und gerechte Bildung gerecht zu werden und die geplanten Kürzungen zurückzunehmen.

Unterzeichnet diese Petition, wenn auch Ihr Euch für den Erhalt guter Schulen in Hamburg einsetzen wollt und teilt sie mit weiteren Eltern und auch Lehrkräften!

Diese Petition richtet sich an den Hamburger Senat, die Bildungs- und Familienbehörde und Bildungssenatorin Ksenija Bekeris.

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Thomas PachnioPetitionsstarter*inIch bin 49 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern. Mir liegen vor allem Themen für Familien am Herzen.

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