Keine Parkhäuser zulasten unserer Kinder im Schlaatz

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Gaby Kollmann und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Sehr geehrte Damen und Herren der Stadtverordnetenversammlung,

im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan Nr. 138 „Am Schlaatz" nehmen wir als Eltern der Kinder aus den umliegenden Kitas entschieden Stellung gegen die geplante Ausweisung einer Sonderfläche auf dem Gelände der Kindertagesstätte.

Unsere zentralen Einwände:

  1. Wegfall dringend benötigter Spielfläche.
    Die Fläche ist integraler Bestandteil der täglichen Nutzung durch die Kinder - für Bewegung, gemeinsames Spiel und kindliche Entwicklung. Gerade Kinder mit Förderbedarf oder Einschränkungen benötigen ausreichend Platz. Eine Verkleinerung wäre ein nicht zu rechtfertigender Rückschritt in der Qualität frühkindlicher Betreuung.
  2. Gesundheitsrisiken durch zusätzlichen Verkehr
    Eine Nutzung der Sonderfläche als Stellplatz oder Garage würde unweigerlich zu erhöhtem Fahrzeugaufkommen in unmittelbarer Nähe der Kita führen. Dies bringt Lärm, Abgase und ein erhöhtes Unfallrisiko mit sich - mit direkten negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Kinder. (
  3. Soziale Realität des Stadtteils - Stellplätze verfehlen den Bedarf
    Der Stadtteil Schlaatz ist geprägt von Familien mit geringem Einkommen und hohem Migrationsanteil. Ein großer Teil dieser Haushalte besitzt kein eigenes Fahrzeug. Zusätzliche Stellplätze decken daher keinen realen Bedarf vor Ort - sie werden überwiegend ungenutzt bleiben oder aufgrund von Stellplatzmieten nicht angemietet werden.
  4. Keine verlässliche Zweckbindung - Nutzung bleibt vage
    Im aktuellen Entwurf ist die vorgesehene Nutzung der Sonderfläche unklar. Weder Art noch Umfang noch konkrete Zweckbindung sind klar definiert. Eine Bebauung ohne klare Nutzungsverpflichtung schafft Planungsunsicherheit und Misstrauen - insbesondere, wenn dafür elementare Kinderinteressen geopfert
  5. Wirtschaftlich fragwürdig - Gefahr des dauerhaften Leerstands
    Angesichts der angespannten sozialen Struktur im Viertel und der fehlenden Nachfrage ist realistisch davon auszugehen, dass Stellplätze oder Garagen auf diesem Gelände kaum vermietet werden können - insbesondere nicht zu marktüblichen oder kostendeckenden Konditionen. Die Folge wäre eine dauerhaft ungenutzte Fläche - mitten im Kinderbereich. Das ist weder städtebaulich noch wirtschaftlich vertretbar.
  6. Kinderinteressen dürfen nicht nachrangig behandelt werden
    Es entsteht der Eindruck, dass städtebauliche Maßnahmen zur Pkw-Infrastruktur systematisch über die Rechte und Bedürfnisse von Kindern gestellt werden. Das ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar und widerspricht dem Anspruch auf kindgerechte Stadtentwicklung. Dies zeigt sich bereits jetzt über den aktuellen Abriss der Kinderspielplätze unmittelbar vor dem Kindergarten.

Unsere Forderungen:

  • Streichung der vorgesehenen Sonderfläche auf dem Kita-Gelände
  • Dauerhafte Sicherung der gesamten Spielfläche für die Nutzung durch Kinder
  • Verzicht auf Pkw-orientierte Infrastruktur in unmittelbarer Nähe von Betreuungseinrichtungen
  • Transparenz und verbindliche Beteiligung der betroffenen Familien bei weiteren Planungsschritten

Wir fordern eindringlich, im weiteren Verfahren die Interessen unserer Kinder als besonders schutzbedürftige Gruppe konsequent zu berücksichtigen.

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Daniel MoritzPetitionsstarter*in

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Gaby Kollmann und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Sehr geehrte Damen und Herren der Stadtverordnetenversammlung,

im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan Nr. 138 „Am Schlaatz" nehmen wir als Eltern der Kinder aus den umliegenden Kitas entschieden Stellung gegen die geplante Ausweisung einer Sonderfläche auf dem Gelände der Kindertagesstätte.

Unsere zentralen Einwände:

  1. Wegfall dringend benötigter Spielfläche.
    Die Fläche ist integraler Bestandteil der täglichen Nutzung durch die Kinder - für Bewegung, gemeinsames Spiel und kindliche Entwicklung. Gerade Kinder mit Förderbedarf oder Einschränkungen benötigen ausreichend Platz. Eine Verkleinerung wäre ein nicht zu rechtfertigender Rückschritt in der Qualität frühkindlicher Betreuung.
  2. Gesundheitsrisiken durch zusätzlichen Verkehr
    Eine Nutzung der Sonderfläche als Stellplatz oder Garage würde unweigerlich zu erhöhtem Fahrzeugaufkommen in unmittelbarer Nähe der Kita führen. Dies bringt Lärm, Abgase und ein erhöhtes Unfallrisiko mit sich - mit direkten negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Kinder. (
  3. Soziale Realität des Stadtteils - Stellplätze verfehlen den Bedarf
    Der Stadtteil Schlaatz ist geprägt von Familien mit geringem Einkommen und hohem Migrationsanteil. Ein großer Teil dieser Haushalte besitzt kein eigenes Fahrzeug. Zusätzliche Stellplätze decken daher keinen realen Bedarf vor Ort - sie werden überwiegend ungenutzt bleiben oder aufgrund von Stellplatzmieten nicht angemietet werden.
  4. Keine verlässliche Zweckbindung - Nutzung bleibt vage
    Im aktuellen Entwurf ist die vorgesehene Nutzung der Sonderfläche unklar. Weder Art noch Umfang noch konkrete Zweckbindung sind klar definiert. Eine Bebauung ohne klare Nutzungsverpflichtung schafft Planungsunsicherheit und Misstrauen - insbesondere, wenn dafür elementare Kinderinteressen geopfert
  5. Wirtschaftlich fragwürdig - Gefahr des dauerhaften Leerstands
    Angesichts der angespannten sozialen Struktur im Viertel und der fehlenden Nachfrage ist realistisch davon auszugehen, dass Stellplätze oder Garagen auf diesem Gelände kaum vermietet werden können - insbesondere nicht zu marktüblichen oder kostendeckenden Konditionen. Die Folge wäre eine dauerhaft ungenutzte Fläche - mitten im Kinderbereich. Das ist weder städtebaulich noch wirtschaftlich vertretbar.
  6. Kinderinteressen dürfen nicht nachrangig behandelt werden
    Es entsteht der Eindruck, dass städtebauliche Maßnahmen zur Pkw-Infrastruktur systematisch über die Rechte und Bedürfnisse von Kindern gestellt werden. Das ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar und widerspricht dem Anspruch auf kindgerechte Stadtentwicklung. Dies zeigt sich bereits jetzt über den aktuellen Abriss der Kinderspielplätze unmittelbar vor dem Kindergarten.

Unsere Forderungen:

  • Streichung der vorgesehenen Sonderfläche auf dem Kita-Gelände
  • Dauerhafte Sicherung der gesamten Spielfläche für die Nutzung durch Kinder
  • Verzicht auf Pkw-orientierte Infrastruktur in unmittelbarer Nähe von Betreuungseinrichtungen
  • Transparenz und verbindliche Beteiligung der betroffenen Familien bei weiteren Planungsschritten

Wir fordern eindringlich, im weiteren Verfahren die Interessen unserer Kinder als besonders schutzbedürftige Gruppe konsequent zu berücksichtigen.

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Daniel MoritzPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam
Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam

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Petition am 21. Juli 2025 erstellt